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Update Twitter und Facebook für BlackBerry 10

Internet

Heute Nacht sind zwei Updates für die Twitter- und Facebook-App auf meinem Z10 eingetrudelt. Das sind bei mir die am häufigsten genutzen Apps auf dem Gerät. Obwohl Twitter und Facebook von Anfang an auf dem Z10 verfügbar waren, vermisste man doch einiges an Funktionalität und Komfort. Nun haben die Programmierer nachgelegt und einiges an Verbesserungen und Erweiterungen geliefert, die ich euch im folgenden mal kurz vorstellen möchte.

Twitter

bei der Twitter-App werden in Zukunft neben einer Bildvorschau in der Detailansicht der Tweets auch kurze Anrisse von verlinkten Artikeln angezeigt. Das funktioniert nicht durchgängig, ich habe noch nicht herausbekommen, bei welchen Links es funktioniert und bei welchen nicht.

Ebenso werden jetzt komplette Konversationen zu Tweets angezeigt.


Im "Verbinden"-Tab werden jetzt alle Interaktionen angezeigt, also Erwähnungen, Unterhaltungen und auch Favs auf die eigenen Tweets.

Im "Ich"-Tab ist die Möglichkeit dazu gekommen, einige Elemente des eigenen Profils zu bearbeiten (siehe Markierung 1) und Direktnachrichten bequem zu versenden (siehe Markierung 2).

Die App fühlt sich jetzt auf jeden Fall vollständiger an und bietet zumindest die wichtigsten Grundfunktionen, um einen einzelnen Twitter-Account zu verwalten.

Facebook

Die Facebook-App hat auch einige neue Funktionen und Verbesserungen erhalten.

So ist die Möglichkeit, Inhalte zu teilen, stark erweitert worden. Tippt man etwas länger auf einen Beitrag, erscheint das Seitenleistenmenü mit dem bekannten "Freigeben"-Symbol (diese deutsche Übersetzung für einen "Teilen"-Button finde ich immer noch etwas irritierend).

Danach kann man den Beitrag auf unterschiedlichste Ziele verteilen. Das ist eine starke Funktion von BlackBerry 10, die sich so durch alle nativen Apps durchzieht und so eine systemübergreifende Arbeit möglich macht.

Eine große Neuerung ist die Veranstaltungs-Verwaltung. Bisher verzweigte die App bei dieser Funktion immer auf die mobile Facebook-Webseite im Browser, nun ist die Funktionalität auch in der App enthalten.

In der Detailansicht der Veranstaltung kann man die Teilnahme bestätigen oder absagen und auch weitere Freunde einladen.

Auch gibt es die Möglichkeit, Beiträge zur Veranstaltung zu erfassen.

Beim Hochladen von Bildern ist die Möglichkeit dazugekommen, Personen direkt bei Hochladen auf dem Bild zu markieren.

Fazit

Mit dem Update kommen die Apps langsam an den Standard heran, die sie auf den anderen großen Mobilplattformen bereits haben. Allerdings bietet die Integration in die BB10-Umgebung einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz, den man hier nicht unterschätzen sollte.

RSS-Reader selbst gehostet mit selfoss

Internet

Inzwischen dürften alle Nutzer des RSS-Readers von Google wissen, dass der Dienst zum 1.7.2013 eingestellt wird. Ich gehöre zu dem wohl recht kleinen Anteil der Internetnutzer, für die das RSS-Protokoll der wichtigste Bestandteil der täglichen Informationsbeschaffung gehört. Natürlich bekommt man über die Streams der sozialen Netzwerke die großen Themen mit, aber wenn ich gezielt eine eigene Auswahl von Webseiten und Blogs verfolgen möchte, gibt es für mich keine Alternative zu meinem gezielt bestückten RSS-Reader.

Der Google Reader hat den Vorteil, dass die abonnierten Feeds immer aktuell gehalten werden und auch die Gelesen-Markierungen auf allen Geräten aktuell gehalten werden. Eine Alternative sollte also auch diese Möglichkeiten bieten und auch auf den von mir genutzten Mobilgeräten - dem Blackberry Z10 und dem Playbook - funktionieren. Und weil ich gern auch mal ein wenig herumprobiere und experimentiere, habe ich mich mir mal eine selbstgehostete Lösung angesehen und auf meinen Webspace installiert.

Der Kandidat heißt selfoss und ist eine frei verfügbare Opensource-Lösung. Es setzt auf der Serverseite einen Webserver mit PHP (mindestens 5.3) voraus. Die Daten werden in einer Datenbank gespeichert, es werden MySQL, PostgreSQL und auch SQLite unterstützt.

Die Installation ist einfach gehalten, nach dem Kopieren der Dateien auf den Webspace ist nur eine Konfigurationsdatei zu pflegen, die auch nur eine kleine Anzahl von Parametern kennt. Ich habe die Software in einer eigenen Subdomain installiert. Nach dem Aufruf derselben sollte selfoss die benötigten Datenbanktabellen anlegen und den Reader im Browser starten. Bei mir tauchten zwei Probleme auf. Zum einen wurde eine Datenbanktabelle nicht angelegt, das war aber über PHPMyAdmin schnell nachgeholt. Zum anderen gab es ein Problem mit der date()-Funktion, die irgendwie die Zeitzone nicht richtig erkennen konnte. Im selfoss-Forum gab es zu Glück den entscheidenen Hinweis, dass man mit einer im Programmverzeichnis angelegten php.ini mit dem Eintrag

date.timezone = "Europe/Berlin";

das Problem beheben kann.

Die neue Version 2.3 hat auch eine Möglichkeit, die Daten aus dem Google Reader via OPML-Import einzulesen, das ist schonmal sehr praktisch.

Die Bedienung erfordert etwas Umgewöhnung, denn es gibt keine klassische Ordneransicht wie in anderen Readern. Man kann die Feeds mit unterschiedlichen Tags gruppieren, hierbei kann man einem Feed auch mehrere Tags zuordnen. Die Ordner aus dem Google Reader werden beim Import in Tags umgewandelt.

Auf Mobilgeräten hat der Reader eine durchaus brauchbares Browserinterface, so dass man erstmal nicht auf nativer Apps angewiesen ist.

Interessant ist auch, dass man nicht nur RSS-Feeds darstellen kann. Über sogenannte Spouts kann man auch andere Webquellen in den Reader einbinden.

Ich werde das Tool jetzt mal ein paar Tage testen und schauen, ob ich damit klar komme. Ich bin gespannt, was sich bis zum 1.7. noch so auf dem Markt tut und was für Lösungen zum RSS konsumieren es noch so geben wird. Es bleibt sicher spannend.

Onlinebanking Transaktionen an mobilen Geräten absichern

Die meisten Banken in Deutschland haben inzwischen die statischen TAN- oder iTAN-Listen abgeschafft und sind auf sicherere Verfahren mit einem zweiten Kommunikationsweg umgestiegen. Dazu gehören neben dem HBCI-Banking via Chipkarte oder Schlüsseldatei die neuen Verfahren SMS-TAN, ChipTAN und ganz neu die PhotoTAN. Alle diese Verfahren haben einen Nachteil. Sie können an mobilen Geräten - vor allem an Smartphones - entweder gar nicht oder nur mit großen Unbequemlichkeiten benutzt werden. Jeder, der schon mal mit einem TAN-Generator einen Flickercode von einem Smartphone-Bildschirm gescannt hat, wird das bestätigen können.

Auf der diesjährigen CeBIT habe ich bei der Firma Reiner-SCT ein Gerät gesehen, das sich auch mit mobilen Geräten gut nutzen lässt. Es handelt sich um den cyberJack wave, einen RFID-Chipkartenleser, der über Bluetooth kommuniziert. Er kann sowohl als HBCI-Kartenleser als auch zum generieren von TANs nach dem ChipTAN-Verfahren benutzt werden. Durch die Übertragung mittels Bluetooth ist beim ChipTAN-Verfahren kein Flickercode mehr notwendig. Außerdem ist das kontaktlose Lesen des elektronischen Personalausweises möglich. Der Leser ist also ein echtes Multitalent.

Der Leser wird zur Zeit mit einigen Anwendungen und Apps deutscher Banken getestet und kann dort wohl in naher Zukunft genutzt werden. Einziges Manko dürfte für viele Nutzer der Preis sein, der wohl um die 150 Euro liegen dürfte.

Über WLAN auf Dateien des Blackberry Z10 zugreifen

Internet

Beim Blackberry Z10 kann man bequem auf die Dateien des Gerätes über eine Dateifreigabe via WLAN zugreifen. Ihr könnt also, wenn sich das Gerät im selben Netzwerk befindet, bequem Daten in beiden Richtungen mit dem Z10 austauschen.

Die Funktion wird im Einstellungsmenü aktiviert. Dort wählt ihr den Punkt "Speicher und Zugriff" aus.

Dann schaltet Ihr die Option "Zugriff über Wi-Fi" ein.

Das Gerät fragt dann das Passwort für die Dateifreigabe ab. Um die Zugriffsparameter anzupassen, könnt ihr dann noch den Button "Identifikation in einem Netzwerk" auswählen. Hier passt ihr den Benutzernamen und eventuell die Arbeitsgruppe für die Freigabe an. Das war's schon.

Das Z10 taucht jetzt als Gerät im internen Netzwerk auf und bietet zwei Freigaben an:

  • media (der interne Gerätespeicher des Gerätes)
  • removable_sdcard (wie der Name schon ahnen lässt, eine eingelegte Speicherkarte)
Auf diese Freigaben könnt ihr jetzt mittels des Anmeldenamens und des vergebenen Passworts zugreifen und beliebig Dateien übertragen. :-)

CeBIT - Tagebuchblog 09-03-2013

Und hier der kurze Bericht vom zweiten CeBIT-Besuch am Samstag.

CeBIT

Mann, war das voll am Samstag. Natürlich ist das der Tag, an dem die meisten Privatbesucher die Fachmesse besuchen. Entsprechend größer war das Gedränge im Vergleich zu Mittwoch. Auch die Aussteller hatten sich zum Teil auf das geänderte Publikum eingestellt. Die Vorträge an den einzelnen Ständen waren ebenfalls mehr auf private Besucher abgestimmt. 

Ich hatte keine konkreten Ziele und so schlenderten ich mit zwei ebenfalls mit angereisten Freunden nochmal durch die Hallen. Bei Intel sahen wir und nochmal die neuen Ultrabooks von Lenovo an. Diese lassen sich durch umklappen des Bildschirms in ein Tablet verwandeln. Nur mit Windows 8 werde ich immer noch nicht so richtig warm. Leider waren im Businessbereich die neuen Profigeräte, wie das X1-Carbon, schon nicht mehr zu sehen. Sie waren am Vormittag schon abgebaut worden. :-(

Wir sahen uns auch einige Vorträge im Opensource Park an, die wieder recht informativ waren. Bei Microsoft konnten wir das Surface pro anschauen und ausprobieren.

Der Blackberry-Bereich bei der Telekom war erfreulicherweise sehr gut besucht. Das Z10 wird bei der Telekom übrigens ab Mitte März verfügbar sein.


Am Gemeinschaftsstand von Hannover besuchten wir die Firma Signal Computer. Die Firma stellt die sogenannte "Reborn-Card" her, mit der man über eine Hardwarekarte oder eine reine Softwarelösung PCs vor ungewollten Änderungen absichern kann. Diese Lösung wird in unserem Landkreis an den Schulen eingesetzt, um die Wartung der Schulrechner zu erleichtern.

Beim Verlassen der Messe kamen wir in einer Halle noch an einem Gadget vorbei, dass in keinem Nerdhaushalt fehlen sollte. ;-)

Wetter

Kalt war es in Hannover, zum Teil wurde vor Eisregen gewarnt. Es hat viel geregnet und die Temperaturen lagen so um die 2 Grad.

CeBIT - Tagebuchblog 06-03-2013

Heute war also mein erster CeBIT-Tag und hier ist eine kleine Zusammenfassung.

CeBIT

Zuerst haben wir uns auf dem Ubuntu-Stand im Open Source Park die Cloudsoftware auf Basis von Open-Stack angeschaut. Bei AVM gab es eine Fritzbox in der Kabelanschlussversion zu sehen, die das Fernsehsignal des Kabelanschlusses ins Netzwerk streamen kann, und dass mit 15-18 Kanälen gleichzeitig. Diese Boxversion ist allerdings noch nicht erhältlich. 

Nach dem Mittagessen war ich dann kurz in der Intel Bloghütte. Die war praktisch und ganz gemütlich eingerichtet. Es gab leckere Getränke, Snacks und WLAN und man konnte einige Notebooks/Tablets testen. Ich konnte leider nicht so lange bleiben, da ich einen Vortrag zu neuen Sicherungsverfahren beim Onlinebanking ansehen wollte. Der Vortrag war leider nicht ganz so ergiebig. Bei Reiner-SCT habe ich mir noch die neuesten Geräte für TAN-Generierung und HBCI-Banking angschaut. Da werde ich nochmal separat was zu bloggen.

Den Tag habe ich dann im Opensource-Park ausklingen lassen. Insgesamt war es ein ganz interessanter Tag und ich freue mich auf Samstag, dann werde ich dann nochmal in Hannover sein.

Wetter

Es war ein frühlingshafter sonniger Tag in Hannover bei 11-14 Grad.

Cebit 2013

Morgen bin ich schon früh unterwegs nach Hannover zur diesjährigen Cebit. Auch wenn ich in den letzten Jahren immer weniger Innovationen gesehen haben, sehe ich es nicht ganz so negativ wie die Jungs von Aptgetupdate, die keine Lust mehr auf die Cebit haben.

Beruflich werde ich mir morgen einiges im Bankenbereich zu Neuerungen bei Sicherungsverfahren zum Onlinebanking ansehen. Außerdem interessieren mich Lösungen und Vorträge zum Bereich BYOD (Bring your own device). Das wird wohl in den nächsten Jahren auf die IT-Abteilungen auch in den Banken zukommen.

Und ich werde zum ersten mal die Intel-Bloghütte besuchen können, da freue ich mich besonders drauf. Mal sehen, welche Blogger ich dort mal persönlich kennen lernen kann. Einen Bericht zum Besuch gibt es natürlich dann auch hier im Blog. Wenn alles klappt, bin ich am Samstag dann noch einmal vor Ort.

Geburtstage von Google-Kontakten mit Playbook und Z10 sychronisieren

Internet

Nach und nach werde ich mit dem Z10 vertrauter und das eine oder andere Problem ist gelöst. Ich komme immer besser mit dem Workflow des Gerätes zurecht. Das Thema heute ist die Synchronisation der Kalenderdaten mit den Geburtstagen von Google-Kontakten. Ich verwalte meine Kontakte mit Google und kann sie so über die verschiedenen Geräte und Programme abgleichen. Bei mir sind das das Blackberry Z10, das Playbook und Thunderbird auf verschiedenen Plattformen.

Auf dem Z10 und dem Playbook werden auch die Geburtsdaten der Kontakte abgeglichen, nun wäre es ja auch schön, diese Geburtstage auch im Kalender des Gerätes zu haben. 

Playbook

Auf dem Playbook lässt sich ein Google-Konto einfach einrichten. Man kann bei der Einrichtung angeben, ob man außer den Mails auch den Kalender und die Kontakte synchronisieren möchte. Allerdings wird dann nur der Hauptkalender von Google synchronisiert. Um auch den Kalender "Geburtstage von Kontakten" abzugleichen, muss man einen weiteren CalDav-Kalender einrichten.

Man geht auf die Kontoverwaltung und legt ein neuen Email-Konto an. Über den Button "Erweiterte Einrichtung"  kann man dann ein CalDav-Konto anlegen. In die Beschreibung kommt ein beliebiger Name für das Konto, in die Felder "Benutzername" und "E-Mail-Adresse" kommt jeweils deine Google-Mailadresse. Kennwort ist natürlich das Google-Kennwort. Jetzt kommt der entscheidende Teil, die Serveradresse.

Sie lautet: https://google.com/calendar/dav/[CALENDAR-ID]/events

Die Calendar-ID für den Kalender findet man, wenn man im Webinterface des Google-Kalenders neben dem entsprechenden Kalender auf den Menüpfeil geht und auf "Kalendereinstellungen" geht.

Wie man im Bild sieht, ist die Adresse des Kalenders "Geburtstage von Kontakten" "#contacts@group.v.calendar.google.com". In der oben genannten Serveradresse muss das "#" allerdings mit "%23" maskiert werden. Die komplette Serveradresse lautet also:

https://google.com/calendar/dav/%23contacts@group.v.calendar.google.com/events

Mit diesen Einstellungen werden jetzt die Geburtstage auch im Kalender angezeigt. Nach diesem Schema lässt sich übrigens jeder beliebige Google-Kalender einbinden.

Blackberry Z10

Hier muss man unterscheiden. Bis zur aktuellen Betriebssystemversion 10.0.10.90 funktioniert die Einrichtung genau so, wie ich oben beim Playbook beschrieben habe. Die Einrichtungsdialoge sind praktisch identisch zum Playbook.

Wenn man das neueste Update installiert hat, kann man im Google-Konto einstellen, welche Kalender man über CalDav synchronisieren möchte. Dazu geht man, wenn man im Browser bei Google angemeldet ist, auf die Adresse https://www.google.com/calendar/syncselect und wählt dort die abzugleichenden Kalender aus. Fertig :-)


Erste Erfahrungen mit dem Blackberry Z10

Internet

Sei gestern bin ich also stolzer Besitzer eines funkelnagelneuen Blackberry Z10. Nach den vielen Berichten und Videos im Netz war ich als alter Blackberry-Fan natürlich sehr gespannt und konnte es kaum erwarten, das neue Smartphone mit dem 10er Betriebssystem selbst in den Händen zu halten und zu testen. Kurz nach dem Verkaufsstart in Deutschland kam das vorbestellte Gerät nun bei mir an. Das folgende ist natürlich völlig subjektiv aus meiner Sicht erzählt.

Verarbeitung und "Handgefühl"

Nach dem Auspacken hatte ich ein ziemlich großes Gerät in der Hand (im Vergleich zu den von mir bisher genutzten Geräten). Es ist wertig verarbeitet, die Oberfläche fühlt sich Edel an und mit der leicht gummierten Rückseite liegt es sicher und angenehm in der Hand. An die Größe muss ich mich noch gewöhnen, da ich relativ kleine Hände habe, fällt das Arbeiten mit einer Hand mir momentan noch ein wenig schwer.


BB 10

Das neue Betriebssystem lässt sich super bedienen und fühlt sich durchgehend flüssig und flott an. Die neuen optischen Effekt sind cool und sehen einfach toll aus. Es gibt kein Ruckeln oder Verzögerungen. Da ich die neuen Gesten und Bedienungsgrundlagen schon vielfach in Videos gesehen hatte, brauchte ich keine lange Einarbeitung, um mit dem System zurecht zu kommen. Es fühlt sich wirklich so toll an, wie es auf den Videos aussieht. :-)

Einrichtung erinnert stark an das Playbook

Bei der Einrichtung der Mail- und Social-Media-Konten ist man doch sehr an die Einrichtung beim Tablet Blackberry Playbook erinnert. Teilweise sind die Dialoge identisch. Ein Playbook-Nutzer wird also wenig Probleme bei der Einrichtung des Geräts haben. Jemand, der wie ich schon vorher Smartphones aus dem Hause Blackberry genutzt hat, muss sich allerdings doch umstellen. Bisher war zur Einrichtung von privaten Mailkonten eine Verbindung zum Dienst "Blackberry Internet Service" notwendig. Dieser musste beim Mobilfunkprovider zusätzlich gebucht werden. Die Mailkonten wurden dann über ein Webinterface eingerichtet und über die BIS-Verbindung zum Endgerät gepuscht. Diesen Weg hat Blackberry beim neuen Betriebssystem komplett verworfen. Das Z10 baut die Verbindung zu den Mailkonten über die Standardprotokolle IMAP, POP3, ActiveSync, Caldav oder Carddav auf.

Somit muss man beim Wechsel von einem älteren Blackberry trotz Datenübernahme die Mailkonten neu anlegen, da diese nicht vom BIS-Service übernommen werden. Nach der Einrichtung stehen alle Kommunikationsquellen iḿ neuen HUB zur Verfügung und sind auf einen Blick verfügbar. Dieses Konzept finde ich sehr komfortabel. Ich komme damit sehr gut klar.

Tippgefühl

Als eingefleischter Fan schwöre ich seit Jahren auf die physikalische Tastatur der Blackberry-Geräte. Ich bin mit einer Hardware-Tastatur einfach unglaublich schnell, auch beim Tippen von längeren Texten oder Mails. Auf die Umstellung auf ein Fulltouch-Handy mit virtueller Tastatur war ich also am meisten gespannt. Nach etwas mehr als einem Tag mit dem Gerät bin ich noch nicht ganz sicher, ob die virtuelle Tastatur mich komplett überzeugen kann. Ich kann (oder muss) aufgrund der Größe des Gerätes weiterhin wie gewohnt mit zwei Daumen tippen. Dabei werden über den jeweiligen nächsten Buchstaben Wortvorschläge angezeigt, die man mit einer Wischbewegung in den Text ziehen kann. Daran muss man sich erstmal gewöhnen, dennoch sind die Wortvorschläge erstaunlich sinnvoll und passen sehr oft genau zu dem Text, den man schreiben möchte.

Ich werde wohl noch ein paar Tage Einarbeitungszeit brauchen, bis ich die volle Leistungsfähigkeit auf dem Gerät erreiche.

Apps

Eine Smartphoneplattform steht und fällt mit den zur Verfügung stehenden Apps. Blackberry hat durch verschiedene Förderprogramme versucht, zum Start des Z10 möglichst viele Apps über die Blackberry World anbieten zu können. Die für Standard-Anwendungen sind auf dem Gerät bereits installiert (Twitter, Facebook, Foursquare, Wetter, Youtube usw.). Für mich ist eine SSH-Anwendung noch interessant, hier steht das schon vom Playbook bekannte Telnet-SSH zur Verfügung. Die Anwendung hat allerdings bei mir das Z10 schon reproduzierbar zum Abstürzen gebracht, hier muss wohl noch nachgearbeitet werden. Ansonsten bin ich mit dem APP-Angebot schonmal sehr zufrieden, Blackberry muss aber sehen, dass man hier am Ball bleibt und auch in Zukunft neue und aktuelle Anwendungen auf die Plattform bekommt.

Mein erster Eindruck

Erstmal überwiegt die Begeisterung für das neue Gerät. Es macht einfach Spaß, es zu benutzen. Als langjähriger Blackberry-Nutzer vermisse ich einige Kleinigkeiten, die einem bei den Geräten der Vorgängerversionen schätzen gelernt hat. Das neue BB 10 lässt mich momentan noch über diese Abstriche hinwegsehen. Ich bin auf die nächsten Tage gespannt, wenn die Arbeit mit dem Z10 zum Alltag wird und der ein oder andere Nachteil vielleicht doch noch etwas "schmerzhafter" wird. Ich werde euch hier im Blog auf dem Laufenden halten und den ein oder anderen Tipp zur Nutzung und zur Einrichtung veröffentlichen.

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