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Onlinebanking Sicherungsverfahren: SMS-TAN

Nachdem ich mich ja Anfang diesen Jahres vom iTAN-Bogen verabschiedet habe, möchte ich in dieser kleinen Artikelserie mal die verschiedenen Alternativern bei den Sicherungsverfahren beim Onlinebanking vorstellen und Beleuchten. Hierbei werde ich auf die Funktion, die Vor- und Nachteile und auf die Einsatzmöglichkeiten eingehen. Beginnen werde ich mit dem SMS-TAN-Verfahren. Also los.

Funktionsweise

Beim SMS-TAN-Verfahren registriert der Bankkunde zunächst eine Handynummer für seine Onlinebanking-Kennung. Der grundsätzliche Zugang zum Banking erfolgt über eine PIN-Nummer. Führt der Kunde eine Transaktion aus - zum Beispiel eine Überweisung - sendet die Banking-Anwendung die Daten der Transaktion an das Bankrechenzentrum. Dort wird aus den Eckdaten der Transaktion eine TAN errechnet, die nur für diese Transaktionsdaten und nur für eine kurze Zeitspanne gültig ist. Das Bank-RZ sendet nun eine SMS mit den Eckdaten (Empfängerkontonummer und Betrag) und der TAN an die vom Kunden registrierte Handynummer, der Kunde prüft die Richtigkeit der Eckdaten und führt die Transaktion mit der erhaltenen TAN aus.

Sicherheit

Dadurch, dass das Verfahren zwei unabhängige Kommunikationswege nutzt, sind bei richtiger Anwendung (Prüfen der Eckdaten in der SMS) manipulierende Angriffe - etwa durch Man-In-The-Middle-Attacken - nahezu unmöglich. Auch Phishing macht bei diesem Verfahren keinen Sinn, da eine abgefischte TAN für den Phisher nicht nutzbar ist.

Eine Angriffsmöglichkeit zeigte im Oktober der Banking-Trojaner ZeusS auf. Voraussetzung für einen erfolgreichen Angriff ist neben dem Knacken des Onlinebanking-Zugangs auch die Installation der Trojanersoftware auf dem zugehörigen Handy. Der Aufwand hierfür ist momentan noch nicht lohnend, so dass ein solcher Trojaner "in the wild" noch nicht gesichtet wurde. Insofern bietet das  Verfahren einen hohen Sicherheitsgrad.

Kosten

Während einige Banken die SMS-TAN ohne Zusatzkosten anbieten, berechnen andere entweder geringe Monatspauschalen oder auch geringe Beträge pro SMS. Hier muss man sich bei seinem Kreditinstitut über die jeweiligen Preise informieren.

Einsatzmöglichkeiten

Die SMS-TAN ist ein sehr flexibles Verfahren. Ein Mobiltelefon und einen Standort mit Netzversorgung vorausgesetzt, kann man von überall Onlinebanking-Transaktionen vornehmen. Das Mitführen von Zusatzhardware oder TAN-Listen ist nicht notwendig.

Nicht nutzbar ist das Verfahren mit Smartphone-Anwendungen, da aufgrund des nicht vorhandenen zweiten Kommunikationsweges (Anwendung und SMS auf dem gleichen Gerät) die Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Fazit

Das SMS-TAN-Verfahren ist flexibel und kostengünstig und bei korrekter Anwendung sehr sicher. Ich denke, dass dieses Verfahren der Standard für die meisten Benutzer in den nächsten Monaten werden wird.

Gern könnt ihr noch Ergänzungen oder eigene Erfahrungen (vielleicht auch Preise bei eurem Kreditinstitut) in den Kommentaren beisteuern. 

Im nächsten Teil der Serie nehme ich mir dann das ChipTAN-Verfahren mit TAN-Generator vor. 

Trackbacks

Hommel-Net Weblog am : Onlinebanking Sicherungsverfahren: Chip-TAN

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Weiter geht es mit meiner kleinen Serie über die verschiedenen Sicherungsverfahren beim Onlinebanking. Heute geht es um das Chip-TAN-Verfahren, bei dem ein separater TAN-Generator verwendet wird. Funktionsweise Beim Chip-TAN-Verfahren (bei den Volks-

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Hommel-Net Weblog am : Onlinebanking Transaktionen an mobilen Geräten absichern

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Die meisten Banken in Deutschland haben inzwischen die statischen TAN- oder iTAN-Listen abgeschafft und sind auf sicherere Verfahren mit einem zweiten Kommunikationsweg umgestiegen. Dazu gehören neben dem HBCI-Banking via Chipkarte oder Schlüsseldatei die

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Kommentare

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Dürrbi am :

*

Ah.. bei diesem Artikel sind die Tags "onlinebanking" und "homebanking" nicht gesetzt, deshalb bekomme ich den Artikel bei "Artikel mit Tag onlinebanking" nicht angezeigt ;-)

Mario Hommel am :

*

Danke für den Hinweis, ich habe die Tags nochmal hinzugefügt.

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