Gesehen: Gravity

"Leben ist im Weltraum nicht möglich."

Mit diesen eingeblendeten Worten werde ich als Zuschauer ohne Umwege in das Geschehen bei der Außenreparatur des Hubble-Teleskops in die Erdumlaufbahn geworfen. Keine Einführung der Charaktere, keine großen Erklärungen wer hier was macht und wie er hier hin gekommen ist.

Ein Funkspruch aus Housten informiert, dass es eine Unfall mit einer Rakete und einem Satelliten gegeben hat, der dabei zerstört wurde. Dann ein Notruf, dass die Trümmerteile des Satelliten eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst haben und fast alle Kommunikationssatelliten zerstört wurden und die Trümmer auf das Spaceshuttle und die Astronauten zurasen.

Der Funkkontakt reist ab, dann ist der Trümmer-Sturm da. Das Spaceshuttle wird zerstört, alle Astronauten bis auf zwei werden getötet. Ab jetzt beginnt der Überlebenskampf der Astronauten in einer Umgebung, die nicht für Leben gemacht ist. Ziel ist es, die Rettungskapsel der nahen internationalen Raumstation zu erreichen und so wieder auf die Erde zurückzukommen. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn nicht nur der Sauerstoff ist knapp, auch das Trümmerfeld bedroht die Astronauten nach der Erdumrundung erneut. Ich sitze atemlos im Kinosessel und habe das Gefühl, dabei zu sein. Die Stille ist erdrückent. Die Perspektive der Kamera ist nichts für Menschen mit Gleichgewichtsproblemen oder einem Hang zur Seekrankheit ;-) .

Gravity ist ein Kammerspiel im Weltraum, ohne Schnörkel inszeniert und bis zur letzten Minute spannend. Die Kameraführung ist genial und ich war wirklich froh, beim Verlassen des Kinos wieder festen Boden und die Erdanziehungskraft zu spüren. Ein Film, den man absolut empfehlen kann, allerdings nur für Leute mit robustem Magen.

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