Nachtgedacht

Unter dieser Überschrift soll es zukünftig Gedanken, poetisches oder Liedtexte geben, die einem so zu später Stunde durch den Kopf (oder durch die Ohren) gehen. Den Anfang macht heute ein Liedtext von "Subway to Sally":

Ich schneide nun das Haar nicht mehr
horch, wie mir Blätter treiben.
Der Wald pflanzt Hölzer in mein Herz
ich streck die Arme himmelwärts,
um immer hier zu bleiben.

Die Nägel senken sich hinab ins Reich der Mutter Erde
schon krümmt und bricht sich mir die Haut,
hab Sand und Steine viel verdaut,
dass ich so müde werde.

Ein Baum, mit Käfern im Gesicht,
mit Moos in meinem Haar,
die Haut so hart wie Stein.

Durch meine Finger geht der Wind,
war's gestern, war es heute,
den Winter lang werd ich nicht wach,
ein Specht klopft an mein Schädeldach
und hofft auf auf fette Beute.

Mein Haupt wird grün, der Sommer kommt,
mit
Tautropfen und Regen.
Ein Zittern geht durch meinen Stamm,
ich hör sie schon, sie kommen an,
die Männer mit den Sägen.

Ein Baum, mit Käfern im Gesicht,
mit Moos in meinem Haar,
die Haut so hart wie Stein.

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