Wie man Anwender frustriert

Bevor ich in den Urlaub fahre, muss ich euch noch schnell eine Geschichte erzählen, bei der ich am eigenen Leib erfahren durfte, wie man Anwender mit Sicherheitsmechanismen frustrieren kann.

Wir haben einen Dienstleister, dessen webbasiertes Angebot per Single-Sign-On von unseren Dienstrechnern angemeldet werden kann. So lange man nur Informationen abrufen will, ist alles gut. Will man aber Änderungen an Konfigurationen durchführen, prüft die Anwendung, ob das verwendete Passwort nicht älter als 60 Tage ist. Man muss das Kennwort dann ändern, wofür natürlich das aktuelle Passwort benötigt wird. Aufgrund des Single-Sign-On-Verfahrens hatte ich das Kennwort nicht mehr parat, ist aber kein Problem, sagt die Anwendung, man kann sich einfach ausloggen und dann die "Passwort vergessen"-Option auswählen. Ich melde mich also ab, werde auf die Anmeldeseite weitergeleitet und was passiert? Genau, das Single-Sign-On meldet mich sofort wieder an.

Letztendlich hatte ich nur die Möglichkeit, die Seite auf einem Rechner ausserhalb unseres Büronetzes aufzurufen und dort die "Passwort vergessen"-Funktion auszuführen. Die Mail dazu kam natürlich auf meinen Bürorechner (Gnarf). In der Mail erwartete mich nicht der übliche Link zu einer Seite, auf der ich mein Passwort neu setzen konnte, sondern sie enthielt einen "Sicherheitscode" aus einer 7-stelligen Buchstaben/Zahlenfolge, die ich dann auf dem separaten Rechner zusammen mit dem neuen Kennwort eingeben sollte. Gesagt, getan, funktionierte aber nicht. Egal wie oft ich den "Sicherheitscode" eingab, er wurde stets abgelehnt. Irgendwann habe ich dann aus einem Impuls heraus den Sicherheitscode in der Mail mal markiert. Moment, war da ein Leerzeichen hinter der Zeichenfolge? Ich konnte es kaum glauben, aber nachdem ich den Code mit einem abschließenden Leerzeichen eingab, funktionierte das Setzen des neuen Kennworts.

Mal ehrlich, ein Leerzeichen am Ende eines Codes, den man eingeben soll zu generieren, ist schon "Bastard Operator from Hell"-würdig. :-)

Muffe

Heute in unserer Reihe "Gründe, warum Datenleitungen nicht funktionieren.": Die Muffe

Abbildung Tickettext

Drücker

Ja klar, ist nur ein harmloser Schreibfehler, aber ich habe trotzdem etwas gelacht. :-)

Screenshot Bestellung

T-Konten

T-Konten

Ich mochte damals in der Berufsschule das Fach Buchführung. Das war alles so schön systematisch. Wir habe damals noch gelernt, die komplette Buchführung eines Unternehmens manuell auf sogenannten T-Konten durchzuführen. Dazu gehörte die Eröffnungsbilanz, Buchung von Geschäftsvorfällen, Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und die Abschlussbilanz. Es gab sogar extra Hefte mit vorgedruckten T-Konten dafür, ich weiß nicht, ob es so etwas heute noch gibt. (Ich habe gerade mal in diesem Internet nachgeschaut, ja es gibt sie noch. :-) )

Wir habe damals Stunden damit verbracht, Fehler gesucht und (meistens) gefunden und waren froh, wenn am Ende die Aktiv- und Passivseite der Bilanz gleich war.

Auch heute bin ich manchmal noch froh, diese Basics damals gelernt zu haben. Und manchmal, wenn ich mir einen Buchungsvorgang unseres Systems nicht so richtig erklären kann, dann hole ich mir ein weißes Blatt Papier, zeichne mir ein paar T-Konten auf und schreibe die Buchungen dort hinein. So auch heute wieder, Buchungen verstanden und Fehler gefunden. Basics halt.

Drucken 2016

Drei mal dieselbe Datei.
Drei mal dasselbe Officeprogramm.
Drei mal derselbe Rechner.
Drei mal derselbe Drucker.
Drei unterschiedliche Versionen des Druckertreibers.

Danke Windows.

Testausdrucke

Befreit

Ich fand das ja gestern einen Mörder-Gag. Der Kollege war glaub ich anderer Meinung. ;-)

Chat-Bild

Einbahnfrei

Endlich mal wieder ein lustiges Support-Ticket. :-)

Support-Ticket

Support As Usual

Auch in 2016 gibt es wieder die kleinen Freuden des Admins beim Support.

Wenn du das Problem eines Users dadurch lösen kannst, indem du dich einfach hinter ihn stellst und ab und zu lächelnd nickst und "Hm, hm" sagst. "Das gibt's doch nicht, eben hat das die ganze Zeit nicht funktioniert." :-)

Oder, wenn du einem Kunden aus der Patsche hilftst, der auf dem Mac das Browserfenster nicht mehr schließen kann, weil er irgendwie den Vollbildmodus eingeschaltet hat, indem du als Nicht-Apple-Nutzer mal kurz bei Google die Tastenkombination suchst und dem Kunden durchsagst.

Ich merke schon, es wird wieder ein interessantes Jahr. ;-)

Eine unheilvolle Dreiecksbeziehung

Die Beteiligten:

User1, User2, Rechner1, Rechner2, Rechner3 und der Admin

Die Geschichte:

User1 meldet sich an Rechner1 an.

User1 meldet sich an Rechner2 an.

Rechner1 meldet, dass ein Passwortwechsel notwendig ist.

User1 versucht an Rechner1 das Passwort zu ändern, das funktioniert nicht, weil die Anmeldung an Rechner2 noch läuft.

User1 versucht an Rechner2 das Passwort zu ändern, das funktioniert.

User1 meldet sich mit seinem neuen Passwort an Rechner3 an. So weit, so gut.

Einige Zeit später...

Rechner1, Rechner2 und Rechner3 sind nach dem Ablauf der Sperrzeit gesperrt.

User1 entsperrt Rechner2.

User2 denkt, er ist an Rechner1 angemeldet und versucht diesen mit seinem Passwort zu entsperren. Dreimal.

User2 sagt User1 Bescheid, dass er doch bitte Rechner1 entsperren soll. Aber weder das neue noch das alte Passwort funktionieren.

User1 versucht Rechner3 zu entsperren. Auch das funktioniert weder mit dem alten noch dem neuen Passwort.

...

Anruf von User1 beim Admin, der diese Story hier mal kurz aufschreiben muss, um zu verstehen, was da überhaupt gelaufen ist. User1 im Active Directory entsperrt. Alles wieder gut. :-)

Drucker-Notizen

Notiz an die User:

Wenn ein Drucker rot blinkt und im Display steht, dass man eine Tonerpatrone ersetzen muss, nutzt es nichts, den Drucker mehrmals an und aus zu schalten.

Notiz an mich:

Wenn man in den Keller geht, um die Ersatzpatrone für den Drucker zu holen, sollte man vorher auf das Display schauen, ob eventuell noch eine zweite Farbe bald leer sein wird. Sonst läuft man zweimal.

Notiz #2 an mich:

Manche Dinge, die man ihnen mal gesagt hat, vergessen User auch nach 20 Jahren nicht. Zum Beispiel, dass man Tonerpatronen aus dem Drucker nehmen und schütteln kann, damit er noch ein paar Seiten druckt. Die Tonerhäufchen vor und im Drucker zeugen davon.

Notiz an HP

Muss ein Drucker seine Netzwerkkonfiguration vergessen, wenn man ihn während eines Druckjobs ausschaltet?

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