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Smartphone-Nutzung privat und beruflich

@Work

Im letzten Posting hatte ich ja versprochen mal zu erzählen, wie ich meine beiden Smartphones - ein privates und ein beruflich genutztes - im einzelnen nutze und wo es Vor- und Nachteile der getrennten Nutzung gibt. Also legen wir mal los.

E-Mail

Bei der E-Mail-Nutzung ist es einfach. Die dienstliche E-Mail-Adresse läuft über den beruflich genutzten Blackberry, der über einen Blackberry-Enterprise-Server direkt mit dem Firmen-Mailsystem verbunden ist. Die privaten Mailadressen laufen übers private Smartphone (welches auch ein Blackberry ist ;-) ). Das ist ohne Nachteile so nutzbar, wenn man mal von den zwei Geräten absieht, die man immer mitnehmen muss.

Kontakte

Die Kontakte teile ich auch in private und geschäftliche Kontakte auf, obwohl es hier natürlich auch Überschneidungen gibt, bei denen dann Kontakte eventuell doppelt erfasst werden müssen. Auf dem Diensthandy werden die Kontakte ebenfalls mit dem Firmen-Mailsystem synchronisiert. Im Privatbereich verwaltet Google meine Kontakte in der Gmail-Anwendung. Das hat den Vorteil, dass die Kontakte mit dem Handy und auch mit Desktopanwendungen abgeglichen werden können, ich nutze z.B. Thunderbird mit Zindus.

Kalender

Beim Kalender macht für mich eine Trennung und somit die Pflege von verschiedenen Kalendern für Beruf und Privat keinen Sinn. Ich möchte alle Termine in einem Kalender im Blick haben. Hierfür nutze ich den Kalender in unserem Firmen-Mailsystem. Hier können Einträge als "privat" gekennzeichnet werden. Der Kalender wird in beide Richtungen in Echtzeit mit dem Diensthandy abgeglichen. Im Kalender halte ich alle Termine fest und habe ihn auch immer dabei. Hier ist auch der Nachteil, denn mit dem Kalender habe ich dann auch in der Freizeit immer das Diensthandy dabei. Aber ich kann dienstliche Mails nachts um 12 gut ignorieren :-).

Todos

Todo-Listen sind auch so eine Sache. Ich nutze ein System aus dem Buch "Zeitmanagement für Systemadministratoren". Dieses System sieht eine Todo-Liste für alles Bereiche vor. Da die Todo-Liste unseres Firmen-Mailsystems (ok, ich nenne es jetzt mal beim Namen, es ist eine Domino/Notes-Umgebung) dieser Technik sehr entgegen kommt und die Todo-Listen auch im Kalender darstellt, nutze ich hierfür also auch das Diensthandy, wenn ich unterwegs bin. Nachteil hierbei ist, dass ich keine Möglichkeit habe, die privaten Todos auf einem privaten Destop zu verwenden, sonder hier immer mit dem Smartphone arbeiten muss. Als Ergänzung für private Projekte dient mir hier Evernote.

Social-Kram

Das ist wieder einfach. Sozialer Netzwerkkram ist Privatsache, also läuft das alles übers private Handy (mein Arbeitgeber ist derzeit noch nicht in Sozialen Netzwerken vertreten).

Alles in allem komme ich mit diesem Setup gut klar und kann mich mit der Nutzung von zwei verschieden Mobiles gut arrangieren. Jetzt würde mich mal interessieren, wie ihr das so macht. Habt ihr getrennte Handys für privat und dienstliches? Wie nutzt ihr eure Smartphones. Schreibt was in die Kommentare oder schreibt was in euren Blogs (ist es ein Stöckchen?) und "trackbacked" diesen Artikel. Ich freu mich drauf.


Wieviel Smartphones braucht der Admin

@Work

Ich mag ja den Winter, weil ich dann eine Jacke anhabe, die genug Taschen für alle Handys hat, die ich so mitnehmen muss/will. ;-)

Aber Spass beiseite, als (angestellter) Administrator hat man ja meist ein Firmenhandy oder -smartphone, über das man bei Notfällen erreichbar ist oder dass idealerweise auch an das Firmen-Mailsystem angebunden ist, um auch unterwegs E-Mails und Kalender zur Verfügung zu haben. Da unsere Berufsgruppe naturgemäss auch recht technikaffin ist, hat man natürlich auch Privat ein Smartphone, über dass man private Mails, soziale Netze usw. im Auge behält. Das hantieren mit unterschiedlichen Geräten und das oben erwähnte Transportproblem drängen die Frage auf, ob man nicht ein Gerät für berufliche und private Zwecke nutzen könnte oder sollte.

Eins für dienstliche und eins für private Zwecke?

Für angestellte Admins gibt es verschiedene Faktoren und Abhängigkeiten vom Arbeitgeber, wie eine solche Nutzung aussehen kann.

Nutzung von zwei unterschiedlichen Geräten für Beruf und Privat

Vorteile:

  • Klare Trennung von beruflichen und privaten Daten.
  • Private Daten bleiben immer in meinem Herrschaftsbereich.
  • Hohe Datensicherheit, da striktere Policies auf dem dienstlichen Gerät durchgesetzt werden können.
  • Ich kann das Diensthandy auch mal liegen lassen und "nur Privat" sein.

Nachteile:

  • Ich muss mehrere Geräte mit herumtragen.
  • Daten, die ich benötige sind an unterschiedlichen Stellen (Kalender, Kontakte usw).

Die Firma erlaubt die Nutzung des Firmengerätes auch für private Zwecke.

Vorteile:

  • Nur ein Gerät für alle Daten.
  • Eventuell Kostenvorteile, da ich eine Kostenteilung zwischen Arbeitgeber und mir vereinbaren kann.

Nachteile:

  • Durch Sicherheits-Policies kann ich eventuell nicht alle Features des Smartphones im privaten Bereich nutzen.
  • Meine privaten Daten sind auf einem Gerät, das faktisch meinem Arbeitgeber gehört und dass er mir jederzeit "wegnehmen" kann.
  • Ich bin für den Arbeitgeber ständig erreichbar.

Die Firma erlaubt die Nutzung eines privaten Gerätes für die dienstliche Nutzung (Stichwort: Bring your own device)

Vorteile:

  • Nur ein Gerät für alle Daten.
  • Die privaten Daten bleiben in meinem Herrschaftsbereich.
  • Ich kann mir in gewissen Grenzen das Gerät, das ich nutzen möchte, selbst aussuchen.

Nachteile:

  • Sicherheit, die Nutzung des Features des Handys kann durch Sicherheits-Policies eingeschränkt sein, für deren Einhaltung ich eventuell selbst sorgen muss.
  • Auch hier bin ich für den Arbeitgeber ständig erreichbar.
  • Eventuell muss ich Kosten, die für dienstliche Angelegenheiten entstehen, zum Teil selbst tragen.

Diese Betrachtungen beleuchten natürliche nur die Aspekte für mich persönlich und noch nicht die Fragen, die sich ein Arbeitgeber stellen muss, wenn er zwischen diesen Modellen entscheiden muss. Wir Administratoren sind hier in einer Zwickmühle, da wir ja häufig auch für die Erstellung und Einhaltung der IT-Sicherheits-Policies mit verantwortlich sind.

Ich nutze momentan noch die erste Variante, habe also ein dienstliches und ein privates Smartphone. In einem folgenden Artikel werde ich beschreiben, wie ich diese Konstellation in der Praxis nutze.

Wie sieht es mit der beruflichen / privaten Smartphonenutzung bei euch aus?

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