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Gegenlicht

@Work

Diese Woche hatte ich einen interessanten Supportfall mit einem Kunden, der das Smart-TAN-Verfahren mit TAN-Generator benutzt. Sein Leser konnte partout den Flickercode vom Bildschirm nicht einlesen.

Nach einigen erfolglosen Versuchen via Telefon, durch Einstellungen am Bildschirm und am Generator das Problem zu lösen, bin ich dann zum Kunden gefahren, um mir den Fall vor Ort anzusehen.

Nach einigem Suchen konnten wir als Fehlerquelle eine ungefähr 2m vom Bildschirm montierte Halogenlampe indentifizieren. Duch Anschalten der Lampe konnte man zuverlässig und reproduzierbar die Lesefunktion des TAN-Generators ausschalten. Sachen gibts.... :-)

Onlinebanking-Sicherungsverfahren: HBCI-Chipkarte

Weiter geht es mit meiner Serie zu den Onlinebanking-Sicherungsverfahren. Die ersten drei Teile sind unten im Artikel verlinkt. Diesmal schreibe ich über die HBCI-Chipkarte.

Funktionsweise

Wie bei der HBCI-Kennung kommt bei der HBCI-Chipkarte ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz. Hier werden die Schlüsseldaten auf einer Chipkarte gespeichert. Zum Teil geben die Kreditinstitute personalisierte Chipkarten aus, auf denen die Bankverbindung und die Schlüsselpaare bereits gespeichert sind, andere Institute benutzen Blanko-Chips, auf denen die Bankverbindung und die Schlüssel noch gespeichert werden müssen. Auf beide Chiptypen können mehrere Bankverbindungen und Schlüsselpaare gespeichert werden. Die Daten auf dem Chip werden durch eine vom Kunden änderbare PIN geschützt.

Zum Auslesen des Chips wird ein Chipkarten-Lesegerät benötigt. Diese werden in 3 Klassen eingeteilt. Klasse I - Leser lesen den Chip, die PIN muss an der PC-Tastatur eingetippt werden und wird dann an den Kartenleser gesendet. Klasse II - Leser besitzen eine Tastatur, auf der die PIN eingegeben werden kann. Die Klasse III - Leser besitzen zusätzlich noch ein Display, auf dem Transaktionsdaten angezeigt werden können. Der Kartenleser wird heutzutage meist über USB angeschlossen und benötigt eine Treiberinstallation. Treiber gibt es für eigentlich für alle gängigen Betriebssysteme.

Hier sei noch erwähnt, dass die neue Lesergeneration inzwischen auch zum (kontaktlosen) Auslesen des neuen Personalausweises genutzt werden kann, so dass man dann kein zusätzliches Gerät mehr benötigt.

Teilweise kann dieses Verfahren nur in Verbindung mit einer Banking-Software genutzt werden, einige Banken bieten dieses Verfahren auch im Internetbanking an, doch auch in diesem Fall wird eine zusätzliche Softwarekomponente für die HBCI-Schnittstelle benötigt (z.B. DDBAC).

Bei allen Transaktionen fordert die Software die HBCI-Karte an und fragt die PIN ab. Diese wird an der PC-Tastatur oder direkt am Kartenleser eingegeben, danach wird die Transaktion verschlüsselt und an das Kreditinstitut übertragen. Weitere Sicherheitsmedien, wie z.B. TAN werden nicht benötigt.

Sicherheit

Durch das asymmetrische Verschlüsselungsverfahren ist eine sehr hohe Sicherheit beim Transport der Daten gewährleistet. Die Schlüssel sind sicher auf der HBCI-Karte abgelegt und können nur mit Eingabe der PIN genutzt werden. Es empfiehlt sich, mindestens einen Klasse II - Leser zu benutzen, damit die PIN-Eingabe nicht auf der PC-Tastatur erfolgen muss, wo sie über Keylogger mitgeschnitten werden könnte.

Es besteht ein Restrisiko für Man-In-The-Middle-Attacken. Eine Schadsoftware könnte die Transaktionsdaten vor dem Verschlüsseln mit der Chipkarte im Hintergrund manipulieren und dann die gefälschten Daten an das Kreditinstitut senden. Theoretisch funktioniert das, allerdings existiert wohl keine Schadsoftware "in the wild". Das Restrisiko wird durch Leser und Software eliminiert, die die Transaktionsdaten vor dem Verschlüsseln auf dem Display des Kartenlesers anzeigen, so dass sie durch den Kunden vor dem Senden geprüft werden können. Dieses Verfahren wird aber bisher von fast keinem Institut unterstützt. Wenn jemand ein KI kennt, ab in die Kommentare damit :-).

Kosten

Dieses Verfahren verursacht die höchsten Kosten für den Kunden. Ein Klasse II - Leser schlägt mit ungefähr 40 Euro zu Buche. Die HBCI-Chipkarte hat eine begrenzte Laufzeit und wird vom Kreditinstitut teilweise mit 5-10 Euro pro Jahr berechnet. Das ist aber bei den verschiedenen Banken ziemlich unterschiedlich.

Einsatzmöglichkeiten

Hier gilt das, was ich schon bei der HBCI-Kennung schrieb: Für das Verfahren wird immer ein speziell konfigurierter PC mit bestimmter Sofware benötigt. Für den Kartenleser muss ein Treiber eingerichtet sein. Die Kartenleser sind auch nicht gerade klein, bei Nutzung von mehreren Rechnern ist eventuell die Anschaffung von weiteren Lesegeräten sinnvoll, was aber auch weitere Kosten bedeutet. Das Verfahren eignet sich natürlich gut für Kunden mit vielen Transaktionen, da keine zusätzlichen TANs benötigt werden, was den Zahlungsverkehr schlank und schnell macht.

Fazit

Die HBCI-Chipkarte erfordert den höchsten Aufwand bei der Einrichtung und verursacht zusätzliche Kosten. Nach der Einrichtung ist es ein sicheres und professionelles Verfahren, das gerade bei hohem Transaktionsaufkommen seine Stärken ausspielt.

Wie immer können in den Kommentaren gerne noch weitere Aspekte beigesteuert werden, die ich vielleicht vergessen oder nicht vollständig dargestellt haben.

Hier noch die bisherigen Teile der Reihe:

1. Teil: SMS-TAN

2. Teil: Chip-TAN (SmartTAN)

3. Teil: HBCI-Kennung

Onlinebanking-Sicherungsverfahren: HBCI-Kennung

Hier kommt der nächste Teil der Serie über die verschiedenen Sicherungsverfahren beim Onlinebanking. Die ersten beiden Teile sind unten im Artikel verlinkt. Heute geht es um die HBCI-Kennung, die auf einem Datenträger gespeichert ist, nicht auf einer HBCI-Chipkarte, das kommt dann das nächste Mal dran.

Funktionsweise

Das Homebanking Computer Interface (HBCI) ist ein Verfahren, das auf asymmetrischer Verschlüsselung basiert. Man benötigt dazu für jeden Teilnehmer ein Schlüsselpaar, dass auf einem privaten und einem öffentlichen Schlüsselteil besteht. Der private Teil des Schlüssels verbleibt beim jeweiligen Inhaber, die öffentlichen Teile werden dem jeweiligen Partner bekannt gemacht.

Daten, die mit dem öffentlichen Teil des Schlüssels verschlüsselt wurden, können nur mit dem dazugehörigen privaten Teil wieder entschlüsselt werden. Der private Teil des Schlüssels kann verwendet werden, um Daten zu signieren, die Echtheit der Signatur kann wiederum mit dem öffentlichen Teil des Schlüssels überprüft werden.

Um dieses Verfahren zu nutzen, erhält der Kunde von seiner Bank im Vorfeld eine Benutzerkennung und/oder Kundennummer sowie die Hashwerte des öffentlichen Schlüsselteils der Bank. Mit dem Hashwert kann die Echtheit des öffentlichen Schlüssels geprüft werden.

Mit diesen Daten ausgerüstet erstellt sich der Kunde mit einer Homebanking-Software einen eigenen Schlüssel, der mit einem Passwort gesichert wird. Die Schlüsseldatei wird auf einem mobilen Datenträger abgespeichert. Während der Generierung erhält der Kunde den öffentlichen Schlüssel der Bank über die Internetverbindung, der mittels des vorher erhaltenen Hashwertes zu prüfen ist. Gleichzeitig wird der öffentliche Teil des Kundenschlüssels an die Bank übermittelt und dessen Hashwert kann auf einem sogenannten "INI-Brief" ausgedruckt werden.

Der Ausdruck wird vom Kunden unterschrieben und an die Bank weitergeleitet. Mittels des Hashwertes auf dem INI-Brief prüft die Bank die Echtheit des Kundenschlüssels und schaltet den Zugang frei.

Erst jetzt kann der Kunde Kontodaten abfragen und Transaktionen tätigen. Bei jeder Abfrage und jeder Transaktion wird die Schlüsseldatei auf dem Datenträger und das Passwort abgefragt. Es gibt keine zusätzlichen TAN-Nummern.

Teilweise kann dieses Verfahren nur in Verbindung mit einer Banking-Software genutzt werden, einige Banken bieten dieses Verfahren auch im Internetbanking an, doch auch in diesem Fall wird eine zusätzliche Softwarekomponente für die HBCI-Schnittstelle benötigt (z.B. DDBAC).

Sicherheit

Durch das asymmetrische Verschlüsselungsverfahren ist bei ordnungsgemäßer Prüfung der Echtheit der Schlüssel eine sehr hohe Sicherheit beim Transport der Daten gewährleistet. Allerdings liegt die Schlüsseldatei während der Transaktionen im Zugriff im Dateisystem des Rechners vor und das Passwort wird über die PC-Tastatur eingegeben. Ein Schadprogramm hat also Zugriff auf die Schlüsseldatei und kann über einen Keylogger das zugehörige Passwort ausspionieren. 

Ein Vorteil ist die eher geringe Verbreitung des Verfahrens, die Nutzung erfolgt meist über Softwareprodukte. Hierdurch entsteht eine sehr kleine und heterogene Basis von Benutzern, die bisher die Entwicklung entsprechender Schadsoftware nicht wirtschaftlich erscheinen lässt. Etwas erhöhen kann man die Sicherheit noch dadurch, dass man den Datenträger mit der Schlüsseldatei wirklich nur für die kurze Dauer der Transaktion an den Rechner anschließt/einlegt.

Kosten

Eventuell enstehen geringe Kosten für die Anschaffung eines geeigneten Datenträgers (z.B. USB-Stick).

Einsatzmöglichkeiten

Für dieses Verfahren wird immer ein speziell konfigurierter PC mit bestimmter Sofware benötigt. Insofern ist spontanes Banking von Unterwegs nur bei Einsatz eines entsprechenden Laptops möglich. Natürlich muss der Datenträger mit der Schlüsseldatei ebenfalls mitgeführt werden. Bei der Nutzung auf einem bestimmten PC ist das Verfahren allerdings schnell und bequem, da sich alles über eine Authentifizierung abwickeln lässt.

Fazit

Die HBCI-Kennung ist ein Verfahren, dass bei der Einrichtung einen gewissen Mehraufwand verursacht. Auch ist die Einrichtung für nicht so versierte Benutzer nicht ganz trivial. Nach der Einrichtung, und wenn man das Homebanking nicht an vielen verschiedenen Rechnern betreiben will, ist die Nutzung einfach und bequem. Durch die geringe Verbreitung (aber auch nur dadurch) ist es zudem ein sicheres Verfahren. Generell ist aber die HBCI-Kennung auf Chipkarte vorzuziehen, die ich im nächsten Teil der Reihe behandeln möchte.

Wie immer können in den Kommentaren gerne noch weitere Aspekte beigesteuert werden, die ich vielleicht vergessen oder nicht vollständig dargestellt haben.

Hier noch die bisherigen Teile der Reihe:

1. Teil: SMS-TAN

2. Teil: Chip-TAN (SmartTAN)

 

Ein sicheres Gefühl

Ein Werbespot der Berliner Sparkasse. OK, so kann man das mit der SMS-TAN natürlich auch erklären. Das ist zwar ganz lustig, aber ob das bei einem sensiblen Thema (ups, ist jetzt auch doppeldeutig) das richtige Stilmittel ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Gute Kommunikation oder eher ein Tritt ins Fettnäpfchen?

(via)

Onlinebanking Sicherungsverfahren: Chip-TAN

Weiter geht es mit meiner kleinen Serie über die verschiedenen Sicherungsverfahren beim Onlinebanking. Heute geht es um das Chip-TAN-Verfahren, bei dem ein separater TAN-Generator verwendet wird.

Funktionsweise

Beim Chip-TAN-Verfahren (bei den Volks- und Raiffeisenbanken auch Smart-TAN genannt) benötigt man zur Erzeugung der TAN ein kleines Zusatzgerät, einen TAN-Generator. Der TAN-Generator ist mit einem Display, einer Zahlentastatur und teilweise auch mit einem optischen Sensor zum Auslesen eines "Flicker-Codes" ausgestattet.

Um die TAN zu erzeugen, benötigt der TAN-Generator einen Chip mit Seccos-Betriebssystem, wie er zum Beispiel auf den herkömmlichen Bankkarten (ehemals EC-Karten) fast aller Bankkunden vorhanden ist. Als erstes wird also der Onlinebanking-Zugang  mit einer Chipkarte des Kunden verbunden.

Der generelle Zugang erfolgt wieder über eine PIN-Nummer. Führt der Kunde eine Transaktion aus, werden die Daten der Transaktion zum Rechenzentrum gesendet. Das RZ erkennt, das der Kunde am Chip-TAN-Verfahren teilnimmt und lässt die Onlinebanking-Anwendung einen sogenannten Flicker-Code ausgeben. Der Flicker-Code besteht aus einer Reihe von schwarz und weiß blinkenden Kästchen. Der Kunde steckt nun seine Chipkarte in den TAN-Generator und hält diesen mit dem optischen Sensor vor den Flicker-Code. Jetzt werden die Eckdaten der Transaktion (Empfängerkontonummer und Betrag) an den Generator übertragen. Alternativ können die Eckdaten auch manuell über die Tastatur des Generators eingegeben werden. Die Eckdaten werden am Display des TAN-Generators angezeigt und müssen vom Kunden auf Richtigkeit geprüft werden. Der TAN-Generator errechnet eine TAN, die wiederum nur für diese Transaktion und für eine begrenzte Zeit gültig ist. Mit dieser TAN kann der Kunde dann die Transaktion autorisieren.

Eine Demo, die einen Transaktionsvorgang praktisch aussieht, kann man zum Beispiel auf der Homepage von Kobil anschauen, einem Hersteller von TAN-Generatoren.

Sicherheit

Beim Chip-TAN-Verfahren werden zwei voneinander Kommunikationswege benutzt. Eine gültige TAN kann nur mit dem unabhängigen TAN-Generator und der für den Onlinezugang freigeschalteten Chipkarte erzeugt werden. Bei richtiger Anwendung durch den Kunden (Kontrolle der Transaktionseckdaten auf dem Display des Generators), ist eine Manipulation der Transaktionsdaten durch einen Trojaner ausgeschlossen und Phishing wirkungslos.

Eine Schwachstelle war bis vor kurzem, das die Eckdaten bei der Ausführung einer Sammel-Transaktion nicht eindeutig auf dem TAN-Generator angezeigt wurden. Es wurden lediglich der Betrag und die Anzahl der Transaktionen angezeigt, was den Austausch der Kontonummern möglich machte, ohne das der Kunde das kontrollieren konnte. Die neue Sicherheitsspezifikation fordert, das Kontrollsummen der Empfängerkontonummern angezeigt werden, so dass auch diese Lücke nicht mehr ausgenutzt werden kann.

Das Chip-TAN-Verfahren bietet also bei richtiger Anwendung eine sehr hohe Sicherheit, Angriffsmethoden gegen die neueste Version des Verfahrens sind zur Zeit nicht bekannt.

Kosten

Die Anschaffungskosten für einen TAN-Generator liegen um die 10 Euro, eventuell werden die Kosten von den Kreditinstituten ganz oder teilweise übernommen, hier muss man wieder bei seinem Kreditinstitut nachfragen. Laufende Kosten entstehen nicht.

Einsatzmöglichkeiten

Das Chip-TAN-Verfahren ist flexibel und kann auch mobil gut eingesetzt werden. Die Nutzung ist sowohl beim Browserbanking als auch bei der Benutzung von Finanzsoftware möglich.  Die Benutzung ist auch auf Smartphones möglich. Allerdings muss der Kunde den TAN-Generator und seine Chipkarte immer mitführen, um auch von unterwegs Transaktionen ausführen zu können.

Fazit

Das Chip-TAN-Verfahren ist sehr sicher und flexibel, allerdings ist die Bedienung des TAN-Generators nicht ganz einfach und erklärungsintensiv. Ob sich das Verfahren in der Breite gegen die anderen Verfahren durchsetzen kann, werden die nächsten Monate zeigen.

Im nächsten Teil der Serie werde ich das Signaturverfahren mit einem HBCI-Schlüssel auf Datenträger vorstellen.

1. Teil: SMS-TAN

Onlinebanking Sicherungsverfahren: SMS-TAN

Nachdem ich mich ja Anfang diesen Jahres vom iTAN-Bogen verabschiedet habe, möchte ich in dieser kleinen Artikelserie mal die verschiedenen Alternativern bei den Sicherungsverfahren beim Onlinebanking vorstellen und Beleuchten. Hierbei werde ich auf die Funktion, die Vor- und Nachteile und auf die Einsatzmöglichkeiten eingehen. Beginnen werde ich mit dem SMS-TAN-Verfahren. Also los.

Funktionsweise

Beim SMS-TAN-Verfahren registriert der Bankkunde zunächst eine Handynummer für seine Onlinebanking-Kennung. Der grundsätzliche Zugang zum Banking erfolgt über eine PIN-Nummer. Führt der Kunde eine Transaktion aus - zum Beispiel eine Überweisung - sendet die Banking-Anwendung die Daten der Transaktion an das Bankrechenzentrum. Dort wird aus den Eckdaten der Transaktion eine TAN errechnet, die nur für diese Transaktionsdaten und nur für eine kurze Zeitspanne gültig ist. Das Bank-RZ sendet nun eine SMS mit den Eckdaten (Empfängerkontonummer und Betrag) und der TAN an die vom Kunden registrierte Handynummer, der Kunde prüft die Richtigkeit der Eckdaten und führt die Transaktion mit der erhaltenen TAN aus.

Sicherheit

Dadurch, dass das Verfahren zwei unabhängige Kommunikationswege nutzt, sind bei richtiger Anwendung (Prüfen der Eckdaten in der SMS) manipulierende Angriffe - etwa durch Man-In-The-Middle-Attacken - nahezu unmöglich. Auch Phishing macht bei diesem Verfahren keinen Sinn, da eine abgefischte TAN für den Phisher nicht nutzbar ist.

Eine Angriffsmöglichkeit zeigte im Oktober der Banking-Trojaner ZeusS auf. Voraussetzung für einen erfolgreichen Angriff ist neben dem Knacken des Onlinebanking-Zugangs auch die Installation der Trojanersoftware auf dem zugehörigen Handy. Der Aufwand hierfür ist momentan noch nicht lohnend, so dass ein solcher Trojaner "in the wild" noch nicht gesichtet wurde. Insofern bietet das  Verfahren einen hohen Sicherheitsgrad.

Kosten

Während einige Banken die SMS-TAN ohne Zusatzkosten anbieten, berechnen andere entweder geringe Monatspauschalen oder auch geringe Beträge pro SMS. Hier muss man sich bei seinem Kreditinstitut über die jeweiligen Preise informieren.

Einsatzmöglichkeiten

Die SMS-TAN ist ein sehr flexibles Verfahren. Ein Mobiltelefon und einen Standort mit Netzversorgung vorausgesetzt, kann man von überall Onlinebanking-Transaktionen vornehmen. Das Mitführen von Zusatzhardware oder TAN-Listen ist nicht notwendig.

Nicht nutzbar ist das Verfahren mit Smartphone-Anwendungen, da aufgrund des nicht vorhandenen zweiten Kommunikationsweges (Anwendung und SMS auf dem gleichen Gerät) die Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Fazit

Das SMS-TAN-Verfahren ist flexibel und kostengünstig und bei korrekter Anwendung sehr sicher. Ich denke, dass dieses Verfahren der Standard für die meisten Benutzer in den nächsten Monaten werden wird.

Gern könnt ihr noch Ergänzungen oder eigene Erfahrungen (vielleicht auch Preise bei eurem Kreditinstitut) in den Kommentaren beisteuern. 

Im nächsten Teil der Serie nehme ich mir dann das ChipTAN-Verfahren mit TAN-Generator vor. 

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