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BBUGKS-Live #9

BBUGKS-Live LogoOliver und ich haben eine neue Folge unseres BlackBerry-Podcasts aufgezeichnet. Diesmal hatten wir wieder mal einen Gast. Ben Witt von BB10QNX ist unter anderem Spezialist für Mobile Management Systeme und beschäftigt sich mit der geschäftlichen sicheren Anbindung von mobilen Geräten an die Unternehmensinfrastruktur. Hierbei betrachtet er nicht nur BlackBerry sondern alle mobilen Plattformen, weshalb in dieser Podcast-Folge auch ein Blick über den Tellerrand möglich war.

Den Originalartikel mit allen Downloadmöglichkeiten findet ihr wie immer auf bbugks.de.

Updates für den Twitter Client Oysttyer

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Kurzer Hinweis zum textbasierten Twitter-Client Oysttyer. Er wurden einige Updates bereit gestellt, die allerding hauptsächlich Fehlerbehebungen und kleinere Verbesserungen enthalten. Hier die Liste aus dem Changelog:

Changes in Version 2.6.4:

  • Add --http1.1 flag to curl to suit versions after 7.47.0. Earliest supported curl is now 7.33.0

Changes in version 2.6.3:

  • Nothing over 2.6.2. I just can't tag things properly

Changes in version 2.6.2:

  • Correct year on startup screen
  • Adds very rudimentary CI syntax checks
  • Expand long DMs suring start-up
  • Nicely truncate long DMs when using /dump
  • Revert shebang to original
  • Fix a bug where whoami comparison was not lowercased for sent dms
  • Update userstream endpoint

Nichts aufregendes also, aber es ist schön zu sehen, dass das Skript weiter gepflegt und verbessert wird. Das Update erfolgt wie gewohnt einfach durch den Austausch der einzelnen Skriptdatei, aus der der Client besteht.

Telegram: Der VillageGameBot will nur spielen

Der Messenger Telegram unterstützt seit einiger Zeit auch Bots. Diese kleinen Helfer können über die Telegram-API für allerlei nützliche Dinge programmiert werden. So gibt es zum Beispiel Bots, die einem in Chat mal schnell ein passendes GIF zu einem Stichwort anbieten und dieses posten. Aber auch die Begrüßung eines neuen Mitglieds in einer Gruppe kann so ein Bot erledigen.

Nun gibt es mit "Village Game" einen Bot, der tatsächlich so wie ein Strategie-Spiel funktioniert. Indem man mit ihm chattet, kann man das Spiel steuern. Der Entwickler nutzt auch die neueste Funktion von Telegram aus, mit der Bots auch eigene Buttons und Steuerelemente in Chats installieren können.

Wie bei Telegram-Bots üblich, beginnt man einfach einen Chat mit @VillageGameBot und sendet ein "/start". Man kann verschiedene Sprachen auswählen, die deutsche Übersetzung ist aber noch sehr schlecht, weshalb ich die englische Variante ausgewählt habe.

Das Spiel teilt einem nun mit, dass man ein neues Dorf gegründet hat und man auch gleich zwei Arbeiter bekommt, die Getreide für Brot anbauen. Mit dem Verkauf dieser Ernte erhält man Geldsäcke, die Währung des Spiels. Wenn man nicht aktiv ist, produzieren die Arbeiter fleissig weiter. Wenn die Speicher voll sind, sendet der Bot eine entsprechende Chatnachricht, dass man mal wieder etwas verkaufen sollte.

VillageGameBot Screen1

Weiter kann man sich die Zeit mit sogenannten Quests vertreiben. Hierbei kann man Wölfe verjagen, eine Karawane beschützen oder das Dorf gegen Räberbanden verteitigen, was aber je nach Laune des VillageGameBots ziemlich ins Geld gehen kann.

VillageGameBot Raeuber

Nicht zuletzt kann man gegen zufällig ausgewählte Spieler Kämpfen und ihnen Geldsäcke abjagen und Medallien sammeln. Auch hier darf man mit Geldsäcken nicht knauserig sein.

VillageGameBot Schlacht

Das ganze ist noch relativ einfach gestrickt, zeigt aber sehr gut, was man mit Bots alles so anstellen kann. Es gibt Chatgruppen in verschiedenen sprachen, in denen man sich mit anderen Spielern austauschen kann. Auch ein Telegram-Kanal mit News und FAQs steht zur Verfügung. Alles ist über den Hilfe-Button im Botchat erreichbar.

Neue Arbeiter bekommt man übrigens, wenn man neue Spieler über einen speziellen Link einlädt. Wer sich das Spiel mal in Telegram ansehen mag und mir ein paar Arbeiter zukommen lassen will ;-) kann das über diesen Link tun: https://telegram.me/VillageGameBot?start=d1de42ac46

Viel Spass beim ausprobieren (und Zeit verschwenden). :-)

Zehn Jahre on the Blogs

Ja, jetzt ist es soweit. Auch beim Hommel-Net hat das Blog-Zeitalter Einzug gehalten.

Mit diesen beiden Sätzen begann der erste Blogpost, den ich auf diesem Blog geschrieben haben. Und das war - ich kann es kaum fassen - genau vor zehn Jahren am 29. April 2006. Ein Jubiläum, das mir Gelegenheit gibt, mal auf die letzten zehn Jahre hier zurück zu blicken.

Der Anfang

Angefangen hat alles mit einem Kapitel im Buch "Webseiten programmieren und gestalten" von Mark Lubkowitz, das ich mir damals gekauft hatte und in dem ein Projekt zum Aufsetzen eines Blogs mithilfe der Blogsoftware Serendipity vorgeschlagen wurde. Und so wurde blog.hommel-net.de gebohren, mein kleines zu Hause im großen Internet, dem ich bis heute treu geblieben bin. Auch Serendipity bin ich bis heute treu geblieben, einer kleinen, komfortablen Blogengine, die alles bietet, was man (ich) zum Bloggen benötigt. Die kleine, aber sehr aktive und sympatische Community steht immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es ein Problem zu lösen gilt oder man einfach nur mal eine Idee umsetzen möchte.

Tatsächlich basiert dieses Blog immer noch auf der ursprünglichen Installation von 2006, natürlich mit regelmäßigen Updates. Lediglich die Datenbank wurde einmal beim Umstieg von MySQL4 auf MySQL5 mittels SQL-Dump auf eine andere übertragen. Auch daran sieht man, wie stabil und solide diese Software aufgebaut ist.

Aber zurück zum Bloggen. Dieses Blog ist ein reines Hobby-Projekt von mir. Ich veröffentliche unregelmäßig Artikel, habe mir keine feste Regel auferlegt, wie zum Beispiel "mindestens ein Post pro Woche". Bei anderen Verpflichtungen, die man als Familienvater so hat, steht das Blog auch mal hintenan und wenn ich mal keine Lust oder auch keine Inspiration zum Schreiben habe, liegt es auch mal ein paar Wochen brach.

Letzendlich kehre ich aber immer wieder hierher zurück um ein paar Gedanken festzuhalten, etwas lustiges aus meinem Arbeitsalltag als Administrator einer kleinen Genossenschaftsbank, ein Musikvideo, ein Fundstück aus den Weiten des Netzes. Ab und an gibt es auch mal einen technischen Artikel zu meinem Lieblingsbetriebssystem Linux sowie Anleitungen und Tipps zu diversen Computerthemen. Auch hier habe ich mich nie auf einen Schwerpunkt für das Blog festlegen können (oder wollen). Das, gepaart mit dem unregelmäßigen Erscheinen von Artikeln und der nicht vorhandenen SEO sorgt wohl dafür, dass es hier nicht gerade von Besuchern und Lesern so wimmelt. Die Besucherzahlen dümpeln in sehr überschaubarer Höhe (bzw. Tiefe) vor sich hin.

Trotzdem oder gerade deswegen freue ich mich über jeden Leser, der sich hierher verirrt und ich freue mich immer noch wie Bolle über jedes Feedback, das über die Kommentare oder andere Kanäle reinkommt. DANKE!

In 2013 lernte ich die Jungs von der BlackBerry-User-Group Kassel kennen und als die Idee aufkam, ein Blog für die Gruppe zu betreiben, war ich sofort Feuer und Flamme und habe mich für Installation und technische Betreuung der Seite bereit erklärt. Und so ging im Mai 2014 dann bbugks.de online. Die Seite läuft selbstverständlich auch mit Serendipity. ;-)

Seitdem schreibe ich nun für zwei Blogs Artikel, was der Veröffentlichungsfrequenz hier natürlich auch nicht immer förderlich ist, aber ich gebe mir weiterhin Mühe, auch mein Baby hier nicht zu sehr zu vernachlässigen.

Die Zeit mit dem Blog möchte ich nicht missen. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Auch habe ich viel gelernt und lerne noch. Ich finde es großartig, dass durch Blogs heutzutage jeder in der Lage ist, einfach Texte oder anderen Content im Internet zu veröffentlichen und somit einer riesigen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Menschen konnten und können dadurch weltweit enger zusammenrücken und das lange bevor es die großen sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Konsorten gab. Ich finde übrigens Twitter großartig und treibe mich dort auch gern herum. Ich glaube aber trotz aller Unkenrufe, dass ein eigenes Blog auf dem nur ich Herr meines Contents bin, durch kein soziales Netzwerk ersetzt werden kann.

Ich werde also weiter bloggen und zwar hier in meinem kleinen Reich. Auch wenn das bedeutet, dass weniger Menschen meine Texte lesen, das ist es mir wert. Allerdings wird das hier auch immer ein Hobby-Projekt bleiben, das bei Bedarf auch mal vernachlässigt werden kann. Das ist zumindest der Plan, aber man kann ja nie wissen.

In diesem Sinne sage ich nochmals herzlich Danke an alle Leser, die mich die letzten Jahre begleitet haben und hoffentlich auch in Zukunft dabei bleiben. Ich freue mich auf die kommenden Jahre hier auf dem Hommel-Net Weblog (und frage mich gerade, ob ich mir damals nicht einen etwas eingängigeren Namen hätte aussuchen können, Past-Me).

To infinity and beyond.

Mario

BBUGKS-Live #8

BBUGKS-Live Logo

 

Oliver und ich haben mal wieder eine Folge unseres BlackBerry-Podcasts aufgenommen. Diesmal sind es über eineinhalb Stunden geworden. Wir hatten viele Themen zu besprechen, wie das Ende von Facebook und WhatsApp auf den OS10-Geräten oder die Quartalszahlen, die am 1. April bekannt gegeben wurden. Außerdem hatten wir ein paar Fragen unserer Hörer, auf die wir eingehen könnten.

Den Podcast könnt ihr wie immer auf dem Blog der BlackBerry-User-Group Kassel anhören und natürlich dort auch abonnieren.

Debian: Aus Iceweasel wird wieder Firefox

Die Linuxdistribution Debian führte den beliebten Internetbrowser Firefox bisher aus lizenztechnischen Gründen unter einem eigenen Fork mit dem Namen Iceweasel. Aufgrund der Updatepolitik von Debian wurde der Browser in den Paketquellen der stabilen Version auch nicht mehr auf höhere Majorversionen upgedatet. Debiannutzer, die eine Iceweasel-Version nutzen wollten, die der aktuellen Firefox-Version entsprach, mussten sich mit sogenannten Backports behelfen. Dazu ist die Seite http://mozilla.debian.net die Anlaufstelle. Dort erhielt man bisher nach Eingabe der genutzten Debian-Version und der gewünschten Variante von Iceweasel die Angabe der Paketquellen, die in die /etc/apt/sources.list eingetragen werden musste.

Seit einiger Zeit erzeugt die bisher funktionierende Backports-Adresse für Iceweasel allerdings bei Update einen Fehler. Der Grund hierfür ist, dass die Backports jetzt auf den originalen Firefox umgestellt wurden.

Aus meiner bisher unter Debian Jessie genutzen Paketquelle

deb http://mozilla.debian.net/ jessie-backports iceweasel-release

wird jetzt

deb http://mozilla.debian.net/ jessie-backports firefox-release

Nach der Umstellung kann ich dann mit

$ apt-get update
$ apt-get install -t jessie-backports firefox firefox-l10n-de

die aktuelle Firefox-Version samt deutscher Sprachpakete installieren.

Die nun nicht mehr aktuellen Iceweasel-Pakete habe ich noch mit

$ apt-get remove iceweasel

deinstalliert.

Wer weiter Iceweasel nutzen möchte, kann bis zur aktuellen Stable von Debian die originalen Pakete der Distribution nutzen. Dort wird die ESR38 von Iceweasel noch weiter gepflegt. Einen älteren Backport von Iceweasel weiter zu nutzen ist nicht unbedingt empfehlenswert, da hier natürlich keine Fehler und Sicherheitslücken mehr gefixt werden.

Instagram sperrt API-Zugiff auf den User Stream ab dem 1. Juni 2016

Schlechte Nachrichten für Nutzer von alternativen Apps für das Fotonetzwerk Instagram. Im Entwickler-Blog kündigte das zu Facebook gehörende Netzwerk an, den API-Zugriff auf die Endpunkte /users/self/feed und /media/popular abzuschalten. Neue Apps bekommen jetzt schon keinen Zugriff mehr, für bestehende Apps ist am 1. Juni Schluss.

So bekam ich heut in der iOS-App Flow die folgende Meldung nach dem Start angezeigt:

Flow Meldung

Flow schaltet aufgrund der Änderung ab sofort alle kostenpflichtigen Features für alle frei, am dem 1.6. wird die App nicht mehr funktionieren.

Nach der Ankündigung, den Stream in Zukunft nicht mehr chronologisch, sondern nach einem Algorythmus zu sortieren, ist dies ein weiterer tiefer Einschnitt bei der Nutzung des sozialen Netzwerks.

Meiner Meinung nach keine schöne Entwicklung, da die Nutzer hierdurch unnötig bevormundet werden. Was meint ihr dazu?

Twitter Client Oysttyer mit kleinem Update

Vor kurzem berichtete ich über den Twitter Client Oysttyer, der aus einem einzelnen Perl-Skript besteht und das Twittern auf einer Textkonsole ermöglicht.

Jetzt gab es ein kleines Update, dass einige Verbesserungen und Fehlerbehebungen mitbringt.

Changes in version 2.6.1:

  • Add the ability to share tweets via direct message with the /qdm command (Work towards of 2.7 milestone)
  • Use the Twitter account in the prompt instead of oysttyer when showusername is true.
  • Add ':large' to Twitter image URLs when largeimages is true.
  • Add a space between tweets when doublespace is true.
  • Fixed an issue where retweeted tweets displayed the wrong timestamp.
  • Fixed an issue where tco were not destroyed in threads
  • Display link to video file instead of link to video thumbnail in tweets
  • Display video files in /entities
  • Bring /entities back into Twitter TOS compliance and make it only open tco links (I.e. make it behave worse. Sorry)
  • Add tab expansion for like and retweet (missed from 2.5.1)

Interessant finde ich besonders den neuen Parameter "doublespace", der eine Leerzeile zwischen die einzelnen Tweets zaubert. Das macht den Stream nach meiner Meinung besser lesbar.

So sieht der Stream ohne "doublespace" aus:

oysttyer ohne ds

Und so mit:

oysttyer mit ds

Mir gefällt das so wesentlich besser, weshalb meine .oysttyerrc jetzt so aussieht:

# Die Daten für meine erstellte Twitter-App
oauthkey=XXXXX
oauthsecret=XXXXXX
# Farbe für ansifähige Terminals einschalten
ansi=1
# Neue Zeilen in Tweets erlauben
newline=1
# Nach 120 Zeichen umbrechen (je nach Bildschirmgröße verwenden)
wrap=120
# Pflicht, sonst geht die Twitter-API nicht
ssl=1
# Nutzung des Echtzeit-Streamings
dostream=1
# Beim Start auf neue Version prüfen
vcheck=1
# Leerzeile zwischen den Tweets
doublespace=1

Ich bin gespannt, was die nächsten Versionen von Oysttyer noch so bringen. Zum Updaten wird einfach die aktuelle Version von Github gezogen und die oysttyer.pl mit der neuen Datei überschrieben.

BBUGKS-Live #7

BBUGKS-Live Logo

Endlich haben Oliver und ich es geschafft, eine neue Folge unseres Podcasts aufzuzeichnen. In der ersten Folge in 2016 berichten wir über unser Treffen im Februar. Leider ist auch das Thema "Quo Vadis BlackBerry?" wieder mal ein Thema. Schlechte Nachrichten wie z.B. auch die Einstellung von WhatsApp für BlackBerry lassen uns besorgt über die Zukunft unserer Lieblingsgadgets reden.

Viel Spaß beim Hören der siebten Folge, die ihr drüben im BBUGKS-Blog anhören oder herunterladen könnt.

Und wer den Podcast abonnieren möchte, findet den RSS-Feed hier.

Twittern im Terminal mit Oysttyer

Ich bin im Bezug auf Twitter-Clients für den PC sehr experimentierfreudig. Hier ist die Auswahl für Linux-Nutzer nicht so üppig. Schon vor einiger Zeit bin ich hierbei auf das Perl-Skript "TTYtter" gestossen. Das Skript ist ein vollwertiger Twitter-Client für die Textkonsole. Leider hat der Entwickler die aktive Arbeit an TTYtter in 2012 beendet, dennoch war und ist das Skript noch nutzbar.

Erfreulicherweise hat sich jetzt ein neues Opensource Projekt der Sache angenommen und mit Oysttyer einen Nachfolger veröffentlicht, der jetzt auch aktiv gepflegt wird und neue Twitter-Features einbindet.

Die Installation besteht daraus, das Skript auf den lokalen Rechner zu kopieren und mit "perl ./oysttyer.pl" zu starten. In einer "~/.oysttyerrc" kann man Voreinstellungen für das Skript festlegen, diese können aber auch während der Laufzeit gesetzt und geändert werden.

Meine .oysttyerrc sieht zum Beispiel so aus:

# Die Daten für meine erstellte Twitter-App
oauthkey=XXXXX
oauthsecret=XXXXXX
# Farbe für ansifähige Terminals einschalten
ansi=1
# Neue Zeilen in Tweets erlauben
newline=1
# Nach 120 Zeichen umbrechen (je nach Bildschirmgröße verwenden)
wrap=120
# Pflicht, sonst geht die Twitter-API nicht
ssl=1
# Nutzung des Echtzeit-Streamings
dostream=1
# Beim Start auf neue Version prüfen
vcheck=1

Die Entwickler empfehlen zur Zeit, eine eigenen Anwendungskey für Oysttyer zu erstellen, da der mitgelieferte Key von Twitter öfter gesperrt wird. Das ist aber schnell erledigt und dürfte für die Zielgruppe (Terminal-User) kein Problem darstellen. Beim ersten Start erfolgt die Autorisierung mittels OAuth, die auch bekannt sein dürfte.

Nach dem Start wird die Timeline angezeigt und in Realtime aktualisiert, wenn man den obigen Parameter gesetzt hat. Jeder Tweet bekommt einen "Menücode", der dann als Platzhalter für den Tweet in den Befehlen dient.

g9> <apfelnase> #DoctorWho #JETZT!

Nach dem Menücode (hier "g9") sieht man das Twitter-Handle des Autors und danach den Tweet-Text. Vor dem Twitter-Handle können noch spezielle Zeichen stehen, die bestimmte Tweetarten anzeigen.

d4> <%heartcrazed> RT @gerritvanaaken: Über „Design“ gebloggt: http://praegnanz.de/weblog/designer-artikel-ueber-design-artikel

Der Autor hat etwas retweetet (% vor dem Twitter-Handle), wen und was folgt dann.

d7> <+mspro> das neuerliche „comeback“ der newsletter verdankt sich reiner dreistigkeit.

Der Tweet enthält Geo-Daten (+ vor dem Twitter-Handle), die über den Befehl /du <Menücode> abgefragt werden können.

b4> <"SirTomate> Nicht mitmachen. Ich will die Minidrone haben. ;-)
   https://twitter.com/Pixelaffe/status/690803220487213056
b5> (x2) <↑Pixelaffe> Nur noch wenige Tage - Verlosung: Alcatel OneTouch Go Play + Parrot Airborne Cargo Drohne -
   http://bit.ly/1PfguKI https://pbs.twimg.com/media/CZY53mrXEAAq12T.png

Das ist so ein neumodischer Retweet mit Kommentar, zu erkennen am " vor dem Twitter-Handle und danach der kommentierte Tweet im Wortlaut, mit dem ↑.

d1> <+@uniwave> Oder auch so. https://pbs.twimg.com/media/CZZ519UW0AEZAPN.jpg

Am @ vor dem Twitter-Handle erkennt man, dass es sich um einen Antwort-Tweet handelt. Den ganzen Thread sieht man mit /th <Menücode>.

Erstmal ist alles, was man im Terminal tippt und mit <Enter> abschliesst, ein Tweet. Eine neue Zeile innerhalb eines Tweets erhält man mit \n. Ausnahme ist die Eingabe von Befehlen, die immer mit einem "/" beginnen. So gibt "/help" eine kurze Befehlsreferenz mit den wichtigsten Kommandos aus.

Die Befehle decken so ziemlich alle Funktionen ab, die man in Twitter so braucht. Follower- und Listenmanagement sind kein Problem. Retweeten, Liken, Replien und DMs funktionieren prima, sogar das relativ neue kommentierte Retweeten funktioniert.

Die Suchfunktion ist über /search zu erreichen. Außerdem kann man bestimmte Suchbegriffe (respektive Hashtags) mittels /tron oder /troff in die Timeline einspielen oder wieder entfernen.

Das ganze ist natürlich schon etwas nerdig, aber macht Spaß und ist eine gute Alternative, wenn man gern am Terminal arbeitet. Natürlich werden in der Timeline keine Bilder angezeigt. Diese, wie auch Links zu Internetseiten müssen mit externen Tools aufgerufen werden. So kann man zum Beispiel in "Konsole", dem Terminal der KDE Umgebung mit einem Rechtsklick auf einen Link diesen im Browser öffnen. Alternativ ruft /url <Menücode> alle Links des Tweets im Standardbrowser der Umgebung auf (das könnte auch der Textbrowser Lynks sein).

Neben dem interaktiven Modus kann Oysttyer auch im Skripting-Modus genutzt werden, so kann man zum Beispiel mit "perl ./oysttyer.pl -status "Dies ist ein Tweet."" einen Tweet absetzen. Das eröffnet natürlich noch mehr Möglichkeiten, das Perlskript zu nutzen.

Die Dokumentation des Oysttyer-Projekts ist noch etwas dünn. Allerdings kann man immer noch die alte Dokumentation von TTYtter nutzen, die auch mit Oysttyer noch funktioniert.

Was meint ihr, ist so ein textbasierter Client noch zeitgemäß oder doch nur Nerdstuff?

tweetbackcheck