Von selfoss zu FreshRSS

Logos von selfoss und FreshRSS

Ich bin einer von den wenigen Unverbesserlichen, die Inhalte aus dem Internet über RSS-Feeds konsumieren. Es ist für mich die einfachste Art, neue Inhalte gerade auf Blogs, die ich gern lese, nicht zu verpassen. Es ist so viel bequemer, als regelmäßig manuell auf den Seiten zu schauen, ob es etwas neues gibt. Auch die klassischen News-Seiten behält man so einfacher im Blick.

Um RSS-Feeds zu lesen, braucht man ein Stück Software. Es gibt verschiedene kostenlose oder auch kostenpflichtige Software für die verschiedenen Plattformen, aber auch Angebote und Dienste im Netz. Diese sind dann meistens browserbasiert, im Smartphone- und Tablet-Bereich gibt es auch zahlreiche Apps. Die Feed-Daten, also die einzelnen Artikel, werden entweder lokal oder zentral auf einem Webserver gespeichert. Gerade, wenn man die Feeds auf verschiedenen Geräten lesen möchte, bietet sich eine zentrale Speicherung an, bei der auch die Gelesen-Markierungen synchronisiert werden. Wer immer die Kontrolle über seine Feed-Daten behalten möchte und die technischen Möglichkeiten dazu hat, kann auch auf Opensource-Software zurückgreifen, die auf einem eigenen Webserver oder Webspace läuft.

Seit März 2013 nutze ich eine selbstgehostete Instanz der Software selfoss. In den letzten Wochen war ich damit aber eher unzufrieden. Die stabile Version, die bereits 2018 erschien, hatte bei mir auf dem Webspace mit aktueller PHP-Version leider zunehmend Probleme und merkwürdige Fehlermeldungen häuften sich. Ich habe dann auf die aktuelle Entwicklungsversion umgestellt, die zwar die meisten Fehlermeldungen verschwinden lies, aber insgesamt relativ träge war und einige Problem mit der Gelesen-Markierung von Feeds im Menü hatte.

Kurz gesagt, ich hatte mal Lust auf etwas neues.

Schon vor einiger Zeit hatten verschiedene Menschen mir FreshRSS ans Herz gelegt und der erste Eindruck der Demoversion war gut. Also habe ich mir das Stückchen Software mal installiert. Erfreulicherweise braucht FreshRSS keinen großen Schnick-Schnack, sondern es reicht ein Standard LAMP-Stack mit einer Handvoll PHP-Modulen auf dem Server. Wer keine “richtige” Datenbank nutzen kann, der kann auch ein dateibasiertes SQlite zur Installation nutzen.

Während selfoss eher zur persönlichen Nutzung durch einen einzelnen User gedacht ist, kann man bei FreshRSS auch mehrere Benutzer mit verschiedenen Feeds verwalten. So könnte man auch Freund:innen oder Bekannten einen Account spendieren, wenn man diesen RSS-Feeds schmackhaft machen möchte.

Die Feeds aus selfoss ließen sich problemlos im OPML-Format exportieren und in FreshRSS wieder einlesen, so dass alle bisherigen Feeds auch im neuen Reader wieder zur Verfügung stehen. Die Benutzeroberfläche gefällt mir nach den ersten Nutzungstagen auch recht gut, einige Dinge muss ich in den Einstellungen noch feintunen. Ich werde FreshRSS jetzt mal einige Zeit nutzen. Die selfoss-Installation bleibt noch als Fallback bestehen, falls ich mich mit FreshRSS nicht anfreunden kann. Momentan sieht es aber nicht danach aus.

Eigener XMPP-Server: Neue Intermediate-Zertifikate bei Letsencrypt

Momentan ist durch die geänderten Nutzungsbedingungen von WhatsApp mal wieder einige Unruhe im Netz zum Thema Messenger. Da wird natürlich auch der ein oder andere Glaubenskrieg wieder ausgegraben, welches nun der sicherste und privateste Dienst für die Kommunikation mit anderen Menschen ist.

Bei mir läuft für unsere Familien-Kommunikation schon länger ein eigener XMPP-Server. Das hat den Vorteil, dass die Kinder auch in jüngeren Jahren schon mit uns chatten konnten und dass unsere Familienkommunikation auch unter uns bleibt, da kein Drittanbieter dabei involviert ist. Als Server nutze ich Ejabberd, der auf einer kleinen virtuellen Maschine läuft.

Nachdem ich heute morgen mit meiner Kaffeetasse zum Rechner geschlendert war, sah ich in Gajim, dass mein XMPP-Konto offline war. Ein Blick auf den Server zeigte, dass Ejabberd sich bei einem Neustart heute Nacht mit einem Fehler beim Lesen der Zertifikatsdatei verabschiedet hatte und nicht mehr lief.

Für den VServer hole ich mir bequem Zertifikate bei Letsencrypt. Dies geschieht über ein Skript, das wöchentlich am Sonntagmorgen läuft und bei Bedarf die Zertifikate erneuert. Ejabberd kann das eigentlich von Haus aus auch selbst machen, aber da ich die Zertifikate auch für den dort laufenden Webserver benötige, recycle ich sie auch gleich für den Chat-Server. Hierbei benötigt der XMPP-Dienst eine Datei mit der kompletten Keychain, ich kombiniere also den privaten Key und öffentlichen Key des Servers und das Intermediate-Zertifikat von Letsencrypt in einer PEM-Datei und lasse diese von Ejabberd auslesen. Und genau für das Intermediate-Zertifikat konnte nun kein privater Schlüssel mehr gefunden werden.

Ich wusste ja, dass Letsencrypt im letzten Monat auf ein neues Root-Zertifikat umgestellt hat, also lag die Vermutung nah, dass es etwas damit zu tun hatte. Nach ein wenig Recherche gelangte ich auf die Zertifikatsseite von Letsencrypt. Hier wird das aktuelle Intermediate-Zertifikat zum Download angeboten und ich stellte fest, dass die von mir verwendete Version X3 nicht mehr verwendet wird und die Version R3 nun aktuell ist. Obwohl der Job zum Erneuern der Zertifikate jede Woche läuft, wird die Erneuerung immer nur angestoßen, wenn der Ablauf in den nächsten 30 Tagen erfolgt. Somit war meine alte Konfiguration mit den Zertifikaten vom November immer noch gültig und erste heute morgen mit dem Update auf das neue Root-Zertifikat wurde meine selbstgebaute PEM-Datei ungültig.

Die Lösung war also einfach: Das aktuelle Intermediate-Zertifikat herunterladen und die Dateien neu zusammenführen, danach startete Ejabberd wieder ohne Fehler. Den Cronjob noch auf den neuen Dateinamen angepasst, damit sollte die Konfiguration auch in Zukunft wieder fehlerfrei funktionieren.

Darf ich vorstellen: BuzzZoom.de

Logo BuzzZoom.de

Heute möchte ich euch ein kleines neues Projekt vorstellen, in dem ich mitwirke. Zusammen mit Dirk spreche ich in unserem Podcast BuzzZoom alle 14 Tage über ein solches "Buzzword".

Buzzwords, zu deutsch Schlagwörter, begegnen uns ja täglich in den Medien, im Arbeitsleben und im Privaten. Und oft werden Sie als Modewörter genutzt, einfach nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Außerdem versteht wohl bei so manchem Buzzword jeder etwas anderes darunter.

Wir nehmen uns in jeder Folge ein Buzzword vor und nehmen es - oft mit einem Schuss Ironie - auseinander. Und bei so manchem Wort werden auch wir uns nicht abschließend einig werden, was denn nun genau damit gemeint ist.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mal bei uns reinhört und auf unserer neuen Webseite kräftig kommentiert und mit uns diskutiert. Auch über Vorschläge zu neuen Buzzwörtern, über die wir mal reden sollen, freuen wir uns sehr.

Produziert wird unser Podcast von Nerdzoom Media, Marius sorgt dafür, dass die Technik funktioniert und die Tonqualität stimmt.

Der Termin für das S9y-Camp 2020 steht fest

Auch im Jahr 2020 wird es wieder ein Treffen der Anwender und Entwickler der besten Blogengine der Welt geben.

Traditionell findet das S9y-Camp im Linuxhotel in Essen statt, als Termin wurde der 20. bis 23. März nun festgelegt.

Noch hat das Linuxhotel ein paar Betten frei, so dass noch zusätzliche Anmeldungen möglich sind. Wer nicht das ganze Wochenende kommen kann oder mag, kann auch gern als Tagesgast dazu kommen. Meldet euch am besten direkt im Forums-Thread zum Treffen.

Ich freue mich schon sehr. :-)

Ein kleines Problem mit der Nextcloud Text-App nach dem Update auf Version 17.0.1

Die von mir genutzte Nextcloudinstanz ist auf den Update-Kanal "Stable" eingestellt. Das bedeutet, dass eine neue Hauptversion, wie zuletzt die Nextcloud 17 mit nicht sofort, sondern meist erst nach ein paar Wochen und dem ersten Service-Release zum Update angezeigt wird. Das war jetzt am Freitag mit der Version 17.0.1 der Fall.

Am Samstag habe ich mir also etwas Zeit eingeplant, um das Update durchzuführen. Ich nutze inzwischen gern den Web-Updater von Nextcloud, da dieser seit einigen Versionen sehr zuverlässig funktioniert und einige Fehler, die früher immer mal auftraten, inzwischen gut abfängt. Und so konnte ich schon nach wenigen Minuten in den sozialen Netzwerken freudig verkünden:

Aber ich hatte mich etwas zu früh gefreut. Ein kleiner Fehler war durch das Update doch passiert, den ich allerdings erst nach einigen Stunden im Webinterface auf der Einstellungsseite entdeckte. Der Integritäts-Check zeigte ein paar Dateien, die da offensichtlich nicht hingehörten:

- text
    - EXTRA_FILE
        - .eslintrc.js
        - .gitattributes
        - .github/ISSUE_TEMPLATE/Bug_report.md
        - .github/ISSUE_TEMPLATE/Feature_request.md
        - .github/pull_request_template.md
        - .l10nignore
        - .tx/config
        - README.md
        - l10n/.gitkeep
        - package-lock.json
        - package.json

Die Dateien gehörten zur Text-App. Diese App ist ab Nextcloud 17 der Standard-Editor für Text- bzw. Markdown-Dateien. Ich hatte die App aber schon unter der Version 16 in einer der ersten Versionen installiert, um sie zu testen. Jetzt waren da anscheinend noch ein paar Dateien aus dem frühen Github-Repo vorhanden, die durch die Update-Routine nicht gelöscht wurden.

Die Dateien befanden sich im Ordner apps/text des Nextcloud-Installationsverzeichnisses. Nachdem ich sie manuell gelöscht hatte, verschwand auch die Fehlermeldung des Integritäts-Checks.

Renovierung

Wenn man Urlaub hat und das Wetter draußen ist schlecht, ist das immer eine gute Gelegenheit, etwas an den Dingen zu schrauben, die man so im Internet veröffentlicht hat.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass meine Landingpage auf hommel-net.de eine Grundrenovierung erhalten hat. Damals erstellte ich die Seite mit Jekyll und einem entsprechenden Template, dass auf dem Bootstrap-Framework basierte. Für die Renovierung habe ich etwas gesucht, dass schlanker und einfacher zu aktualisieren ist. Der ganze Jekyll und NodeJS-Kram auf dem Client war doch immer etwas umständlich.

Bei Dirk bin ich dann auf das Skeleton CSS-Boilerplate gestossen und fand es als Basis für einen reinen Hobby-Webseitenbastler wie mich ganz brauchbar. Also habe ich die freie Woche genutzt, um nach ein paar Tutorials eine neue Landingpage zu erstellen. Das Ergebnis könnt ihr jetzt hier anschauen: hommel-net.de.

Blog bleibt Blog

Hier im Blog habe ich keine Änderungen am Frontend vorgenommen, nur das Favicon habe ich ausgetauscht. Außerdem habe ich das Matomo-Tracking ausgebaut. Ich bin, glaube ich, aus dem Alter raus, wo ich täglich mehrmals schaue, wie viele Leute auf mein Blog geklickt haben. :-) Spaß beiseite, das Tracking bring mir keinen echten Mehrwert und dann kann ich es - auch aus Gründen der Datensparsamkeit - auch abschalten.

Vereinfachte Pflege der Landingpage

Mit dem neuen Setting kann die Landingpage einfach gepflegt und aktualisiert werden, da die Seite nun nur aus HTML, ein paar (sehr überschaubaren) CSS-Dateien und ein wenig Fonts und Bildern besteht. Sie lädt flott und greift auf keine externen Quellen zu. Das gefällt mir so ganz gut und ich werde wohl in nächster Zeit noch etwas am Inhalt schrauben. Wenn ihr mir in den Kommentaren schreibt, wie ihr die neue Seite findet, würde ich mich freuen.

Blogbeiträge mit Nextcloud-Notizen und Pandoc erstellen

Nextcloud Logo

Neulich hatte Dirk in einem seiner Linkdumps (die übrigens sehr zu empfehlen sind) einen interessanten Artikel verlinkt, in des es um das Arbeiten mit einfachen Textdateien ging. Das Prinzip dahinter fand ich interessant und so habe ich meinen Workflow zur Erstellung von Blogartikeln neu konzipiert. Das kam auch dem Tagebuchbloggen entgegen, bei dem ich über den Tag verteilt immer mal Ideen sammle und diese dann am Abend etwas ausführlicher fomuliere.

Aber mal von Anfang an. Ich nutze hier im Blog - der treue Leser weiß das natürlich - die Blogsoftware Serendipity. Dort hat man im Backend sehr vielfältige Möglichkeiten, seine Artikel zu schreiben. Man hat die freie Wahl zwischen einigen WYSIWYG-Editoren, die sich wie eine Textverarbeitung bedienen lassen, Auszeichnungssprachen wie Markdown und Puristen können natürlich ihre Artikel direkt in HTML erfassen.

Dank des modernen responsiven Backends geht das auch an Geräten mit kleinern Displays problemlos. Der einzige Nachteil ist, dass man sich immer erst im Backend einloggen muss. Es muss eventuell noch ein neuer Artikel angelegt werden, der auch eine Überschrift braucht und als Entwurf gespeichert werden muss. Das ist bei der Erfassung einer schnellen Idee manchmal zu langwierig. Auch das Speichern der aktuellen Version eines Artikels ist so eine Sache, wenn man etwa auf mehreren Rechnern gleichzeitig im Backend eingeloggt ist und im Artikel gearbeitet hat.

Um diese Probleme zu umgehen (und auch, um das Prinzip "mit Textdateien arbeiten" mal umzusetzen), mache ich mir eine App in meiner Nextcloud-Installation zu Nutze, die Notizen. Mit dieser App fertigt man einfache Textnotizen an, die man kategorisieren kann. Außerdem ist es möglich, Markdown zu verwenden. Der Clou an der Sache ist, dass die Notizen nicht in einer Datenbank abgelegt werden, sondern als Textdatei im Dateisystem von Nextcloud gespeichert werden.

Damit bin ich sehr flexibel, mit welchen Tools oder Apps ich die Dateien bearbeiten kann. Es gibt für jede Plattform ein passendes Tool. Natürlich kann man generell das Webfrontend von Nextcloud nutzen und dort in der Notizen-App schreiben. Mit dem Nextcloud-Client kann ich die enstandene Textdatei auf jeder von mir verwendeten Plattform synchronisieren. Die heruntergeladene Datei kann ich mit meinem Lieblings-Texteditor bearbeiten. Nach dem Speichern wandert die Datei wieder zurück in die Cloud und steht dann für die weitere Bearbeitung auf allen meinen Geräten zur Verfügung.

Screenshot Nextcloud Notizen

Ich nutze gern die Notiz-App im Webfrontend, da ich hier einfach im Webbrowser schreiben kann. Die Eingaben werden fortlaufend gespeichert, so dass ich mir darum keine Sorgen machen muss. Die App hat auch einen ablenkungsfreien Fullscreen-Modus, das ist beim Schreiben auch manchmal ganz hilfreich. Eine Alternative in Nextcloud selbst ist der Markdown-Editor, der ebenfalls sehr komfortabel zu bedienen ist.

Auf dem Linuxdesktop nutze ich QOwnNotes. Die Anwendung arbeitet prima mit Nextcloud zusammen. Und auch auf dem Android Smartphone habe ich mit Nextcloud Notes die Möglichkeit, an Artikeltexten zu arbeiten.

Screenshot QOwnNotes

Zum Übertragen des Textes in das Serendipity Backend wandle ich die Markdown-Datei mit Pandoc in HTML um und kopiere es in Serendipity. Pandoc ist ein Tool zum Konvertieren von allen möglichen Textformaten, sehr nützlich. Bilder zum Artikel lade ich in die Mediendatenbank hoch und füge sie dann noch im Backend in den Artikel ein.

Der Zwischenschritt mit der Umwandlung in HTML wäre vermutlich nicht notwendig, wenn ich das Markdown-Plugin in Serendipity nutzen würde. Allerdings weiß ich nicht, was das mit den alten Artikeln macht, die nicht in Markdown formatiert sind. Da muss ich noch ein paar Tests durchführen.

Mit diesem Setting bin ich momentan ziemlich zufrieden. Dass der Blogbeitrag bis zur Einstellung im Serendipity-Backend als Textdokument vorliegt, eröffnet sehr flexible Ḿöglichkeiten der Bearbeitung. Beim Schreiben kann ich mich auf das wesentliche konzentrieren und mit Markdown kann ich ohne viel geklicke eine grundlegende Formatierung des Textes erreichen.

Übrigens hat Robert neulich auch mal beschrieben, wie er seine Blogartikel schreibt.

Was nutzt ihr denn so für Werkzeuge, um Artikel für euren Blog zu produzieren?

Wie ich Nextcloud nutze

Nextcloud Logo

Ich hatte vor einiger Zeit schonmal versprochen, dass ich über mein Nextcloud-Setting schreiben würde. Here we go.

Die Nexcloud-Installation

Ein häufiges Szenario ist ja, dass man Nextcloud auf einem Homeserver laufen lässt und dann über einen DynDNS-Dienst von außen über den Router darauf zugreift.

Ich habe mich anders entschieden und habe meine Nextcloud auf einem Webhosting-Space installiert. Das funktioniert bei meinem Provider ziemlich gut, nur einige Feintuning-Sachen lassen sich nicht einstellen, was mich aber zur Zeit nicht stört.

Als Datenbank-Backend verwende ich ein SQLite-Datenbank. Das ist zwar von Nextcloud nicht unbedingt empfohlen, aber bei einer Installation mit maximal 4 Nutzern dürfte die Performance nicht so sehr ins Gewicht fallen. Ich fand es ganz angenehm, dass dadurch die Datenbank komplett mit im Datenverzeichnis liegt und so von der täglichen Datensicherung des Hosting-Providers mit erfasst ist. Falls es da mal Probleme geben sollte, kann man ja jederzeit auf eine MySQL-Datenbank wechseln.

Nexcloud Basis Frontend

Dateiablage

Die vornehmliche Aufgabe der Nextcloud ist natürlich das Speichern von Dateien. Ich lege hier nicht alle meine Daten ab sondern nutze NC für die folgenden Szenarien:

  • Dateien zwischen verschiedenen Devices austauschen.
  • Dateien auf verschiedenen Devices synchron halten (z.B. die KeePass-Datenbank)
  • Sicherung von Mediendaten von unseren Smartphones
  • Bereitstellung von größeren Dateien an Dritte über Links (z.B. wenn sie zu groß für eine E-Mail sind)

Als externen Speicher habe ich noch meine Magenta-Cloud über Webdav eingebunden, die beim Telekomzugang ja quasi gratis dabei ist.

Neben der Dateiablage kommen noch einige zusätzliche Apps zum Einsatz:

Kontakte

Über die Kontakte-App verwalten alle Familienmitglieder ihre Kontakte auf verschiedenen Geräten. Somit muss man, gerade auf Android-Geräten, nicht zwangsweise alle Kontakte bei Google speichern, was ja sonst standardmäßig geschieht.

Kalender

Ganz wichtig ist die Kalender-App. Wir haben einen Familienkalender, der mit allen Familienmitglieder geteilt wird. So kann (sofern man das als Teenager will ;-) ) jeder auf die allgemeinen Termine zugreifen. Das ist natürlich hauptsächlich für Papa und Mama wichtig. Daneben kann sich natürlich jeder beliebig viele zusätzliche Kalender anlegen, in denen er Termine pflegt, die nicht für alle anderen von Interesse sind.

Notizen

Mit der Notizen-App kann jeder bequem auf verschiedenen Geräten Notizen anlegen. Die App unterstützt dabei auch Markdown, was ich mir zur Zeit bei meinem Workflow zur Blogartikel-Erstellung zu nutze mache. Aber dazu mehr in einem späteren Artikel.

Aufgaben

Die Aufgaben-App ermöglicht die einfache Verwaltung von Aufgaben über einen zusätzlichen Kalender. Funktioniert ebenfalls gut auf allen möglichen Endgeräten.

Bookmarks

Die App zur Erstellung von Bookmarks teste ich derzeit. Ziel ist es hierüber auf jedem - auch fremden - Gerät auf wichtige Links zugreifen zu können. So richtig warm bin ich mit der App aber noch nicht geworden.

Desktop (Linux)

Bei mir zu Hause haben alle Desktop-Systeme, seien es PCs oder Laptops, Linux als Betriebssystem installiert. Die Nutzung würde sich aber so ziemlich genauso auch auf Windows oder MacOS gestalten, denke ich mal.

Wie nutze ich die Nextcloud also auf meinen Desktop-Systemen? Zunächst einmal ganz klassisch über das Browser-Frontend. Aber ich habe auch den Nextcloud-Client installiert, mit dem alle oder auch nur ausgewählte Verzeichnisse der Nextcloud mit dem Desktop synchronisiert werden.

Den Kalender und die Kontakte synchronisiere ich mit dem Mailclient Thunderbird. Hierbei kommen die Addons Lightning für den Kalender und CardBook für die Kontakte zum Einsatz.

Ein Tool unter Linux, das sehr gut mit der Notizen-App von Nextcloud harmonisiert, ist QOwnNotes. Hier kann man bequem (Markdown) Notizen schreiben als auch die Aufgaben aus der Aufgaben-App verwalten.

Smartphone (Andoid)

Auf dem Smartphone kommt die Nextcloud-App zum Einsatz, um Dateien zu Synchronisieren oder mit anderen Geräten auszutauschen. Außerdem nutze ich die praktische "Sofort-Upload"-Funktion, die Fotos oder Videos direkt (oder sobald sich das Smartphone in einem WLAN befindet) in die Nextcloud sichern lässt.

Zum Synchronisieren von Kalender und Kontakten nutze ich zwei Apps: CalDav-Sync und CardDav-Sync. Diese integrieren sich in die jeweiligen Kalender- und Kontakt-Apps unserer jeweils genutzen Android-Geräte.

Mit Nextcloud-Notes und OpenTasks verwalte ich Notizen und Aufgaben. Die Notizen werden dabei direkt über das Nextcloudkonto in der App synchronisiert, OpenTasks nutzt die synchronisierten Kalenderdaten von CalDav-Sync.

Tablet (iOS)

Ich habe auch noch ein etwas älteres iPad im Einsatz (vornehmlich auf der Couch), welches sich auch mit der Nextcloud verbindet. Allerdings nutze ich hier nur den Kalender-Sync mit der nativen iOS-Kalender-App und die Nextcloud-App, um Dateien zu synchronisieren. Aber auch hier gäbe es natürlich noch weitere Möglichkeiten die Nextcloud zu nutzen.

Fazit

Alles in allem ist die Nextcloud für mich ein wichtiges Werkzeug für mein tägliches Online-Leben geworden, das ich nicht mehr missen möchte. Mit der neuen Version 15 kommt auch noch eine SocialMedia-App dazu, mit der man sich auch an diverse Dienste im Fediverse (z.B. Mastodon) anbinden kann. Das finde ich auch sehr interessant und werde es auf jeden Fall einmal testen.

Zum Schluss die obligatorische Frage: Nutzt ihr auch eine Nextcloud und habt ich andere Nutzungsszenarien? Oder benutzt ihr etwas ganz anderes? Ich freue mich auf reges Feedback.

Zeigt her eure Apps

Der Thomas hat ein Blogstöckchen geworfen (die älteren unter uns werden sich noch erinnern) und mal aufgeschrieben, welche Apps er so unter Android nutzt. Gleichzeitig fragt er, was wir so auf unseren Geräten installiert haben, also habe ich das Stöckchen mal gefangen. :-)

Kommunikation

  • BlackBerry Hub: Als Nutzer eines Android-Geräts aus dem Hause BlackBerry steht mir der BlackBerry Hub kostenlos zur Verfügung. Die App dient als Nachrichtenzentrale für alle E-Mail-Konten, aber auch diverse Chat-Dienste (WhatsApp, Telegram, FB-Messenger, SMS) und Social-Media-Accounts (Twitter, Facebook, Xing, Instagram usw.)  lassen sich dort einrichten und schicken ihre Benachrichtigungen dorthin. Somit habe ich im Hub immer einen Überblick über die eingegangenen Nachrichten. Die App ist ein Nachbau des Hub unter dem alten BlackBerry OS10, dort war der Hub ein zentraler Bestandteil des OS. Unter Android ist die Implementierung nicht ganz so geschmeidig, da der Hub hier nur eine zusätzliche App ist. Die App kann - zusammen mit weiteren Produktivitäts-Apps - auch auf anderen Androiden genutzt werden, dann wird allerding ein jährlicher Abo-Betrag fällig

Derweiteren kommen noch diverse Messenger zum Einsatz (man will ja für alle erreichbar sein):

  • Telegram
  • Conversations: Mit eigenem XMPP-Server, kommt hauptsächlich im familiären Umfeld zum Einsatz, der jüngere Sohn kann so auch mit uns chatten, ohne WA nutzen zu müssen.
  • WhatsApp: Muss leider.
  • FB Messenger: Falls sich da mal jemand hin verirrt.
  • BBM: Messenger aus dem Hause BlackBerry, mittlerweile durch einen indonesischen Anbieter betreut.
  • Android Messages: Für SMS.
  • schul.cloud: Wie der Name schon sagt.
  • Nextcloud Talk: Noch im Teststadium.
  • Slack: Wird nur für Serendipity-Sachen genutzt.

Social Media

  • Talon: Twitter-App, die unter anderem auch Tweetmarker unterstützt.
  • Mastalab: Mastodon Client
  • Instagram: Nutze ich hauptsächlich mit der Community der Laufsüchtigen. :-)
  • Facebook: Fast nur lesend und immer seltener.
  • Swarm: Nutze ich ab und zu noch, um mal irgendwo einzuchecken, meistens vergesse ich das aber.

Dann noch ein paar Social-Apps, die ich kaum nutze und nur der Vollständigkeit halber aufzähle:

Produktivität und Tools

Wetter und Nachrichten

  • Yr: Norwegische Wetterapp.
  • Pflotsh Storm: Wertet kontinuierlich Satellitenbilder aus, um kurzfristige Regen- und Unwetter-Vorhersagen zu machen.
  • AntennaPod: Für Podcasts.

Zum Lesen von RSS-Feeds nutze ich eine browserbasierte Anwendung, Selfoss, die ich selbst hoste.

Dienste und Medien

  • Spotify
  • Google Maps
  • DB Navigator: Ich fahre zwar nicht häufig mit dem Zug, aber dann nutze ich die App sehr gern.
  • NVV Mobil: App des Nordhessischen Verkehrsverbunds, wenn ich mal Bus fahren muss.

Sport und Fitness

  • MeeRun: Tracking von Sportaktivitäten, läuft auch ohne Internetverbindung und ohne zentralen Service. Die Aktivitäten können exportiert werden oder auf Wunsch auch auf dem Server des Anbieters synchronisiert werden.
  • Mi-Fit und Mi Band Tools: Für das Mi-Band2, das ich als Fitness-Tracker nutze.
  • McDonalds: Huch, wie ist diese App denn in den Fitness-Ordner gekommen?

Wer hat noch darüber geschrieben?

Einige Blogger haben ebenso wie ich das Stöckchen gefangen und einen Artikel geschrieben:

Dirk: https://www.deimeke.net/dirk/blog/index.php?/archives/3905-Apps-fuer-das-Smartphone-....html

Matthias: http://yellowled.de/archiv/128/Apps-auf-dem-Smartphone.html

Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere Artikel dazu. Wer das Stöckchen haben möchte, möge sich gern bedienen.

Serendipity-Camp 2019 - Terminfindung ist gestartet

Gemäß der uralten Tradition ;-) soll es auch in 2019 im Frühjahr wieder ein Treffen von Entwicklern und Benutzern der besten Blogsoftware der Welt geben.

Das Serendipity-Camp wird wieder im Linux-Hotel in Essen stattfinden und wie jedes Jahr werden wir den Termin erdoodlen. Wer mitmachen möchte kann also aktiv mitbestimmen, wann das Treffen stattfindet.

Alle Infos und den Link zum Doodle findet ihr auf der Event-Seite, also nix wie hin. :-)