Neuer DSL-Anschluss bei mir zu Hause

Seit vielen Jahren wurde mein heimisches Netz mit einem ISDN-Anschluss (neumodisch Universalanschluss) und einem 16.000er DSL versorgt. Das ist jetzt nicht gerade üppig, aber die 16Mbit im Downstream kamen immer stabil und zuverlässig bei mir an. Und so waren die üblichen Netzaktivitäten wie Surfen, Steaming von Spotify, Youtube und Netflix auch mit zwei Kindern im Teenager-Alter bisher kein Problem. Und so habe ich den notwendigen Wechsel auf einen der neuen IP-Anschlüsse der Telekom bisher immer hinausgezögert, wohl wissend, dass irgendwann dieses oder nächstes Jahr damit Schluss sein würde und die Telekom den alter "ISDNer" von sich aus kündigen würde.

Nun hat die Telekom allerdings bei uns im Ort auch verkabelungstechnisch aufgerüstet und eine Abfrage der möglichen DSL-Geschwindigkeit an meiner Adresse ergab, dass ich bis zu 200Mbit VDSL bekommen könnte. Nicht schlecht. :-)

Da der alte 16Mbit DSL-Anschluss mit ISDN nicht gerade ein preisliches Schnäppchen war, habe ich mich dann aufgrund der oben schon erwähnten Umstände dann zum Umstellen des Tarifs und des Anschlusses entschieden. Bestellt habe ich letztendlich einen IP-Anschluss mit 100Mbit Down- und 40Mbit Upstreamgeschwindigkeit, wieder bei der Telekom. Die Bereitstellung und der Tarifwechsel liefen problemlos und der Anschluss wurde 14 Tage nach der Online-Beauftragung umgestellt.

Etwas Planung erforderte die Umstellung der Zugangs- und Router-Technik. Am alten Anschluss werkelte ein Netgear-Router im DSL-Modem-Modus. Die Verbindung und das Routing erfolgte durch einen Linux-Server, der auch DHCP- und DNS-Dienste für mein Heimnetz zur Verfügung stellte. Der ein oder andere Dienst, wie z.B. Proxyserver, Webserver und eine kleine Nagios-Installation zur Überwachung einiger externer Server hatte auch dort seinen Platz. Das ganze war auch per SSH vom Internet aus zu erreichen, damit ich bei Bedarf auch mal von Unterwegs zu Hause nach dem Rechten schauen konnte.

Der Netgear-Router war am neuen IP-Anschluss nicht mehr zu gebrauchen, außerdem brauchte ich ja auch eine Lösung für die IP-Telefonie. Letztendlich habe ich mich hier von meinem Linux-Router verabschiedet und bin für Routing, DHCP und DNS auf eine FritzBox 7590 umgestiegen. Diese erledigt auch die Telefonie mit den bereits bei uns im Haus vorhandenen Fernsprechgeräten.

Einige von mir benötigte (na ja, oder sagen wir mal, zum Teil auch aus Spieltrieb installierte) Dienste kann die FritzBox allerdings nicht bereitstellen. Für diese Dinge habe ich mich für einen kleinen Linuxserver auf Basis eines RaspberryPi 3B+ entschieden. Das hat hoffentlich auch Vorteile für den Stromverbrauch, denn der alte Linux-Server lief 24/7 auf einer "normalen" PC-Hardware. Auf dem Raspi läuft nun zunächst die Nagios-Installation und er stellt einen SSH-Zugang über die FritzBox von außen zur Verfügung. Weitere Dienste werde ich in nächster Zeit noch implementieren, je nach dem ob ich sie noch benötige oder, wie ich schon bei einigen Programmen vom alten Linux-Server bemerkt habe, ich sie nur zu Testzwecken installiert hatte und schon gar nicht mehr benötige.

Die vertraglichen Down- und Upstream-Geschwindigkeiten werden gemäß den einschlägigen Prüftools sogar fast immer erreicht. Ein Flaschenhals und Geschwindigkeitsbremse ist noch das hier installierte WLAN-Netz, das ich aufgrund der baulichen Gegebenheiten bisher mit einem DLAN-Netz über die Stromleitung betreibe. Hier gibt es eventuell mit der FritzBox und ihrer WLAN-Mesh-Funktion noch Optimierungsmöglichkeiten, allerdings sind dafür wahrscheinlich auch noch einige neue Hardware-Komponenten notwendig. Da in meinem Arbeitszimmer alles über LAN-Kabel läuft, ist der Leidensdruck hier noch nicht so groß. ;-)

Und so bin ich mit dem momentanen Setup erstmal zufrieden und genieße die neue Internet-Geschwindigkeit, die sich gerade beim Download größerer Dateien oder beim Youtube-Streaming bemerkbar macht. Über weitere Änderungen und Experimente auf dem Raspi-Server werde ich euch hier auf dem Laufenden halten.

Rot

Heute bekam ich von einem User eine Mail mit einer Datei, in der angabegemäß eine Zeile rot markiert wurde:

Bild mit pinker Markierung

ROT!

 

Gesehen: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Heute haben wir mit der ganzen Familie "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" im Kino geschaut. Nachdem sowohl ich in meiner Kindheit als auch meine Kinder die Geschichten der beiden in der Inszenierung der Augsburger Puppenkiste im TV gesehen haben, konnten wir uns die brandneue Realverfilmung nicht entgehen lassen. Und was soll ich sagen, wir wurden nicht enttäuscht.

Die Geschichte ist ziemlich nahe am Buch von Michael Ende verfilmt und Fans der Marionetten der Augsburger Puppenkiste werden so in der Geschichte nichts vermissen. Die Umsetzung und die digitalen Effekte sind prima, die Figuren sind liebevoll von den tollen Schauspielern umgesetzt. Für Fans ein absolutes Fest und man kann nur hoffen, dass der zweite Teil der Geschichte auch noch verfilmt wird und in die Kinos kommt. Uns allen hat es sehr viel Spaß gemacht.

Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings. Es ist eine Kindergeschichte und ein Kinderfilm. Für Erwachsene, die keine "Fans" der Ende-Geschichte sind oder mit dieser noch gar keine Berührungspunkte hatten, funktioniert der Film nicht.

Wer sich noch etwas Appetit holen möchte: Hier ist der Kinotrailer bei Youtube.

Das S9YCamp 2018 - Wenn der Hook nicht hooked

Bereits zum vierten mal fand am Wochenende vom 23. bis 25. März 2018 das S9YCamp statt, ein Treffen von Entwicklern und Nutzern der besten Blogengine der Welt. Und erfreulicherweise konnte ich auch dieses Jahr wieder dabei sein.

Wie in jedem Jahr habe ich mich wieder tierisch darauf gefreut, die alten Bekannten wieder mal persönlich zu treffen. Wir sind inzwischen eine ziemlich vertraute Truppe und haben immer viel Spaß zusammen. Am Samstag Morgen ist für mich auch immer eine schöne Laufrunde an der Ruhr drin, die ich - je nach der Menge des konsumierten Rotweins am Freitag - immer mehr oder weniger genießen kann. :-)

Sonnenaufgang über der Ruhr

Natürlich haben wir auch gearbeitet, die Einzelheiten dazu findet man bereits in den Blogbeiträgen der anderen Teilnehmer, so dass ich hier mal auf die Einzelheiten verzichte. ;-)

Mal sehen, was noch so an Artikeln dazu kommt.

Mir hat in diesem Jahr neben dem Klönen und Schnitzelessen besonders viel Spaß gemacht, einmal etwas tiefer im PHP-Code von Serendipity zu stöbern. Mit Unterstützung der altgedienten Cracks, insbesondere von Malte, habe ich jetzt endlich mal die Sache mit den Hooks in der Plugin-API verstanden (auch wenn der Hook manchmal nicht so hooked, wie man es sich gedacht hat) und konnte sogar eine neue Funktion in das Spamblock-Bayes-Plugin einbauen. Und einen kleinen Auftrag für eine Änderung im Core habe ich mir auch noch mit nach Hause genommen, ich bin gespannt, ob ich das hinbekomme.

Für mich war es wieder eine rundum gelungene Veranstaltung, der Weg nach Essen ins Linuxhotel hat sich mal wieder gelohnt. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die schöne Zeit.

Distributions-Erwägungen

Wie man am Titel des Blogposts schon erkennen kann, soll es hier um Linux-Distributionen gehen. Im April wird es mal wieder soweit sein, dass ein Update auf eine neue Linux-Variante auf meinem Hauptrechner ansteht. Bisher werkelt dort ein Kubuntu 16.04 LTS, welches auch noch für weitere drei Jahre Unterstützung und Updates erhält. Warum also wechseln?

Nun, ich nutze Kubuntu jetzt seit der Version 12.04, also seit April 2012. Mein Lieblings-Linuxdesktop ist KDE, weshalb es damals dieser Flavour von Ubuntu wurde. Der erste Plan war damals tatsächlich, die LTS-Variante jeweils die vollen 5 Jahre zu nutzen, um möglichst wenig Arbeit und lange ein stabiles System zu haben. Allerdings stellte sich heraus, dass viele Anwendungen halt innerhalb von zwei Jahren neue Versionen mit neuen Features bekamen, die dann in der alten LTS-Version halt nicht verfügbar waren. Also habe ich dann jeweils in 2014 und 2016 ein Update (keine Neuinstallation) auf die jeweilige neue LTS-Version durchgeführt, was auch immer gut funktionert hat.

Wenn ich diesem Turnus weiter folge, steht also im April diesen Jahres wieder ein Update an und ich habe ein paar Überlegungen angestellt. Zunächst einmal werde ich diesmal kein Update durchführen, sondern eine frische Installation machen. Im Laufe der Jahre hat sich doch einiger Datenmüll in den Verzeichnissen angesammelt und auch die Standardeinstsellungen von KDE und einigen Anwendungen sind wahrscheinlich nicht mehr so State-of-the-Art. Auch überlege ich, ob ich bei Kubuntu bleibe oder mal einen Wechsel zu einer anderen Distribution wage. Und hier kommen die bisherigen Kandidaten.

Kubuntu 18.04

Natürlich ist die neue LTS-Version von Kubuntu ein möglicher Kandidat. Die letzten Jahre hat mir das Ubuntu-Derivat immer gute Dienste geleistet und mich eigentlich nie hängen lassen. Der Erfahrung nach sollte man nach dem Erscheinen der Version noch ein paar Wochen warten, bis eventuelle grobe Bugs noch gefunden und gefixt wurden. Um die Kubuntu-Community ist es allerdings in der letzten Zeit relativ ruhig geworden. Die Frage ist also, ob man sich hier nochmal auf (mindestens) zwei Jahre einlässt.

KDE Neon

Eine Alternative zu Kubuntu wäre KDE Neon. Es handelt sich hierbei streng genommen nicht um eine Distribution. Neon basiert auf Ubuntu und stellt lediglich ein Repository zur Verfügung, dass immer die aktuellsten KDE-Pakete enthält. Dadurch kann man immer die neuesten Versionen der KDE-Programme und des Plasma-Desktops nutzen. Vorteil hier wäre eine aktive Community und die Nutzung von allen aktuellen Features von KDE. Eine Distribution, in der immer aktuelle Versionen von Software eingespielt werden, birgt aber auch immer das Risiko, dass sich Bugs und Intabilitäten einschleichen.

Solus

Solus ist ein kleiner Geheimtipp. Die Distribution wurde von Grund auf neu zusammengestellt, basiert also auf keiner der bekanten großen Player. Der Standard-Desktop "Budgie" ist sehr ansehnlich und super flott und stabil. Die Distribution ist ein Rolling-Release, es gibt also permanente Updates ohne echte Versionssprünge, es werden lediglich zu bestimmten Entwicklungsständen Snapshots für Installationsmedien erstellt, die dann eine Versionsnummer erhalten. Es gibt eine kleine, aber sehr aktive deutsche Community und die Entwickler rund um Ikey Doherty reagieren sehr schnell auf Anforderungen und Probleme. Hier würde ich eine echte Alternative zu meinem bisherigen Favoriten KDE sehen, obwohl in diesem Jahr auch noch eine Version mit Plasma als Desktop-Umgebung erscheinen soll.

Und so werde ich mir die nächsten Wochen noch ein paar Gedanken machen. Zum Glück drängelt mich ja keiner und mein Kubuntu 16.04 wird ja noch ein paar Jährchen unterstützt. ;-) Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, was sich distributionstechnisch bei mir so tut. Und wenn jemand noch weitere Distro-Tipps und -Empfehlungen hat, immer her damit.

BBUGKS-Live Podcast Folge 19 ist online

BBUGKS-Live Logo

Ich habe zusammen mit Oliver mal wieder eine Folge des Podcasts der BlackBerry-User-Group Kassel aufgenommen und das Ergebnis ist jetzt verfügbar. Leider mussten wir diesmal etwas mehr meckern, weil die BlackBerry-News seit der letzten Folge nicht so berauschend waren. Ich hoffe, ihr habt trotzdem ein wenig Spaß beim Anhören.

Für alle BlackBerry-Interessierten gibt es den Podcast zum Anhören und Downloaden drüben im Blogartikel der BBUGKS.

Zu Gast beim Nerdzoom Podcast

Mikrofon Nahaufnahme

Ich bin mal wieder in einem "auswärtigen" Podcast unterwegs gewesen. Marius und Max haben mich netterweise eingeladen, bei einer Ausgabe des Nerdzoom Podcasts dabei zu sein.

Wir haben unter anderem über meine Erfahrungen beim mobilen Bezahlen mit dem Handy gesprochen, aber auch über viele andere Themen wie das Dschungelcamp, Ubuntu 18.04 LTS, Wayland, Xorg, iOS11, ZDnet, Canonical, VLC Media Player und Events diskutiert.

Es hat wieder viel Spaß gemacht, mit den beiden zu Quatschen und ich hoffe, dass ich in Zukunft noch einmal bei einer Folge dabei sein darf. Alle Infos, die Shownotes und den Podcast zum Download findet ihr im Blogartikel zur Folge 9 des Nerdzoom Podcasts.

(Photo by Thomas Martinsen)

Der Termin für das Serendipity-Treffen 2018 steht fest

Ein kurzer Hinweis für alle Nutzer der auch von mir hier genutzten besten Blogsoftware der Welt: Das diesjährige Treffen für Serendipity-Nutzer und -Entwickler findet in diesem Jahr vom 23. - 25. März 2018 statt.

Der Ort ist wie immer das Linuxhotel in Essen. Interessierte erfahren Einzelheiten auf der Event-Seite. Ich freue mich wieder sehr darauf, die Leute aus der S9Y-Community zu treffen.

Neujahr 2018-Edition

Nach einer kurzen Nacht (ich weiß auch nicht, warum ich so früh wieder wach war), den Resten vom gestrigen Raclette und ein wenig Starthilfe durch Kaffee sitze ich jetzt hier an meinem Blog und schreib ein wenig vor mich hin.

Ich wünche euch allen einen guten Start ins neue Jahr 2018, viel Glück und Gesundheit. Auf ein neues.

Im letzten Jahr hatte ich drei Vorsätze aufgeschrieben, einen davon habe ich messbar eingehalten:

Laufschuhe alt und neu mit Kilometerangabe

Einen anderen, nämlich mindestens einmal die Woche zu bloggen, habe ich (ebenfalls messbar ;-) ) nicht eingehalten. :-( Nummer drei ist nicht so leicht zu beurteilen, aber ich glaube, der Vorsatz, sich mehr mit Menschen zu treffen, die mir wichtig sind, ist gefühlt noch ausbaubar. Auf jeden Fall etwas, das ich mir für 2018 auch wieder vornehme.

Man liest sich.

Frohe Weihnachten 2017

Aloha!

Es ist mal wieder der 24. Dezember. Dieses Jahr an einem Sonntag. Das bedeutet, kein Einkaufsstress mehr am Vormittag mit vollen Geschäften, keine schnellen letzten Besorgungen machen, sich nicht durch Mengen manchmal schlechtgelaunter Menschen drängeln. Na ja, so schlimm war es ja die letzten Jahre dann doch nicht. ;-)

Aber trotzdem ist es heute Morgen gefühlt ruhiger als sonst. Ich konnte gemütlich mit der Familie frühstücken und jetzt haben alle noch etwas Zeit, bis es dann heute Nachmittag mit dem Weihnachts-Kaffetrinken losgeht. Uns allen, denen es so gut geht, sollte eben das immer bewusst sein, wenn wir uns über Dinge aufregen, die doch eigentlich Luxusprobleme sind. Ich wünsche euch allen ein paar besinnliche und ruhige Feiertage.

Und wie immer möchte ich auch diejenigen nicht unerwähnt lassen, die an den Feiertagen nicht zu Hause bei ihren Familien oder Freunden sein können, weil sie auf uns aufpassen und sich um kranke oder hilfsbedürftige Menschen kümmern, sei es bei Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizei, Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Danke!

Frieden.

Zum Schluss in guter, alter Tradition noch eine Version meines Lieblingsweihnachtsliedes.

Fairytales of New York. Ed Sheeran und Anne-Marie.

Bitte schön.

 

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