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Debian Wheezy Updateprobleme mit Mysql

Linux

Das tolle an Debian ist ja das problemlose Update des System via apt-get. Bisher hatte ich, besonders innerhalb eines Debian Releases noch nie Probleme beim Update von allen möglichen Paketen. Bis gestern.

Auf einem bestehenden Servern brachte apt-get ein Update des Paketes mysql-server-5.5 mit. Nach dem Download brachte die Konfiguration des Paketes und der damit verbundene Neustart des Sytems  einen Fehler und der Mysql-Dienst startete nicht mehr.

Die paketspezifischen Logdateien waren alle leer, allerdings gab es in /var/log/syslog einige aufschlussreiche Zeilen.

Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: #007/usr/sbin/mysqld: File './mysql-bin.000097' not found (Errcode: 13)
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Failed to open log (file './mysql-bin.000097', errno 13)
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Could not open log file
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Can't init tc log
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Aborting

Die binären Logdateien von mysql liegen standardmäßig in /var/lib/mysql. Dort gab es zwei neue Logdateien, darunter auch die im Logfile genannte mysql-bin.000097. Allerdings gerhörten diese Dateien dem Benutzer root und waren somit vom Benutzer mysql, unter dem der Dienst läuft, nicht lesbar. Nachdem ich den Besitzer der Datei auf mysql geändert hatte, konnte ich den Dienst manuell mit "service mysql start" wieder starten. So weit so gut.

Allerdings gab es immer noch die unkonfigurierten Pakete mysql-server-5.5 und mysql-server. Apt-get versucht bei jedem Update nun, diese Pakete erneut zu konfigurieren, was dann wieder zu dem oben beschriebenen Problem führt. Das ist natürlich kein Dauerzustand.

Nach etwas googlen stellte ich fest, dass dieses Problem in verschiedenen Ausprägungen auftritt. Für meinen Fehler hat folgende Vorgehensweise zum Erfolg geführt:

  • Mysql muss gestoppt sein.
  • In /var/lib/mysql alle Dateien mit "chown mysql.mysql /var/lib/mysql/*" dem Benutzer mysql zuordnen.
  • Im Startscript /etc/init.d/mysql nach der case Zeile "'start')" die Zeile "exit 0" einfügen. Das beendet das Startscript ohne Fehlermeldung, allerdings auch ohne irgendetwas zu starten. ;-)
  • Danach ein "apt-get upgrade" durchführen. Die Konfiguration der Pakete wird jetzt durchgeführt. Dadurch, dass mysql nicht gestartet wird, wird auch der Fehler nicht erzeugt und die Pakete werden als sauber konfiguriert markiert.
  • In /etc/init.d/mysql die zuvor eingefügte Zeile "exit 0" wieder löschen.
  • Mysql mit "service mysql start" starten.

Jetzt sollte alles wieder sauber laufen. Ich hoffe, dass dieser Fehler beim nächsten Update von mysql nicht mehr auftritt.

Habt ihr so etwas auch schon mal auf einem Debian System erlebt? Eventuell hilft dieser Artikel ja jemandem, der ein ähnliches Problem mit einem Mysql-Update hat.

EEE-PC 1002HA mit Debian und KDE

Linux

Diesen Beitrag schreibe ich gerade auf meinem alten Asus EEE-PC 1002HA unter Debian Linux und KDE. Angeregt durch den Podcast von Dirk und Roman habe ich mal den  alten Rechner aus dem Regal geholt und neu installiert. Ich erzähle mal, was ich gemacht habe und wie ich bis jetzt zufrieden bin.

Technische Daten

Der 1002HA hat einen Intel Atom 270 Prozessor, 1GB Hauptspeicher und eine 160GB Festplatte. Der Prozessor ist mit 1,6GHz getaktet. Alles in allem nicht viel Leistung für KDE, das nicht für seine Ressourcenfreundlichkeit bekannt ist.

Grundinstallation

Ich habe also ein Debian Stable (Squeeze) installiert. Bei der Installation habe ich nur die Grundinstallation und die Basissystemwerkzeuge ausgewählt, um danach eine schlanke KDE-Installation durchzuführen.

Nach der Grundinstallation habe ich die /etc/apt/sources.list angepasst, um auf die Backports von Testing zurückgreifen zu können. Folgende Zeilen sind in der Datei dazugekommen:

# backports
deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib nonfree
# iceweasel
deb http://mozilla.debian.net/ squeeze-backports iceweasel-release

Danach habe ich eine Datei /etc/apt/preferences mit folgendem Inhalt angelegt:

Package: *
Pin: release a=squeeze-backports
Pin-Priority: 200

Danach erfolgt die Installation des Xorg-Servers:

aptitude install xserver-xorg-video-all

und danach die KDE-Minimalinstallation

aptitude install kdebase-workspace kde-plasma-workspace kde-l10n-de

Nach einem Neustart des Systems startet nun bereits KDE mit einer minimalen Sofwareauswahl und ohne 3D-Effekt-Schnick-Schnack. So weit, so gut.

Jetzt kommt als Grundausstattung noch ein Browser (Firefox aka Iceweasel), der Networkmanager und ein Mixer für den guten Ton drauf:

aptitude install kmix iceweasel iceweasel-l10n-de network-manager-kde

Kosmetik

KDE ist mit der Version 4.4.5 nicht das frischste und der Aero-Stil kam mit der Grafikkarte  noch nicht so klar, es sah teilweise hässlich aus. Also habe ich noch den Stil "Oxywin" heruntergeladen und als Icon Set "KFaenza", damiit sieht der Desktop schon ganz ordentlich aus und  läuft auch recht flott. Soweit bin ich erstmal zufrieden, die Bootzeit liegt bei 1 Minute und 20 Sekunden inklusive Anmeldung und Start von KDE. Ich werde  jetzt mal weiter damit arbeiten und noch weitere Software installieren und hier darüber berichten.

Ach ja, hier sind noch ein paar Screenshots des Desktops (anklicken für die große Ansicht):





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