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Windows 10 Update in einer Virtualbox unter Kubuntu

Linux

Ich habe auf meinem Kubuntu über Virtualbox eine virtuelle Maschine mit Windows 7 laufen. Dieser wollte ich auch das kostenlose Update auf Windows 10 spendieren. Leider gab das Prüftool von Microsoft den Fehler aus, dass die (virtuelle) Grafikkarte nicht kompatibel zu Windows 10 sei und verweigerte das automatische Upgrade.

Zum Glück gibt es ja das Internet und nach einigem Stöbern fand ich die Lösung. Man kann über das MediaCreation-Tool von Microsoft das Update manuell durchführen, was ich dann auch mit Erfolg getan habe.

Und hier ist die ausführliche Anleitung von "Der Tutonaut", die ich gefunden und genutzt habe:

Tipp: Hardwareprüfung beim Windows 10-Upgrade umgehen

Vielen Dank an Christian Rentrop für diesen Tipp.

Debian 8 erschienen

Linux

Und noch eine Neuerscheinung bei den Linuxdistributionen. Nach Ubuntu und diversen Derivaten hat das Debian-Team die neue Version 8 mit dem Codenamen "Jessie" freigegeben.

Debian-Logo

Neben der Aktualisierung der enthaltenen Software-Pakete dürfte der Wechsel auf das Init-System systemd die größte und umstrittenste Änderung sein. Zusammen mit dem Debian LTS-Projekt vespricht man außerdem, die Version für 5 Jahre mit Sicherheitsupdates zu versorgen. Bisher gab es für Debian-Versionen keine festen Lebenszyklen. Eine Version wurde nach Erscheinen des Nachfolgers immer noch für ein Jahr aktualisiert, danach war Schluss.

Einen guten Startpunkt, um sich einen Überblick über Debian 8 zu verschaffen, ist die Seite mit der Ankündigung des Projekts.

Ich selbst nutze Debian auf einigen Servern, wo ich mir mit dem Update noch etwas Zeit lassen werde. Außerdem nutze ich Debian noch auf meinem Uralt-EEE-PC, wo ich heute schon mal gleich aktualisiert habe und bisher keine Probleme feststellen kann.

Kubuntu 15.04 erschienen

Linux

kubuntu-logo

Quasi zeitgleich zur "Mutter"-Distribution ist heute auch die KDE-Variante von Ubuntu in der neuen Version 15.04 erschienen. Die auffälligste Änderung dürfte der Wechsel zur Plasma 5 Plattform sein, die ein komplett überarbeitetes Design bietet und ein "flüssigeres" Arbeiten ermöglichen soll.

Den ein oder anderen mag das geänderte Design an das neue Windows 10 erinnern. Die Icons sind jetzt auch im allseits zu sehenden Flat-Design und nicht mehr so bunt wie in früheren Versionen von KDE.

Eine Zusammenfassung der Neuerungen erhält man auf kubuntu.org.

Im folgenden Video gibt es einen ersten Eindruck über die neue Oberfläche, die sicher Geschmacksache ist und die Geister wieder scheiden wird.

Ich weiss noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Da ich momentan die LTS-Version 14.04 nutze, werde ich meinen Hauptrechner erstmal nicht updaten. Ich werde die 15.04 aber mal intensiv in einer virtuellen Maschine testen. Wie gefällt euch das neue Aussehen des KDE-Desktops unter Plasma 5?

Twitter Client Choqok mit neuer Version

Linux

Sucht man nach komfortablen Twitter Clients, so ist die Auswahl in den letzten Jahren immer weniger geworden. Grund dafür ist nicht zuletzt die Politik von Twitter, die Nutzer möglichst auf ihrer Webseite zu halten und die Zugriffe auf die API von Fremdclients massiv einzuschränken. Wenn man dann noch ein Linux System nutzt, wird die Luft extrem dünn.

Ich nutze auf meinem Kubuntu-System schon länger den Twitter Client Choqok, der sich eigentlich ganz gut in die KDE Systemumgebung integriert. Er bietet alle wichtigen Twitterfunktionen an und hat eine (für mich sehr wichtige) gelesen/ungelesen Funktion für Tweets. Neben Twitter kann/konnte der Client auch Identi.ca- und Status.net-Accounts bedienen. Es gab allerdings in letzter Zeit wenig Updates und die Version hatte einige Fehler, die zum Teil auch auf dem Alter der aktuellen Version beruhten. So funktionierten zuletzt die beiden oben genannten Account-Arten nicht mehr, da die Plattformen von anderen Organisationen übernommen wurden.

Gestern nun gab es eine gute Nachricht. Nach über einem Jahr haben die Entwickler ein neues Update herausgebracht.

Choqok Version 1.5

Die Version 1.5 enthält einige Neuerungen:

  • Vorschau von Bildern auf twitter.com funktioniert jetzt zuverlässig (Endlich! :-) )
  • Die neuen Plattformen von pump.io und status.net (GNU-Social) funktionieren wieder.
  • Alte, nicht mehr funktionierende Plugins wurden entfernt.
  • Ein neuer Dienst, um gekürzte URLs aufzulösen, wurde eingebaut. Dadurch zeigt ein Mouse-Over über eine gekürzte URL den Original-Link in voller Länge an, sehr praktisch.
  • Es gibt eine Einstellungsoption, mit der man das Icon im Systemtray von KDE abschalten kann.
  • Die Anzahl der verbleibenden Zeichen bei einem Tweet berücksichtigt jetzt die automatisch Kürzung von URLs durch Twitter.
  • Im Kontextmenü eines Users kann man diesen nun direkt an Twitter als SPAM melden.
  • Eine Menge Bugs wurden gefixt.

Chokoq Hauptfenster

Schön, das Choqok noch weiter entwickelt und supportet wird. Ich nutze den Client sehr gern und kann ihn KDE-Nutzern nur wärmstens empfehlen.

Habt ihr noch Empfehlungen für Twitter-Clients unter Linux? Dann ab in die Kommentare damit. ;-)

Weitere Infos:

Blogeintrag mit der Ankündigung der Version 1.5

Liste der behobenen Fehler

 

Debian Wheezy Updateprobleme mit Mysql

Linux

Das tolle an Debian ist ja das problemlose Update des System via apt-get. Bisher hatte ich, besonders innerhalb eines Debian Releases noch nie Probleme beim Update von allen möglichen Paketen. Bis gestern.

Auf einem bestehenden Servern brachte apt-get ein Update des Paketes mysql-server-5.5 mit. Nach dem Download brachte die Konfiguration des Paketes und der damit verbundene Neustart des Sytems  einen Fehler und der Mysql-Dienst startete nicht mehr.

Die paketspezifischen Logdateien waren alle leer, allerdings gab es in /var/log/syslog einige aufschlussreiche Zeilen.

Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: #007/usr/sbin/mysqld: File './mysql-bin.000097' not found (Errcode: 13)
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Failed to open log (file './mysql-bin.000097', errno 13)
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Could not open log file
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Can't init tc log
Nov 25 22:07:13 debian mysqld_safe[12959]: 141125 22:07:13 [ERROR] Aborting

Die binären Logdateien von mysql liegen standardmäßig in /var/lib/mysql. Dort gab es zwei neue Logdateien, darunter auch die im Logfile genannte mysql-bin.000097. Allerdings gerhörten diese Dateien dem Benutzer root und waren somit vom Benutzer mysql, unter dem der Dienst läuft, nicht lesbar. Nachdem ich den Besitzer der Datei auf mysql geändert hatte, konnte ich den Dienst manuell mit "service mysql start" wieder starten. So weit so gut.

Allerdings gab es immer noch die unkonfigurierten Pakete mysql-server-5.5 und mysql-server. Apt-get versucht bei jedem Update nun, diese Pakete erneut zu konfigurieren, was dann wieder zu dem oben beschriebenen Problem führt. Das ist natürlich kein Dauerzustand.

Nach etwas googlen stellte ich fest, dass dieses Problem in verschiedenen Ausprägungen auftritt. Für meinen Fehler hat folgende Vorgehensweise zum Erfolg geführt:

  • Mysql muss gestoppt sein.
  • In /var/lib/mysql alle Dateien mit "chown mysql.mysql /var/lib/mysql/*" dem Benutzer mysql zuordnen.
  • Im Startscript /etc/init.d/mysql nach der case Zeile "'start')" die Zeile "exit 0" einfügen. Das beendet das Startscript ohne Fehlermeldung, allerdings auch ohne irgendetwas zu starten. ;-)
  • Danach ein "apt-get upgrade" durchführen. Die Konfiguration der Pakete wird jetzt durchgeführt. Dadurch, dass mysql nicht gestartet wird, wird auch der Fehler nicht erzeugt und die Pakete werden als sauber konfiguriert markiert.
  • In /etc/init.d/mysql die zuvor eingefügte Zeile "exit 0" wieder löschen.
  • Mysql mit "service mysql start" starten.

Jetzt sollte alles wieder sauber laufen. Ich hoffe, dass dieser Fehler beim nächsten Update von mysql nicht mehr auftritt.

Habt ihr so etwas auch schon mal auf einem Debian System erlebt? Eventuell hilft dieser Artikel ja jemandem, der ein ähnliches Problem mit einem Mysql-Update hat.

Kubuntu 14.04 LTS

Linux

Während ich das hier schreibe, läuft auf meinem Rechner im Hintergrund das Update auf die neue Kubuntu-Version 14.04 LTS. Dies ist wieder einmal eine Version mit verlängertem Support. Sowohl die Server- als auch die Desktop-Version erhält 5 Jahre Support und Updates.

Kubuntu 14.04 LTS

Einige Highlights der Version:

  • KDE 4.13
  • Mozilla Firefox als Default-Browser
  • Muon Suite 2.2 als Software/Paketverwaltung
  • Ein neuer Treiber-Manager verwaltet nun freie und propietäre Treiber einfacher.
  • Der Bildbetrachter Gwenview kann nun leichter mit Plugins versorgt werden.
  • Verbesserte Konfiguration von Touchpads.
  • Der Instant Messenger Telepathy kann nun Kontake gruppieren, die auf verschiedenen Plattformen existieren.
  • Ein neuer Netzwerkmanager mit verbessertem Interface.
  • Mit KDE Connect kann man sein Android Smartphone mit dem Kubuntu Desktop verbinden.
  • und vieles mehr...

Weitere Details gibt es auf der Projektseite von Kubuntu.org. Ich warte jetzt, bis das Update durch ist und schaue mir das dann mal in Ruhe alles an. Wenn es weitere Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr es hier. :-)

Hochzeit im Linuxterminal

Linux

Eigentlich hat man ja mit den Hochzeitsvorbereitungen genug zu tun. Aber Amrutha and Premjith aus Indien hatten noch Zeit, eine witzige Idee für eine Homepage zur Hochzeit umzusetzen. Die Seite verhält sich wie ein Linux-Terminal und man kann die verschiedenen Informationen zur Feier über "Shell-Befehle" abrufen. Sehr coole Idee.

wedding-site

(via Linux und ich)

Schriftarten in Thunderbird ändern

Linux

Da ich gerade wieder das Problem hatte und danach im Netz erst ein wenig googeln musste, schreibe ich es hier mal für die Zukunft auf.

Bei höheren Bildschirmauflösungen kommt es gerade unter Linux manchmal vor, dass im Mailprogramm Thunderbird die Schriftarten von Menüs und in der Mailübersicht zu groß oder zu klein dargestellt werden. Das führt zu Problemen bei der Lesbarkeit oder sieht einfach auch mal hässlich aus. Die Schriftgrösse lassen sich über eine CSS-Datei im Thunderbird-Profil des Nutzers anpassen.

Man findet das Nutzerprofil unter Linux im Homeverzeichnis des Benutzers im Unterverzeichnis ".thunderbird". Dort gibt es dann einen Ordner, der aus einer zufälligen Zeichenkombination besteht, das Standardprofil hat hinter dieser Zeichenkombination ein ".default" angehängt.

mario@fichte:~/.thunderbird/m53h4ule.default$

Zu beachten ist, dass unter Linux der "." vor dem Verzeichnisnamen "thunderbird" bewirkt, dass das Verzeichnis versteckt wird, wenn ihr ein grafisches Tool zur Dateibearbeitung nutzt, müsst ihr also einstellen, dass versteckte Dateien angezeigt werden.

Im Profilverzeichnis gibt es einen Ordner "chrome", wenn der noch nicht existiert, müsst ihr ihn anlegen. In diesen Ordner gehört dann die Datei "userChrome.css" (Groß- / Kleinschreibung unbedingt beachten). Wenn die Datei vorhanden ist, kann man sie einfach ergänzen, wenn nicht, ist sie neu anzulegen. In dieser Datei kann man nun alle Elemente der Benutzeroberfläche mittels CSS-Statements beeinflussen. Uns geht es ja hier um die Schriftgrösse der Menüs und Listen.

Zunächst kann man einfach die Schriftgröße aller Elemente der Benutzeroberfläche mit folgendem Befehl anpassen:

/* Global UI font */
* { font-size: 11pt !important;
} 

Entscheident ist hier der Wert hinter "font-size:". Hier könnt ihr die Schriftgröße angeben. Man kann hier den Wert in pt (Größe in Relation zur Bildschirmauflösung) oder in px (Pixel) angeben, damit kann man einfach mal ein wenig herumspielen. Die Auswirkungen sieht man sofort nach einem Neustart von Thunderbird.

Will man nur die Menüelemente in der Größe verändern braucht es diesen Eintrag:

/* Menu font */
menu, menulist, menuitem { 
  font-size: 12pt !important;
}

Zur Veränderung der Schriftgröße der Baumelemente (Mailkonten) und der Liste der Mails nutzt man:

treechildren {font-size: 12px;}

So könnt ihr die Schriftgrößen ganz nach belieben an eure Vorlieben anpassen. Das ganze funktioniert im Prinzip auch für den Firefox (Profil in ".mozilla/firefox") und natürlich auch unter Windows, hier sind natürlich die jeweiligen Profilverzeichnisse je nach Windowsversion aufzusuchen.

EEE-PC 1002HA mit Debian und KDE

Linux

Diesen Beitrag schreibe ich gerade auf meinem alten Asus EEE-PC 1002HA unter Debian Linux und KDE. Angeregt durch den Podcast von Dirk und Roman habe ich mal den  alten Rechner aus dem Regal geholt und neu installiert. Ich erzähle mal, was ich gemacht habe und wie ich bis jetzt zufrieden bin.

Technische Daten

Der 1002HA hat einen Intel Atom 270 Prozessor, 1GB Hauptspeicher und eine 160GB Festplatte. Der Prozessor ist mit 1,6GHz getaktet. Alles in allem nicht viel Leistung für KDE, das nicht für seine Ressourcenfreundlichkeit bekannt ist.

Grundinstallation

Ich habe also ein Debian Stable (Squeeze) installiert. Bei der Installation habe ich nur die Grundinstallation und die Basissystemwerkzeuge ausgewählt, um danach eine schlanke KDE-Installation durchzuführen.

Nach der Grundinstallation habe ich die /etc/apt/sources.list angepasst, um auf die Backports von Testing zurückgreifen zu können. Folgende Zeilen sind in der Datei dazugekommen:

# backports
deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib nonfree
# iceweasel
deb http://mozilla.debian.net/ squeeze-backports iceweasel-release

Danach habe ich eine Datei /etc/apt/preferences mit folgendem Inhalt angelegt:

Package: *
Pin: release a=squeeze-backports
Pin-Priority: 200

Danach erfolgt die Installation des Xorg-Servers:

aptitude install xserver-xorg-video-all

und danach die KDE-Minimalinstallation

aptitude install kdebase-workspace kde-plasma-workspace kde-l10n-de

Nach einem Neustart des Systems startet nun bereits KDE mit einer minimalen Sofwareauswahl und ohne 3D-Effekt-Schnick-Schnack. So weit, so gut.

Jetzt kommt als Grundausstattung noch ein Browser (Firefox aka Iceweasel), der Networkmanager und ein Mixer für den guten Ton drauf:

aptitude install kmix iceweasel iceweasel-l10n-de network-manager-kde

Kosmetik

KDE ist mit der Version 4.4.5 nicht das frischste und der Aero-Stil kam mit der Grafikkarte  noch nicht so klar, es sah teilweise hässlich aus. Also habe ich noch den Stil "Oxywin" heruntergeladen und als Icon Set "KFaenza", damiit sieht der Desktop schon ganz ordentlich aus und  läuft auch recht flott. Soweit bin ich erstmal zufrieden, die Bootzeit liegt bei 1 Minute und 20 Sekunden inklusive Anmeldung und Start von KDE. Ich werde  jetzt mal weiter damit arbeiten und noch weitere Software installieren und hier darüber berichten.

Ach ja, hier sind noch ein paar Screenshots des Desktops (anklicken für die große Ansicht):





Fehlersuche im VPN

Linux

Gestern Abend saß ich mit einem befreundeten Admin zusammen. Er hatte ein Problem mit einem VPN-Gateway eines Kunden und wir wollten uns zusammen auf Fehlersuche machen. Der Server ist ein IPSEC-Gateway auf Linuxbasis und sollte neben einigen reinen IPSEC-Clients noch ein iPhone mittels L2TP anbinden.

Die Einwahl mit dem iPhone funktionierte auch schon, allerdings waren danach die Server im internen Netz des Kunden nicht erreichbar. Die Konstellation bei dieser Konfiguration ist also wie folgt:

iPhone --> Internet --> IPSEC --> L2TP --> PPP Verbindung --> internes Netz

Also jede Menge potenzielle Fehlerquellen. Da die Verbindung an sich aber zu Stande kam, nahmen wir uns die erste Verdächtige vor.

1. Firewall

Nach eingehender Untersuchung konnten wir hier keinen Fehler feststellen. Eine Blick in die Log-Dateien offenbarte auch keine blockierten Pakete. Also weiter.

2. Konfigurationsdateien

In der Konfiguration mit Openswan als IPSEC-Dienst, xl2tpd als L2TP-Dämon und PPP für die Point-to-Point Verbindung gibt es einige Konfigurationsdateien, die es zu testen galt. Wir prüften die Dateien auf Fehler in den Netzwerkkonfigurationen, das sollte sich später noch als nicht ausreichend erweisen. Die Konfiguration der Netzwerkelemente war in Ordnung, die PPP-Verbindung kam mit den richtigen IP-Adressen zu Stande. Der PPP-Dämon baut eine virtuelle Verbindung zwischen zwei IP-Adressen aus dem internen Netz auf und leitet den Verkehr dann an das physische Netzwerkdevice des VPN-Routers weiter. Dadurch ist kein Routing notwendig, um die virtuelle Adresse des iPhones zu erreichen. Das wird später noch wichtig werden.

3. Netzwerkdevices

Eine kurze Untersuchung der Netwerkdevices der virtuellen PPP-Verbindung mit ifconfig ergab, dass das Device zwar Pakete raus schickte, aber keine zurück kamen. Doch die Firewall? Also noch mal zurück zu 1., dann

4. Ratlosigkeit

Es war schon etwas später, wir wollten schon den Einsatz beenden. Dann wollten wir doch noch einen letzten Versuch machen, den Fehler zu finden.

5. Netzpakete untersuchen

Also noch tcpdump angeworfen, um die Pakete zu untersuchen, die beim Aufbau einer Verbindung zum Exchange-Server so übers Netz gehen. Gesagt, getan, das SYN-Paket geht raus, aber keine Antwort des Exchange. Ah, Moment, da ist noch eine ARP-Anfrage, der Exchange möchte wissen, unter welcher MAC-Adresse er die virtuelle IP des iPhones erreichen kann (es ist ja eine interne Adresse). Offensichtlich bekommt er keine Antwort. Ich ahne etwas. In der Options-Datei der PPP-Verbindung für L2TP gibt es den Parameter "proxyarp", der dafür zuständig ist, dass der PPP-Dämon ARP-Anfrage nach der virtuellen IP mit der MAC-Adresse der Netzwerkkarte des Servers beantwortet. Ein Blick in die Konfigurationsdatei zeigt, das der Parameter schlicht fehlt. Bingo. Parameter eingefügt, Verbindung neu gestartet, alles läuft.

Das ganze hat knapp 3 Stunden gedauert und hätte auch etwas schneller gehen können, wenn wir unter 2. bereits die Parameter in der Options-Datei geprüft hätten, und uns nicht nur auf die Netzwerkparameter konzentriert hätten. Das war zwar ärgerlich, aber wir haben für das nächste Mal auch etwas gelernt, ist auch wichtig.


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