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Ein Monat mit 64Kbits

Noch zwei Tage, dann ist er vorbei, mein ISDN-Geschwindigkeits-Monat. Was war passiert. Am 2. Februar sind zwei blöde Umstände zusammen gekommen. Zum einen hat sich mein Smartphone an diesem Abend irgendwie aus dem heimischen WLAN ausgebucht und zum zweiten ist eine App Amok gelaufen und hat mal über Nacht durch einen fehlerhaften Download mein gesamtes Datenvolumen für den Februar weggesaugt.

Und so begrüßte mich am nächsten Morgen als erstes die gefürchtete SMS von T-Mobile, dass ich für den Rest des Monats mit verminderter Geschwindigkeit surfen würde. Was ein Mist. Zuerst habe ich ja überlegt, ob ich mir ein neues Highspeed-Volumen nachbuche, aber dann habe ich mich dagegen entschlossen und versucht, mal den Monat so durchzukommen.

Nun ist es so, dass ich diesen Monat nicht so viel unterwegs war und somit sehr oft ein WLAN zur Verfügung hatte. An anderen Orten konnte  ich den ein oder andern T-Hotspot nutzen, deren Nutzung in meinem Tarif enthalten ist. So kam ich selten in die Verlegenheit, wirklich im gebremsten Mobilfunknetz zu surfen.

Und wenn es dann mal so war, na ja, man kann auch damit leben. Solange man nur Mails (natürlich ohne Dateianhänge) liest oder man durch Twitter scrollt, geht es ja. Aber schon das Laden der Twitter-Avatare wird mir 64Kbits zur Qual. Wenn man mal ein Bild in einem Beitrag oder einem Facebook-Post in groß ansehen möchte, heisst es warten. Auch die meisten Webseiten, selbst wenn sie mobil optimiert sind, laden nur quälend langsam. Von bewegten Bildern oder Musikstreaming wollen wir mal gar nicht reden.

Alles in allem muss man sagen, dass die übliche Reduzierung der Geschwindigkeit auf diese armseeligen 64Kbit absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Man kann zwar noch die wichtigsten Dinge erledigen, aber das Ganze macht einfach keinen richtigen Spass so. Ich kann ja akzeptieren, dass der Provider hier das Volumen mit LTE- oder HDSPA-Geschwindigkeit limitiert, würde aber sagen, dass eine Drosselung auf zum Beispiel 1Mbit auch ausreichen würde und somit das Internet noch halbwegs nutzbar bleiben würde. Teuer genug lassen sich die Provider ihre Tarife ja bezahlen.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich ab Sonntag wieder mit gewohnter Geschwindigkeit im Netz unterwegs unterwegs sein kann. :-) Und manchmal kann ich es kaum glauben, dass es nicht so lange her ist, dass wir mit ISDN im Netz unterwegs waren, und das eingentlich rasend schnell fanden...

Die Schule, Steuern, Miete und Versicherungen

Diesen Tweet von Naina haben ja viele gelesen, geteilt und kommentiert:

Jetzt hat Zeit Online Naina Gelegenheit gegeben, die Hintergründe des Tweets näher zu erläutern. Hierbei bringt sie auch zum Ausdruck, dass sie ihren Eltern da keinen Vorwurf macht, da sie für Fragen immer offen seien.

Natürlich kann man immer darüber streiten, inwieweit die Schule die Kinder auf "praktische" Dinge im Leben vorbereiten sollte. Wieviel unseres Schulwissens haben wir schliesslich im "richtigen" Leben schon gebraucht?

Ich bin ich ja - auch als Vater - grundsätzlich der Meinung, dass die Schule den Kindern nicht alles beibringen muss (und auch nicht kann). Gewisse Dinge müssen auch vom Elternhaus geleistet werden.

Allerdings erwarte ich natürlich auch von jemandem, der eine Gedichtsanalyse in vier Sprachen schreiben kann, dass er sich notwendiges Wissen aneignen kann, z.B. sich vor dem Abschluss eines Mietvertrages entsprechend zu informieren. Oder halt auch die Eltern einfach mal zu fragen. Auch darauf soll die Schule letztendlich vorbereiten. Die Fähigkeit, zu lernen und neugierig zu sein, zu fördern.

Und für uns Eltern: Es spricht nichts dagegen, den Kindern frühzeitig den Umgang mit eigenem (Taschen-)geld nahzubringen, irgendwann dann auch mit einem eigenen Girokonto. Warum lassen wir die Kinder, wenn sie auf die Volljährigkeit zugehen, nicht einfach mal bei der Erstellung der jährlichen Steuererklärung mithelfen oder zumindestens zusehen. Ich nehme mir das jedenfalls für meine beiden fest vor.

Frohe Weihnachten 2014

Aloha!

Es ist (wieder mal) Heiligabend, wir warten aufs Christkind und der Blogger in mir hat etwas Zeit und Musse, ein paar Grüße an Euch, liebe Leser, loszuwerden.

Ich wünsche Euch ein paar friedliche, gemütliche und gesunde Feiertage. Und vielen Dank an die vielen da draußen, die auch an diesen Tagen auf uns aufpassen und für uns arbeiten.

Natürlich gibt es auch wieder ein wenig Musik. Ich habe wieder eine schönes Cover meines Liebingsweihnachtslieds gefunden. Dieses Jahr singen Gianni und Sarah für Euch und schon allein wegen Sarahs Instrument ist diese Version schon empfehlenswert. ;-)

Vertrauen

Wir waren heute mit den Kindern in einem Tierpark. Dort gab es eine Ralley für die Kinder mit verschiedenen Spielstationen. An einer Station sollten die Kinder uns Eltern durch ein kleines Waldstück führen.

Dazu bekamen wir die Augen verbunden und die Kinder nahmen uns an der Hand und führten uns. Zunächst war das für mich ein komisches Gefühl. Die Rollen waren vertauscht. Vertrauen sonst die Kinder den Eltern und werden von ihnen "geführt" und "geleitet", so musste ich jetzt das Vertrauen aufbringen, das Luca (7) mich sicher durch den Wald führt.

Und ist es nicht für das Kind ebenso schwer, die Verantwortung zu übernehmen und diesmal derjenige zu sein, der auf die Eltern aufpasst und nicht wie sonst umgekehrt?

Die Kinder haben das prima gemacht und wir Eltern haben es auch geschafft, nicht zu mogeln, trotz Dialogen wie:

"Luca, kommt da noch eine Stufe?" "Nein Papa, nur runter." :-)

Eine sehr interessante Erfahrung war es auf jeden Fall.

Urlaub 2014

Jetzt ist er schon wieder vorbei, unser diesjähriger Sommerurlaub. Nachdem wir im letzten Jahr die Nordsee unsicher gemacht haben, waren in diesem Jahr mal wieder die österreichischen Berge dran.

Im kleinen Örtchen Gosau am Dachstein, wo wir schon oft waren und uns daher auch gut auskennen, konnten wir mal wieder die Luft und die Ruhe auf den Bergen beim Wandern geniessen. Wir waren mit einer Gruppe mit mehreren Familien unterwegs, so dass auch die Kinder immer jemand zum Spielen hatten.

Gosausee

Gerade zum Ende unseres Urlaubs hat der Lukas einen Blogartikel zur Internetnutzung im Urlaub veröffentlicht. Ich hatte das BlackBerry dabei und hatte auch einen entsprechenden Tarif gebucht, um in Österreich kostengünstig das Internet am Smartphone nutzen zu können. Es kam nicht so oft wie zu Hause in Einsatz, aber um ab und zu mal die Twitter-Timeline zu checken, das eine oder andere Foto zu sharen oder über Messenger mit den anderen Teilnehmern zu kommunizieren, fand ich es doch ganz praktisch, die Beere dabei zu haben. Ich weiß nicht, ob ich mich im Urlaub mehr entspannen würde, wenn ich das Smartphone zu Hause lassen würde oder zumindest die Internetnutzung abstellen würde. Vielleicht sollte ich das im nächsten Jahr mal ausprobieren?

Alles fliesst

Nun sind wir aber wieder zu Hause und der Arbeitsalltag hat mich schon ein bisschen wieder. In diesem Sinne, ich hoffe ihr hattet auch alle einen angenehmen Sommerurlaub oder werden ihn noch haben. Man liest sich. :-)

Der Kaninchenstall

Kaninchenstall1

Ok, das hier wird etwas persönlicher, als ihr es sonst von mir gewohnt seid. Oben auf dem Bild seht ihr unseren Kaninchenstall (wie man am Wetter sieht, kein ganz aktuelles Foto). Das Ding ist ziemlich groß, 5 Meter breit und ca. 2 Meter hoch.

Mein Vater hatte damals immer Kaninchen - die großen zum Essen - und nach seinem Tod vor 26 Jahren habe ich den Bestand übernommen und weiter gezüchtet. Die Kaninchen waren in einem gemieteten Garten untergebracht und mussten dann in meinen Garten umziehen. Mein Opa, der leider auch nicht mehr lebt,  hat mir dann diesen Stall gebaut. Nach der Geburt unserer ältesten Tochter wurde die Zeit für die Kaninchenzucht knapper, die letzten Jahre waren nur noch kleine Zwergkaninchen zum Streicheln dort zu Hause und seit 5 Jahren steht er gänzlich leer.

Dieses Jahr habe ich mich dann schweren Herzens dazu durchgerungen, den Stall abzubauen. Wir brauchen noch etwas mehr Platz für eine Sitzecke  im Garten. Außerdem verfiel der Stall zusehends durch die Nichtnutzung. Wir haben zunächst versucht, ihn kostenlos an einen Selbstabholer abzugeben, aber bei der Größe und den vorhandenen Schäden war das aussichtslos. Also blieb nur der Abriss.

Heute Morgen war es so weit. Das Abrisskommando in Gestalt von Luca (7) und Papa (ich) rückte an und begann mit dem Abbau. Der Stall wurde sorgfältig zerlegt (also, ich habe versucht, beim Abbau möglichst nichts kaputt zu machen) und das Holz zur weiteren Entsorgung erstmal aufgestapelt.

Und nun ist er weg, ich bin etwas gespalten zwischen der Freude, endlich mehr Platz im Garten zu haben und etwas Wehmut, denn der Stall ist auch eine Erinnerung an meinen Opa und meinen Vater gewesen.

Kaninchenstall2

Manchmal ist es einfach schwer, sich von Dingen zu trennen, die einen schon so lange begleitet haben und an denen viele Erinnerungen hängen, auch wenn man sie eigentlich gar nicht mehr nutzt oder gebrauchen kann.

Tagebuchblog 27-06-2014

Sorry, habe mich in letzter Zeit hier etwas rar gemacht. :-)

@Work

Dieser SEPA-Kram nimmt kein Ende. Leider sind immer noch viele damit überfordert. Bin mal sehr gespannt, wie das am 1.8. wird, wenn die Übergangsfrist endgültig für Firmenkunden beendet wird. Wird spannend.

Bloggen

Ein Grund, warum ich hier so wenig zum Schreiben komme, ist der neue Blog der Blackberry-User-Group Kassel, der mich zeitlich in den letzten Wochen etwas eingespannt hat. Neben der Administration und Gestaltung des Blogs habe ich dort auch ein paar Artikel geschrieben.

Apropos Schreiben, ich merke gerade, dass man auf Country prima bloggen kann. :-D

23. August

Wetter

Hey Sommer, heute hast du ja mal andeutungsweise gezeigt, dass du da bist. War größtenteils sonnig und auch ganz angenehm warm. Nachts hat es aber immer noch Temperaturen unter 10 Grad.

Was uns kaputt macht

Heute mittag war ich mal wieder bei der Fastfood-Kette mit den zwei goldenen Bögen.

Als ich gerade rein gehen will, kommt ein Pärchen raus. Die beiden haben irgendwas "zum Mitnehmen" dabei und gehen erstmal schnurstrags auf den großen Aschenbecher zu. Ich bleib kurz stehen, um noch die letzten Twitter-Nachrichten auf dem Smartphone zu lesen. Die beiden stecken sich ihre Zigaretten an. Sie studiert offensichtlich die Inhaltsstoffe der Sachen, die sie gekauft haben. Dann sagt sie, während beide genüsslich an ihren Glimmstengeln ziehen:

"Da siehst du's. Dieses Natriumhydrogencarbonat, das ist es, was uns kaputt macht."

Should old acquaintance be forgot

Dieses Lied wird ja in den USA traditionell an Silvester gespielt. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll. Soll es bedeuten, dass wir alte Bekannte vergessen sollen, oder dass wir uns an sie erinnern sollen? Oder, dass wir uns daran erinnern sollen, dass wir sie vergessen haben? Jedenfalls geht es um alte Bekannte.

Ja ja, bevor mir hier jemand einen Strick daraus dreht, die obigen Sätze sind eine Anleihe aus einem meiner Lieblingsfilme, "Harry und Sally" von Rob Reiner aus dem Jahr 1989. Wie komme ich darauf? Vorletzte Nacht habe ich von jemandem geträumt, zu dem ich jetzt seit 13 Jahren keinen Kontakt mehr hatte (komisch, was einem das Gehirn so nachts auftischt). Obwohl wir räumlich nicht sehr nah beieinander wohnten, hatten wir doch immer mal wieder Kontakt, haben uns gelegentlich besucht oder geschrieben (mit Papier und Post und so :-) ). Doch dann, kurz nach meiner Hochzeit ist der Kontakt irgendwie abgerissen und es war in den letzten 13 Jahren Funkstille. Ist das nicht schade?

Sicher, jeder Mensch entwickelt sich ja weiter, man hat mit 40 andere Interessen als mit 20, lernt neue Menschen kennen und verkehrt in anderen Kreisen. Manchmal passiert es dann einfach, dass jemand aus dem alten Bekanntenkreis einfach verloren geht, obwohl man sich nie gestritten oder (für immer) verabschiedet hat. Durch die sozialen Medien findet man eventuell den ein oder anderen alten Bekannten wieder, schickt eine Freundschaftsanfrage auf Facebook und Co. und vielleicht keimt der Kontakt wieder auf. Oder nicht. Man findet nicht mehr zusammen, hat vielleicht auch keine gemeinsame Basis mehr, die alte Bekanntschaft ist einem sogar peinlich.

Wichtig finde ich, die Erinnerung an die Menschen zu bewahren, mit denen man lustige, traurige oder aufregende Dinge erlebt hat. Und wenn sich eine Gelegenheit zur Kontaktaufnahme ergibt, warum sie dann nicht nutzen, einfach aus Spaß oder aus Neugier? Man muss natürlich damit rechnen, keine Antwort zu bekommen oder eventuell abgewiesen zu werden, aber den Versuch ist es allemal Wert.

Denn leider haben wir alle keine Polizeinotrufzelle, mit der wir zum Schluß nochmal schnell durch Raum und Zeit reisen können, um alle Menschen zu besuchen, die unseren Lebensweg gekreuzt haben. ;-)

The Doctor in the rain

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