K1 war im hessischen Landtag

K1 (16) war letzte Woche im Rahmen den PoWi-Unterrichts im hessischen Landtag und kam einigermaßen entsetzt zurück, weil

  • ein Großteil der Abgeordneten mit Unterhaltungen, mit dem Smartphone oder einem Laptop beschäftigt waren, anstatt den jeweiligen Rednern zuzuhören.
  • die einzelnen Redner ihre Vorträge wohl eher lustlos vortrugen und vielfach keine Lösungsansätze für die angesprochenen Probleme lieferten. ("Wenn wir so ein Referat abliefern würden...")
  • ein Abgeordneter beim Gespräch in ihren Augen nicht sehr qualifiziert antwortete. So seien wohl die Eltern schuld an der Krise des Bildungssystems, weil sie den Kindern zu Hause keine Freude an Musik und Kunst (sic!) vermitteln würden. Auf die Frage, ob man die Sorgen der Schüler über den Klimawandel ernst nehmen würde, gab es die Antwort: Wenn die Schüler ihr Abitur hätten und ein Studium abgeschlossen, dann könnten sie es ja selbst besser machen.

So richtig vertrauenerweckend fand sie die Arbeit des Parlaments jedenfalls nicht. Die Schilderungen sind natürlich aus der persönlichen und selektiven Wahrnehmung eines Teenager heraus. Mir gibt es allerdings schon zu denken, wenn Schüler mit solchen Eindrücken und Erfahrungen konfrontiert werden, wenn sie erste Kontakte zur Landes- oder Bundespolitik haben.