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Die Schule, Steuern, Miete und Versicherungen

Diesen Tweet von Naina haben ja viele gelesen, geteilt und kommentiert:

Jetzt hat Zeit Online Naina Gelegenheit gegeben, die Hintergründe des Tweets näher zu erläutern. Hierbei bringt sie auch zum Ausdruck, dass sie ihren Eltern da keinen Vorwurf macht, da sie für Fragen immer offen seien.

Natürlich kann man immer darüber streiten, inwieweit die Schule die Kinder auf "praktische" Dinge im Leben vorbereiten sollte. Wieviel unseres Schulwissens haben wir schliesslich im "richtigen" Leben schon gebraucht?

Ich bin ich ja - auch als Vater - grundsätzlich der Meinung, dass die Schule den Kindern nicht alles beibringen muss (und auch nicht kann). Gewisse Dinge müssen auch vom Elternhaus geleistet werden.

Allerdings erwarte ich natürlich auch von jemandem, der eine Gedichtsanalyse in vier Sprachen schreiben kann, dass er sich notwendiges Wissen aneignen kann, z.B. sich vor dem Abschluss eines Mietvertrages entsprechend zu informieren. Oder halt auch die Eltern einfach mal zu fragen. Auch darauf soll die Schule letztendlich vorbereiten. Die Fähigkeit, zu lernen und neugierig zu sein, zu fördern.

Und für uns Eltern: Es spricht nichts dagegen, den Kindern frühzeitig den Umgang mit eigenem (Taschen-)geld nahzubringen, irgendwann dann auch mit einem eigenen Girokonto. Warum lassen wir die Kinder, wenn sie auf die Volljährigkeit zugehen, nicht einfach mal bei der Erstellung der jährlichen Steuererklärung mithelfen oder zumindestens zusehen. Ich nehme mir das jedenfalls für meine beiden fest vor.

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Kommentare

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Besim Karadeniz am :

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Ich bin ja der völlig altmodischen Meinung, dass man einen Mietvertrag am ehesten versteht, wenn man ihn auch mal liest, was letztlich für die allermeisten Verträge so gilt. Aber schon damit haben viele Leute schwere Probleme.

Mario Hommel am :

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Ja, aber könnte (oder müsste) die Schule mehr dafür tun, diese Fähigkeit zu fördern?

Besim Karadeniz am :

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Eigentlich sollten das die Eltern machen, denn die können letztlich dieses Erlernte auch am ehesten "einüben" und "prüfen", mit der Schule gehen die wenigsten in irgendeiner Form Verträge ein.

Das Thema Versicherungen ist dann schon differenzierter, aber warum soll ausgerechnet die Schule dafür sorgen, dass Versicherungen dann weniger ihre Produkte erklären müssen?

Ein gewisses Lebensrisiko müssen wir uns allen zugestehen, sonst sind wir schnell dabei, dass wir Freiheiten beschneiden, auch wenn das im Einzelfall nicht sofort klar wird. Zum allgemeinen Lebensrisiko gehören meiner Meinung nach auch viele Entscheidungen für Sinnloses. Wer ohne Sinn für allgemeine Vorsicht aufwächst, dem kann das auch die Schule kaum sinnvoll beibringen.

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