Dokumentieren im Wiki

Als Administrator hat man eine eher lästige Pflicht. Man muss seine Arbeit dokumentieren. Kommt zunächst immer etwas Misstrauen hoch, wenn man aufgefordert wird, sein Wissen aufzuschreiben, so muss man nach rationeller Überlegung doch die Notwendigkeit einer Dokumentation erkennen.

Als verantwortungsbewusster Admin muss einem klar sein, dass man immer plötzlich mal ausfallen kann und dass dann der Betrieb weiterlaufen muss und nicht von der Anwesenheit einer Person abhängig sein darf.

Ein anderer Aspekt ist der, dass ich immer mal wieder Aufgaben erledigen muss, die nicht so häufig vorkommen. Ich bin dann froh, wenn ich auf eine Anleitung zurückgreifen kann, die ich einmal erstelle und mich dann immer wieder daran langhangeln kann. Schlussendlich ist auch die Übertragung von Aufgaben an Kollegen einfacher, wenn bereits eine Dokumentation existiert.

Als optimales Werkzeug zum Dokumentieren funktionieren für mich Wikis. Die einfache Bedienung, Verfügbarkeit an verschiedenen Orten und Rechnern und die Möglichkeit, mit mehreren Kollegen an den Dokumenten arbeiten zu können, ist für mich die optimale Lösung.

Als Wiki-Engine nutze ich zur Zeit meistens Dokuwiki. Die Engine legt die Daten in lesbaren Textdateien ab und benötigt auf dem Webserver lediglich PHP. Die Installation ist super einfach und schnell erledigt. Mit den zahlreichen Templates kann man das Aussehen des Wikis variieren. Es gibt auch Templates, mit denen sich Dokuwiki durchaus auch als CMS nutzen lässt, ohne dass man beim Ergebnis auf eine Wiki-Engine als Backend tippen würde.

In Zusammenarbeit mit den Kollegen entsteht über das Wiki ein Pool an Dokumentationen, die die alltägliche Admin-Arbeit erleichtern. Durch die Wiki-Technologie entstehen aus anfänglich sehr übersichtlichen Texten in Checklisten-Form oftmals umfangreiche Dokumentationen.

Wie sieht das bei anderen Admin-Kollegen aus. Ist ein Wiki auch für euch die optimale Dokumentationsplattform und wenn ja, welche Engine benutzt ihr?

Bloglines macht dicht

Trotz Twitter, Facebook und anderer sozialer Netze gibt es noch etliche Dinosaurier wie mich, die das Netz noch über einen guten alten Feedreader im Auge behalten. Seit Jahren nutze ich den Dienst von Bloglines, um webbasiert auf meine abonierten Feeds zugreifen zu können.

Als Nutzer der (Dauer-)Beta war ich schon mal genervt von der oftmals schlechten Performance des Dienstes, aber die Funktionalität kam meiner Leseweise sehr entgegen und man muss ja nicht alles mit Google machen. ;-)

Gestern verkündete der Betreiber ask.com nun das Aus für den Reader. Am 1. Oktober macht Bloglines dicht. Die Gründe beschreiben die Betreiber auf blog.ask.com:

As Steve Gillmor pointed out in TechCrunch last year , being locked in an RSS reader makes less and less sense to people as Twitter and Facebook dominate real-time information flow. Today RSS is the enabling technology – the infrastructure, the delivery system. RSS is a means to an end, not a consumer experience in and of itself. As a result, RSS aggregator usage has slowed significantly, and Bloglines isn’t the only service to feel the impact.. The writing is on the wall.
 


Durch die  Nutzung sozialer Netze ist die Nutzung von Feedreadern dramatisch zurückgegangen. Eine starke Konkurenz wie der Google-Reader dürfte es allen Online-Feedreadern schwer machen, noch Nutzer an sich zu binden. Bis zum ersten Oktober haben die Nutzer nun Zeit, ihre Abos zu exportieren und auf andere Dienste umzusteigen. Ich werde jetzt auch mal den Google-Reader testen, denn trotz aller Social-Streams ist mir das gemütliche Lesen und stöbern durch meinen Feedreader immer noch lieb und teuer.

Wie geht es euch, nutzt ihr noch Feedreader oder holt ihr euch die täglich Infodosis inzwischen auf anderen Wegen?


tweetbackcheck