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Kommt Blackberry nochmal auf die Beine?

Vor ein paar Tagen schrieb Jan bei BB-10.de einen Artikel mit dem Titel "Warum kommt Blackberry nicht voran?". Er bringt einige Argumente, warum der Smartphone-Hersteller derzeit nur negative Presse bekommt und warum der Marktanteil ständig sinkt. Ich möchte hier noch einige Dinge hinzufügen, die mir beim Lesen des Artikels noch so durch den Kopf gegangen sind.

Wer diesen Blog regelmäßig liest weiss, dass ich ein Blackberry-Fan bin. Ich bin begeistert vom Konzept und der Bedienung der Geräte (sowohl die alte Architektur als auch die neuen BB10-Geräte). Ich finde, die Geräte ermöglichen mir ein sehr effizientes Arbeiten und helfen mir, die verschiedenen Informationskanäle im Blick zu behalten und nicht die Übersicht zu verlieren. Das Konzept des HUB in BB10 finde ich genial. Wenn man sich so lange mit einem System beschäftigt, wird man natürlich auch voreingenommen. Das sei dem Folgenden nur vorangestellt.

Die Marktmacht von iOS und Android

Gefühlt jeder Smartphone-Nutzer in meiner Umgebung (bis auf die, die ich bereits missioniert habe :-) ) hat ein iPhone oder Android-Gerät. Das ist nun mal so. Wenn sich jemand ein neues Smartphone zulegt, orientiert und informiert er sich bei Bekannten und über Werbung, vielleicht sogar über die Fachpresse. Ein Blackberry wird er dort meist nicht vorfinden. Ich denke, dass viele "Otto-Normal-Verbraucher" die Marke gar nicht kennen. Also wäre die Maßnahme von Blackberry hier Werbung, Werbung und nochmals Werbung. Ich meine, hey, Apple mach Werbung damit, dass das iPhone Fotos machen kann! Und diese Werbung hört sich gut an, sieht gut aus und fühlt sich auch gut an. Warum kriegt es Blackberry nicht hin, in der Werbung präsenter zu werden und zu zeigen, was die Geräte alles können.

Die alten Stärken sind kein Alleinstellungsmerkmal mehr

Woher kam der frühere hohe Marktanteil? Blackberrys waren die ersten Geräte, die E-Mail, Kalender und Kontakte direkt auf das Smartphone brachten, in Echtzeit, ohne dass man ständig die Inbox checken muss oder das Gerät per Kabel mit dem Computer synchronisieren musste. Blackberrys wurden das Statussymbol für Manager, die damit überall und ständig in Kontakt mit der Firma sein konnten. Die Nutzung weitete sich aus, denn aufgrund der sicheren Infrastruktur und der Kontrollmöglichkeit, die der Blackberry Enterprise Server bot, konnte man die mobile Nutzung auch auf andere Bereiche ausdehnen.

In manchen wirtschaftsschwachen Regionen und Ländern war der Blackberry ein relativ günstiges Gerät, mit dem man per Blackberry Messenger in Kontakt bleiben konnte, ohne das SMS Budget zu belasten.

Überhaupt war der Blackberry Messenger ein Killerfeature, in Echtzeit chatten, Bilder und Dateien tauschen, Gruppen bilden mit gemeinsamen Kalendern, Aufgabenlisten usw.

Wie sieht es heute aus. Push und OTA-Synchronisation können alle. Es gibt viele Dienste, die ein ähnliches Devicemanagement bieten wie der Blackberry Enterprise Server. Und der BBM, ich sag nur WhatsApp.

Blackberry hat nur die Chance, all diese Dinge wieder besser zu machen als die anderen. Nur das gleiche wie alle anderen zu können und anzubieten wird nicht ausreichen, um den Marktanteil wieder zu erhöhen. Und dann sind wir wieder bei dem Punkt, diesen Mehrnutzen auch an die Konsumenten weiter zu geben.

Anstatt wie früher von der IT-Abteilung einen Blackberry aufgedrückt zu bekommen, muss es nun in Zeiten von "Bring your own device" das Ziel sein, dass Mitarbeiter mit ihrem privaten Blackberry 10 Gerät zum Arbeitgeber kommen und die Integration ins Firmensystem fordern.

Das leidige APP-Thema

Es gibt zu wenig Apps für Blackberry. Stimmt das? Ich glaube nicht, dass man 3 Millionen Apps benötigt. Aber man braucht die richtigen. Wenn sich Smartphone Nutzer über ihre Geräte unterhalten, empfehlen sich sich Apps und Spiele. Es ist immer doof, wenn der Blackberry Nutzer dann daneben steht und feststellen muss, dass es diese App für sein Gerät nicht gibt.

Die meistgenutzten Apps müssen zur Verfügung stehen, sonst lehnen neue Benutzer das Sytem ab. Das wichtige Anwendungen wie eben WhatsApp und Skype erst lange nach dem Start des Z10 und Anwendungen wie Instagram bis heute noch nicht zur Verfügung stehen, ist ein Grund für viele Kunden, kein Blackberry zu kaufen.

Essentielle Apps wie z.B. Facebook müssen einen guten Funktionsumfang haben. Warum eine so wichtige Funktion wie das Teilen auch nach fast einem Jahr noch nicht in der BB10-App zu finden ist, ist mir ein Rätsel. Leute, lest doch die Benutzerwünsche in den Rezensionen der Apps und gebt ein bisschen mehr Power in die Entwicklung. Das es anders geht, zeigen so hochwertige Apps wie die Twitter-App Blaq. Das ist gut für das "haben will"-Gefühl der Kunden.

Und es muss Anreize für Firmen und Entwickler geben, ihre Apps auch für die BB10-Plattform zur Verfügung zu stellen. Leider weiss ich bei jeder Werbung (auch von regionalen Unternehmen), in der von "nutzen sie unsere App" die Rede ist, dass ich diese für mein Smartphone nicht bekommen werde. Genau das bestärkt die "es gibt zu wenig/keine Apps für Blackberry"-Meinungen. Andererseits, warum sollte eine Firma eine kostenlose App für eine Plattform entwickeln, über die sie nur sehr wenig Benutzer erreicht. Ein Teufelskreis.

Gibt es eine Zukunft für Blackberry?

Ich weiß es nicht. Nach all meinem Gemecker da oben will ich trotzdem sagen, dass ich mein Z10 sehr gern benutze und es momentan auch nicht gegen ein iOS, Android oder Windows Phone tauschen würde. Ich möchte die Bedienung und das "Feeling" des Geräts nicht missen.

Es ist an Blackberry, das System über Werbung bekannter zu machen, Anreize für App-Entwicklung zu schaffen und auf die (noch) treue Nutzerschaft zu hören und diese nicht zu enttäuschen. Dann wird es vielleicht auch in ein paar Jahren noch Blackberrys geben. :-)

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Hommel-Net Weblog am : Von Fanboys und Geizhälsen

"Von Fanboys und Geizhälsen" vollständig lesen
Regelmäßige Leser wissen, dass ich ein alter Blackberry-Fan bin. Ich nutze auch lieber Linux als Windows oder OSX und bin in Diskussionsrunden auch gern Fürsprecher und Verteidiger meiner &quot;Lielingssysteme&quot;. Trotzdem fand ich in d

Kommentare

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Tuncay Yilmaz am :

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Hi,

Also das mit den apps hast du vollkommen recht da hat BlackBerry keine Chance auf dem markt, Ich hatte etliche BlackBerrys auch die BB10 Modelle (Q10-Z10) und die kotzen mich sowas von an die BlackBerry Geräte sind so geil für mich die besten Geräte aller Zeiten (Qualität, Stabilität usw) aber jetzt hab ich mir mal ein Samsung Galaxy Note 2 LTE gekauft und getestet, was soll ich sagen ausser der Qualität ist es der Hammer schlecht hin und jetzt? Man BlackBerry mach mal was das gibt's doch nicht! Ich kann mit meinem Note2 alles aber auch alles machen was ich will draußen drinnen Zuhause auf der Arbeit im fitnessstudio egal wo egal wo und schnell, brauch ich all die apps Nein aber wenn ich es mal brauche HABE ich es. Bitte wach auf und check endlich die scheiß app Auswahl BlackBerry BITTE!

Mario Hommel am :

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Zumal auch viele Nutzer dazu bereit sind, für eine gute App auch ein paar Euro zu bezahlen.

Besim Karadeniz am :

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Ich will da doch mal eine Strategie in die Diskussion werfen: Warum nicht zukünftige Blackberry-Geräte auf der Android-Plattform aufsetzen lassen oder zumindest einige Geräte? Den Weg geht Amazon recht eindrucksvoll und es scheint sich für sie auch zu lohnen.

Man könnte so einen Android-Blackberry mit einem festen Blackberry-Kern ausstatten, so dass man den Blackberry-Kernel nicht so ohne weiteres entfernt bzw. manipuliert bekommt und könnte so den Markenkern des sicheren Messagings (wie auch immer) weiter aufrechterhalten.

Besim Karadeniz schrieb auch: Stand von CyanogenMod auf dem Samsung Galaxy S2.

Mario Hommel am :

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Die Frage ist, ob es dann nicht ein weiteres Android-Smartphone unter vielen ist.

Andererseits öffnet man ja die Technologie auch für andere Plattformen, in dem man mit dem Blackberry 10 Service nun auch iOS und Android Geräte managen kann. Und die Portierung des Blackberry Messenger auf die anderen Plattformen läuft ja auch schon.

mimi am :

*

Ohne BIS und BES sind die BB Smartphones für den normalen Konsumente nur eingeschränkt nutzbar. Das hat sich zwar mit os 7.1 ein wenig geändert, aber ohne Firmennetzanbindung sind eben doch einige Funktionen sinnlos.

Dann:

Die BB Webseite wird zunehmend unübersichtlicher. Für manche software-downloads (ältere) brauche ich unbedingt den IE, damit es am Ende dann doch nicht funktioniert.

Dann:

Bevor ich mir das neueste BB smartphone kaufe muss ich STUNDEN! bis TAGE! Webseiten wälzen, um z.Bsp. festzustellen, ob der Blackberry presenter (ein Hauseigenes Gerät!!!) von meinem BB, mit meinem ios unterstützt wird oder nicht. Tut er übrigens nicht! Für mich völlig unverständlich! Das ist doch ein "Business-device", DAS Kerngeschäft von BB!? Würde Apple nie machen! Die wollen verkaufen!

Dann:

Ich kann mich ums verrecken nicht mit meiner BB-ID auf der BB-Webseite anmelden. Alles versucht!!

Dann:

Der BB-support besteht lediglich darin, auf "BB-Fan-Webseiten" zu gehen. Nach dem Motto: User helfen user, um dann lediglich "geht nicht" als Antwort zu bekommen.

Mein Fazit: Wie kann man auf der einen Seite bemängeln, daß sich nur eine verschwindend geringe Menge an Menschen BB-Produkte kauft, und gleichzeitig weht auch in diesem Artikel der Nimbus des "exklusiven" Nutzerkreises. Wer von meinen Bekannten will schon ein BB-Handy kaufen, wenn er mich die ganze Zeit stöhnen hört, weil wieder mal "Das" mit "Dem" inkompatibel ist.

-siehe BlackBerry-presenter!!!!! Bestes Beispiel!!! Nicht mal ein Nachfolger wird angeboten!!!

Aber hauptsache genug Spiele in der App-World!

Wenn die Webseite unübersichtlich ist und der support in Form von (überwiegend hilfreichen, aber doch nicht immer!) youtube-videos stattfindet. Da braucht es schon bbsak, daß ich das handy nicht aus dem Fenster werfe!

BlackBerry ist zu "restricted", zu viele Wände gegen die man läuft. Mittlerweile zu kompliziert, zu unübersichtlich hinsichtlich ihrer Webseite, der Modelle und ios Generationen.

Meine Prognose? Blackberry wird wahrscheinlich untergehen! Niemand wird sein gutes Geld da noch hinein stecken wollen, wenn sich nichts ändert! Vielleicht wird BB oder RIM gekauft, um dann in 2-3 Jahren einfach zu verschwinden....

Andreas am :

*

Tja, was soll ich sagen, Gott sei Dank bin ich auf diese Seite gestoßen und habe mich vor dem geplanten Kauf eines Q10 hier informiert. Auch schon einiges dazu geschrieben, mit dem Ergebnis, es wurde kein Q10 sondern ein Huawei P6. Huawei hat es genau richtig gemacht sich das beste aus zwei Welten abgeschaut und dann ein Produkt entwickelt was ich nicht mehr missen möchte. Oberfläche / Bedienung wie ein IPhone und Adorid als Betriebssystem aber mit einer Systemebene wie IOs, schnell intuitivv zu bedienen. Nun für mich das Entscheidene die Synchronisation mit Outlook, einfach, unkompliziert und effektive. Und nicht so ein Unfug wie bei BB. Kurz um Klasse, so soll und muss es sein. Dafür verzichte ich auch gerne auf meine Querztastatur. Und in Kombination mit mein MyPhoneExplorer als Syn-Programm bekomme ich mein Grinsen nicht mehr unterdrückt. Nehmt Euch BB da einmal ein Beispiel dran, hoffentlich ist es dafür nicht zu spät.

Andreas

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