Nextcloud AIO: Entfernte Repositories für eingebautes BorgBackup

Nextcloud dürfte vielen als universelle Opensource-Software für eine eigene Cloudlösung bekannt sein. Speziell für das Selfhosting empfiehlt Nextcloud eine Installation über die All-In-One-Lösung „AIO“. Hierbei wird die Nextcloud und alle benötigten Komponenten über eine automatisierte Docker-Lösung installiert und kann über ein Web-Interface aktualisiert und verwaltet werden.

Der Vorteil ist, dass auch Zusatzkomponenten wie das gemeinsame Bearbeiten von Office-Dateien einfach hinzugefügt werden können. Die Installation und Integration in das Nextcloud-System übernimmt das AIO-Interface über die jeweiligen Docker-Container automatisch. Gerade für kleinere selbstverwaltete Clouds ist das eine sehr bequeme und schnelle Art, das System zu installieren und aktuell zu halten.

Im Web-Interface kann man auch eine eingebaute Backup-Lösung auf der Basis von BorgBackup konfigurieren. Bisher war es allerdings nur möglich, als Backup-Ziel ein lokales Verzeichnis auf dem Server anzugeben. Mit der neuen Version des Mastercontainers 10.0.0 kann man nun auch, wie es bei BorgBackup üblich ist, entfernte Repositories angeben, die dann direkt über das SSH-Protokoll angesteuert werden.

Das entfernte Repo wird entweder im Format

user@hostname:/path/to

angegeben, wenn der SSH-Dienst auf dem Ziel auf dem Standard-Port 22 erreichbar ist. Alternativ könnt ihr aber auch das Format

ssh://user@hostname:[port]/path/to/repo

nutzen, um einen anderen Port auf dem Zielhost anzugeben.

Danach müsst ihr einmal den Button „Create Backup“ anklicken, woraufhin AIO einen SSH-Key erstellt, diesen anzeigt und versucht, sich mit diesem Key zu verbinden. Dieser Versuch läuft zwangsläufig auf einen Fehler. Der erzeugte SSH-Key muss jetzt noch auf den entfernten Server kopiert werden, danach führt ein erneuter Klick auf „Create Backup“ zum erfolgreichen ersten Backup.

Wenn das erste Backup erstellt ist, könnt ich noch andere Dinge wie Logging und automatische regelmäßige Backups einstellen, wie man es auch schon bei den lokalen Repositories kannte.

Eine ausführliche Anleitung hierzu steht im all-in-one Git-Repository zur Verfügung.

Who Wants To Live Forever

Andrea Bocelli und Brian May. Uff.

https://youtu.be/bD_c84faLws?si=9NizL3vf2hsTwp40

In vim mit root-Rechten speichern

Ist euch das nicht auch schon passiert, dass ich mit vim eine Datei editiert habt und dann beim Speichern bemerkt, dass ihr keine Schreibrechte auf die Datei habt?

Jochen Lillich hat in seinem Blog einen Tipp, wie ihr die Datei mit root-Rechten speichern könnt:

:w !sudo tee %

Dieser Befehl speichert die Datei, danach könnt ihr sie mit :q! verlassen und die Warnungen ignorieren, die Änderungen sind dennoch gespeichert.

Alles weitere zur Funktionsweise des Befehls erfahrt ihr in Jochens Blogpost.

Firefox-Übersetzungs-Poesie

Der Firefox Webbrowser hat seit einiger Zeit eine eigene Funktion zum Übersetzen von Webseiten. Neulich hatte ich einen Artikel in Wallabag auf Deutsch übersetzt, wobei Firefox auch die englische Menüleiste mit übersetzt hast. Das Ergebnis ist ein wenig poetisch und ich möchte es mit euch teilen.

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Probleme?

Probleme mit minicom und einem Aruba 6300 Switch

Zu meinem Job beim Schulträger unseres Landkreises gehört auch die Administration der Netzwerkinfrastruktur in den Schulen. Die von uns genutzten Aruba 6300 Switches haben einen seriellen Konsolenanschluss im USB-C Format. Über diesen Port führe ich normalerweise routiniert die Konfiguration der Switches mit meinem Kubuntu 22.04 Laptop, einem USB-C Kabel und dem Tool minicom durch.

Nach dem Anschließen des Kabels am Laptop meldet sich der Switch auf der Schnittstelle /dev/ttyACM0 und ich verbinde mit mit minicom -D /dev/ttyACM0 und kann den Switch über die Konsole bedienen.

Diese Routine wurde heute je durchbrochen, als ich nach dem Anschluss des Kabels an meinen Laptop das vertraute Device nicht finden konnte. Stattdessen erstellte Kubuntu das Device /dev/ttyUSB0. Na gut, dann eben flux damit verbunden aber: Nach dem Verbinden mit der Switch-Konsole konnte ich keine Eingaben machen. Die Ausgaben des Switches konnte ich aber problemlos mitverfolgen. Der Versuch mit einem zweiten Switch der gleichen Baureihe ergab das gleiche Ergebnis.

Ein wenig Googeln brachte den Tipp, in den Settings von minicom die “Hardware Flow-Control” auf “Nein” zu setzen und siehe da, nun konnte ich auch wieder Eingaben in der Konsole machen.

Das Problem ist nun zwar praktisch gelöst, allerdings weiß ich noch nicht, worauf diese Änderung des Verhaltens zurückzuführen ist. Da sich an den Switch-Modellen nichts geändert hat, habe ich eine Software-Änderung bei meinem Kubuntu Laptop in Verdacht. Aber vielleicht hat jemand von euch dazu eine Idee, ich bin für sachdienliche Hinweise dankbar.

Serendipity 2.5.0

Serendipity - auch kurz S9Y - ist das Stück Opensource Software, mit dem dieser kleine Ort hier im Internet seit April 2006 betrieben wird. Und so ist es mir eine Pflicht aber auch ein Bedürfnis, darauf hinzuweisen, dass in der letzten Woche die Version 2.5.0 der besten Blog-Engine der Welt erschienen ist.

Das Hauptaugenmerk der neuen Version liegt in der Unterstützung von PHP8.2, im Hintergrund wurden aber auch viele Bibliotheken und Abhängigkeiten aktualisiert. Vielen Dank an alle Entwickler, die dieses kleine Softwareprojekt immer noch unterstützen und dazu beitragen. Happy blogging!

Terminal-Ausgabe in die Zwischenablage umleiten

Ich bewege mich ja viel und oft im Linux-Terminal, um verschiedene Aufgaben zu erledigen. Manchmal ist es ganz nützlich, wenn man die Ausgabe des Terminals über die Zwischenablage in anderen Programmen weiter verwenden kann. Zwar hat man immer die Möglichkeit, die Ausgabe zu kopieren und mit den gängigen Methoden (Strg-C oder über Menübefehle der Konsolen-Anwendung) in die Zwischenablage zu befördern, allerdings ist das nicht immer praktikabel. Wenn zum Beispiel die Ausgabe so umfangreich ist, dass sie den Inhalt einer Bildschirmseite überschreitet, wird das Markieren ziemlich mühsam.

Abhilfe schafft hier das kleine Tool xclip, das ihr auf den meisten Distributionen über den jeweiligen Paketmanager installieren könnt. Danach habt ihr die Möglichkeit, die Ausgabe im Terminal auf xclip umzuleiten.

So leitet

ls | xclip -sel clip

die Ausgabe des ls-Befehls direkt in die Zwischenablage und ihr könnt das systemweit in jeder Anwendung wieder einfügen. xclip kann noch ein paar Dinge mehr, hierzu empfehle ich die Manpage.

Laufen 2023

Aloha!

Im letzten Jahr hatte ich schon ein wenig gejammert, weil ich mein Ziel von mindestens 1.000 Laufkilometern aus gesundheitlichen Gründen nicht erreicht hatte.

Danach war ich hoffnungsvoll und motiviert in die Saison 2023 gestartet und die ersten zwei Monate waren auch richtig gut. Leider hat mich ein kleiner Laufunfall mit einer Rippenprellung dann wieder zurückgeworfen. Es hat fast zwei Monate gedauert, bis ich komplett schmerzfrei war und die Laufrunden wieder aufnehmen konnte.

Im Jahresverlauf wurde es dann allerdings auch auf der Arbeit stressig und ich konnte keine ordentliche Regelmäßigkeit beim Training herstellen, so dass das Jahresendergebnis der Laufkilometer mit 778 Kilometer noch schlechter ausgefallen ist als im letzten Jahr.

Ich habe in den letzten Monaten des Jahres einiges umstrukturiert und ein langzeiterkrankter Kollege ist wieder zurück im Geschäft. Ich bin also guter Dinge, dass das Laufjahr 2024 wieder besser wird und die 1.000er-Marke wieder in erreichbare Nähe rückt. Wichtig ist für mich vor allem, dass die Freude an der Bewegung nicht verloren geht und ich einen Ausgleich zur Arbeit am Rechner habe.

Ich wünsche uns allen ein gesundes und gutes Jahr 2024, machen wir das Beste daraus.

Weihnachten 2023

Im letzten Jahr habe ich im Weihnachts-Blogpost geschrieben, dass das Jahr wahnsinnig schnell verflogen ist und das Blog in diesem Jahr ziemlich verwaist war. Im Grunde könnte ich das gleiche heute wieder schreiben. Die Zeit ist gefühlt noch schneller vergangen und es hat sich hier noch weniger getan.

Trotzdem möchte ich mein kleines Lagerfeuer im Netz nicht aufgeben, ich hoffe immer, dass ich mich wieder motivieren kann, hier wieder mehr zu schreiben. Einige Ideen sind in (schon länger) in meinem Kopf und vielleicht schaffe ich es eines Tages, sie umzusetzen. Stay tuned.

Die Zeit ist übrigens so schnell vergangen, dass dieser Weihnachts-Post sich einen Tag verspätet hat. Für die restlichen Feiertage und den Jahreswechsel wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine gute, ruhige und gesunde Zeit. Ich werde es gemütlich angehen und den ein oder anderen Stream vom 37C3 konsumieren.

Mein Dank geht raus an alle Menschen, die den Laden auch über die Feiertage am Laufen halten, die auf uns aufpassen und sich um andere Menschen kümmern. Ihr seid großartig.

Frieden.

Wie immer gibt es an dieser Stelle eine Version meines Lieblingsweihnachtslieds. Ende November ist der Sänger der Pogues, Shane MacGowan leider verstorben. Auf seiner Beerdigung gab es viel Musik und auch “Fairytales Of New York” wurde gespielt. Hier ist das Video dazu und die Stimmung in der Kirche ist besonders, wenn die Menschen am Ende des Lieds zu tanzen beginnen.

Bitte schön.

‘Fairytale of New York’ played at Shane MacGowan’s funeral - YouTube

TBB: Betrieb auf der Morgenrunde

Aloha. Da bin ich wieder.

Seit ein paar Wochen mache ich einen Selbstversuch und versuche, jeden Tag den ungefähr gleichen Schlafrhythmus einzuhalten. Das bedeutet, ich gehe jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit schlafen und stehe morgens ungefähr zu selben Zeit auf. Mittlerweile hat sich mein Körper darauf eingestellt und ich wache morgens meistens von allein auf.

Warum erzähle ich das alles? Auch heute am Sonntag war ich also früh wach, habe am Rechner eine Tasse Kaffee getrunken, diverse Timelines mehr oder weniger durchgelesen und mich dann auf die sonntägliche Laufrunde begeben. Soweit nichts besonderes, aber heute war ungewöhnlich viel los auf meiner "Hausstrecke". Viele Spaziergänger mit Kinderwagen und Hunden kamen mir entgegen oder wollten von mir überholt werden. Keine Ahnung, was die heute morgen alle aus dem Haus getrieben hat, das Wetter kann es nicht gewesen sein, obwohl es trocken war und ein herbstlich frischer Wind wehte.

Außerdem hat mich heute noch ein berufliches Projekt für die nächste Woche beschäftigt. Normalerweise versuche ich, am Wochenende wirklich die Freizeit zu genießen und nicht so viel an die Arbeit zu denken. Allerdings wollen wir in der nächsten Woche die Inbetriebnahme einer Netzwerkinfrastruktur an einer größeren Schule vornehmen. In dieser Größenordnung wird das ein Pilot und deshalb ist es schon ein wenig aufregend für uns alle. Also konnte ich es auch heute am Sonntag nicht ganz lassen, noch das ein oder andere in Gedanken oder in Form von Dokumentation für die nächste Woche vorzubereiten. Ihr könnt im Verlauf der Woche sicher noch das ein oder andere dazu hier im Blog lesen.

Bei einem Verwandtschaftsbesuch haben wir dann noch den neuen Dackelwelpen kennengelernt, Cuteness Overload!

Ach ja, und wenn ihr mal eine Pause von allem braucht, kann ich diesen Thread auf Mastodon empfehlen: https://mastodon.social/@flexghost/111274209612952439