Die letzten zwanzig Jahre

Im Jahr 2006 war Angela Merkel Bundeskanzlerin, George W. Bush war amerikanischer Präsident. Italien wurde in Deutschland Fußballweltmeister und Finnland gewann mit Lordi und "Hard Rock Hallelujah" den Eurovision Song Contest.

Ich war vier Jahre verheiratet, IT-Organisator in einer kleinen Raiffeisenbank, Vater eines dreijährigen Kindes und am 29. April 2006 habe ich diese kleine Lagerfeuer angezündet und seitdem hat es hier mal mehr und mal weniger hell gebrand.

In den ersten Jahren habe ich immer mal wieder über Erfahrungen und lustige Begebenheiten im IT-Support in der Bank gebloggt. Es kamen auch Netzfundstücke und Musikvideos dazu.

Ab Mitte 2012 kamen mehr Inhalte zu BlackBerry-Themen dazu, die BlackBerry-User-Group Kassel startete ein eigenes Blog, später gab es sogar einen Podcast.

Anfang 2013 habe ich dann zum ersten Mal so „richtiges“ Tagebuch-Bloggen versucht, das hat aber nur so zwei oder drei Monate angehalten.

Das legendäre erste S9Y-Camp, ein Treffen der Entwickler- und User-Community um das beste Blogsystem der Welt, das hier von Anfang an unter der Haube werkelt, fand im Jahr 2015 statt. Neben Dirk, der das Treffen damals initiiert hat habe ich viele liebe Menschen kennengelernt, die ich ohne das Blog hier sicher nie getroffen hätte. Projekte wie den BuzzZoom-Podcast hätte es ohne diesen Platz sicher nicht gegeben.

Über die Jahre gab es immer mal wieder Phase mit wenigen oder mehr Posts zu Technik, Musikvideos und Alltagskram. In meinen „Laufjahren“ gab es auch immer einen jährlichen Post zu den Kilometern des vergangenen Jahres (ich verlinke natürlich hier den Post mit dem besten Jahresergebnis).

Irgendwann habe ich wieder mit den Tagebuch-Blogs angefangen und unterschiedliche Themen aus meinem Alltag verbloggt. Diese Posts mag ich beim Stöbern in älteren Einträgen besonders gern, weil sie Erinnerungen an die Erlebnisse und Zeiten hervor holen. Überhaupt bringen mich viele alte Beiträge zum schmunzeln oder lassen ein „ach stimmt, so was das damals“ durch meine Gedanken ziehen. Das mag ich.

Einige Ideen sind enstanden und manche sind schnell wieder eingeschlafen, wie die glorreiche Serie „Eine Tasse Kaffee am Sonntag Morgen“, die nach einer Folge leider wieder eingeschlafen ist. Diese eine Folge über RSS-Feeds finde ich aber trotzdem sehr gelungen ;-)

Andere Dinge habe ich knallhart durchgezogen, es gab in jedem Jahr einen Weihnachtspost (ok, in 2011 nicht so richtig, aber da gab es immerhin einen zweiteiligen Weihnachts-Countdown mit Musik :-) ). 

Was ich besonders erwähnenswert finde ist, dass auch nach einer so langen Zeitspanne noch alle Inhalte inklusive der Kommentare noch immer ohne Probleme abgerufen, gelesen und durchsucht werden können. Nichts ist im Nirvana irgendeines Walled-Garden-Anbierters verloren gegangen oder kann aufgrund eines proprietären Formats nicht mehr gelesen werden. Und vielleicht ist auch eine Leserin oder ein Leser hier schon von Anfang an dabei und liest seit 20 Jahren mit.

Das Blog hat mich ein gutes Stück (fast die Hälfte) meines Lebens begleitet und wird es hoffentlich auch noch ein paar weitere Jährchen tun.

Wir lesen uns!

Serendipity 2.6.0

Das Blogsystem, das unter der Motorhaube dieses kleinen Lagerfeuers werkelt, hat ein Update erhalten und es gibt einige Neuheiten im Maschinenraum.

Neben der Kompatibilität zu PHP 8.4 gibt es einige Highlights:

  • Die Leistung des integrierten Cache-Systems wurde verbessert.
  • S9y-Blogs können jetzt auch Webmentions empfangen.
  • Für erhöhte Sicherheit kann man einen zweiten Faktor bei der Anmeldung am Backend aktivieren, momentan steht nur E-Mail als Option zur Verfügung.

Es gab zahlreiche weitere interne Optimierungen, auch einige der Kern-Themes wie Clean-Blog und Bootstrap4 wurden ebenfalls aktualisiert. 

Das Entwicklerteam ist klein und leistet viel Arbeit für dieses Projekt, ich bedanke mich ganz herzlich bei allen. Immerhin steht dieses Jahr hier noch ein rundes Jubiläum an (Spoiler) und Serendipity begleitet mich von Anfang an.

Alle technischen Details zum Update könnt ihr im Release-Statement auf GitHub nachlesen. Happy Blogging!

Die Chemnitzer Linuxtage 2026

Auf einem in Leder eingebundenen Notizbuch liegt ein Armband mit der Aufschrift „Chemnitzer Linuxtage 2026“.

Im letzten Jahr habe ich zum ersten mal die Chemnitzer Linuxtage besucht und es hat mir so gut gefallen, dass ich in diesem Jahr auch wieder da war.

Das Wochenende vom 28. und 29. März fiel genau auf das Ende meines Urlaubs, so dass ich entspannt am Freitag anreisen konnte. Trotz Ferienbeginn in mehreren Bundesländern, auch bei uns in Hessen, bin ich am Nachmittag mit dem Auto und bei bestem Wetter gut und gemütlich nach Chemnitz gekommen. 

Das Einchecken im Hotel forderte etwas Geduld, denn es war wirklich proppevoll. Es stellte sich heraus, dass am Abend auf dem nahen Messegelände ein Konzert der Band „Santiano“ stattfinden sollte, was wohl die hohe Dichte von Hotelgästen erklärte.

Ich hatte allerdings andere Pläne, ich hatte mich zum Buffet-Essen in einem asiatischen Restaurant verabredet und konnte dort mit alten Bekannten den Abend verbringen. Und lecker war es auch wieder.

Am Samstag und Sonntag habe ich mich dann im Gebäude der TU Chemnitz herumgetrieben. Es waren wieder viele Besucherinnen und Besucher vor Ort und haben sich an den zahlreichen Ständen im Foyer über die verschiedensten Linuxthemen informiert. Die Linuxtage sind immer so etwas wie ein Klassentreffen. Ich finde es immer wieder schön, Menschen zu treffen, die ich nur aus dem Internet kenne und mit ihnen mal persönlich zu quatschen.

Die Organisation ist immer richtig gut und das Team stellt ein ansprechendes Vortrags- und Workshopprogramm auf die Beine. Einige Vorträge habe ich an den beiden Tagen besucht, die meisten wurden auch aufgezeichnet und sind online zum Nachschauen verfügbar.

Meine Empfehlungen:

Schaut euch einfach mal auf https://media.ccc.de/c/clt26 um, da gibt es noch mehr zu entdecken.

Das Wochenende ging wie im Flug vorbei, am Sonntag Nachmittag machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause. Auch an diesem Nachmittag spielten Verkehr und Wetter mit und ich kam wohlbehalten im heimischen Nordhessen an. Ich habe mich sehr gefreut, auch in diesem Jahr wieder in Chemnitz dabei sein zu können und hoffe, dass es auch im nächsten Jahr wieder klappt.