Nicht anklicken!

Wie verbreite ich einen Wurm im Internet. Hier das Rezept:

Zutaten:

  • Ein Link auf eine Website mit einem Button, auf dem "Nicht anklicken!" (Don't klick) steht und einem darunter liegenden iFrame, der eine versteckte Aktion (versenden des Wurms) ausführt.
  • Ein Netzwerk, in dem ich eine Nachricht an Tausende von Teilnehmern posten kann (z.B. Twitter).

Man poste den Link in das Netzwerk und versehe ihn ebenfalls mit den Worten "Nicht anklicken!" und lehne sich entspannt zurück. Die ersten Follower werden den Link alsbald anklicken und natürlich auch auf den Button klicken. Durch den Klick wird im Hintergrund über den Twitter-Account des Klickers die Nachricht nocheinmal gepostet und so weiter und so weiter....

Die heutige "Don't klick"-Welle auf Twitter hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie einfach das Webvolk zu manipulieren ist. Etwas anzuklicken, auf dem "Nicht anklicken" steht, ist offenbar ein Reflex, dem sehr viele ohne groß nachzudenken einfach nachgeben. Zum Glück hatte die Seite (diesmal) keine weiteren Schadroutinen implementiert, dennoch wahren am Ende des Tages viele Twitter-User verunsichert. Netzgrößen wie Sascha Lobo twitterten panisch, dass sie den Tweet gelöscht und auch das Twitter-Passwort geändert hätten.

Diese auch Clickjacking genannte Methode ist nicht neu, und wird zum Beispiel vom Firefox-Addon "NoScript" erkannt und verhindert. Weitere Hintergründe gibt es bei heise. Die Twitter-Macher haben inzwischen in ihrem Blog veröffentlicht, dass durch Programmänderungen derartige Angriffe ab sofort blockiert werden.

Zieht euch warm an

Gerade lese ich einen neuen Eintrag in der Support-Datenbank unseres Rechenzentrums. Es geht um eine Fehlermeldung, die bei der Einwahl in unser VPN über UMTS auftreten kann. 

Was ist zu tun?

Die Meldung erscheint, weil die UMTS-Verbindung abgebrochen ist und nicht schnell genug wieder aufgebaut werden konnte. Dies ist auf Verbindungsprobleme zurückzuführen, die in geschlossenen Räumen auftreten können. Versuchen Sie die Einwahl erneut, evtl. im Freien oder bei geöffnetem Fenster.

Vielleicht sollten wir zu unseren mobilen Arbeitsplätzen als Zusatzausstattung noch warme Jacken ausgeben?

The next Uri Hommel

Heute war wieder mal so ein Tag. Durch Urlaub und Krankheit einiger Kollegen waren sämtliche Hotlines auf mein Telefon vereint, egal ob es um Telefon, IT oder Hausmeisterei ging.

Schließlich kam dann doch noch ein echter IT-Anruf rein. Ein User hatte Probleme mit der Datenbankverbindung einer Anwendung. Zunächst versuchte ich den Fehler an meinem Rechner nochmal nachzuvollziehen, um einen lokalen Fehler am Rechner des Users auszuschließen. Da auch ich die Datenbank, die zentral bei unserem Rechenzentrum liegt, nicht erreichen konnte, griff ich zum Telefon, um den Fehler der Kundenbetreuung zu melden.

Just in diesem Moment kam bei mir eine Mail an, die mir sinngemäß mitteilte, dass mein Ticket zu den Problemen mit der Datenbank nun bearbeitet würde.

     ???

Diese drei Fragezeichen standen mir wohl im Gesicht. Hatte ich über nacht paranormale Fähigkeiten entwickelt oder einfach nur ein Problem mit dem Kurzzeitgedächtnis?

Zum Glück klärte mich kurz darauf ein Anruf eines Kollegen von der Kundenbetreuung auf, der mir mitteilte, dass man ein Problem mit der Datenbank habe und für die betroffenen Banken bereits ein Ticket für den IT-Verantwortlichen erstellt habe, um diese über den Fortschritt der Datenrücksicherung zu informieren.

Also kann ich mich doch nicht bei ProSieben anmelden. Glück gehabt.

Basic Thinking oder Sinking

So, nun ist es ein paar Tage her, dass Robert Basic unter großem medialen Rummel sein Blog "Basic-Thinking" verkauft hat. Ich habe mich daraufhin - wie wahrscheinlich viele andere auch - gefragt, ob ich den Feed direkt aus dem Reader nehme, oder ob ich noch eine Zeit mitlese, was die neue Redaktion aus dem Hause serverloft so zu Stande bringt.

Wo ist der Weg in den letzten Tagen hingegangen?

Die ersten Artikel befassten sich mit der Zukunft des Blogs, danach ging es dann an die Themen, die der neue Betreiber von Robert übernehmen wollte. Eins muss man klar sagen: Es ist Blödsinn, zu versuchen, einen Robert Basic zu kopieren, und ich glaube, das versuchen die neuen Autoren auch nicht. Allerdings habe ich das Gefühl, das die neuen Blogger sich die Themen im Moment noch aus den Fingern saugen müssen. Da kommt doch einiges, was nicht mehr ganz frisch ist, auf den Tisch.

OK, manchmal vergisst auch mal jemand das Thema des Blogs und man steht unversehens auf einer Möbelmesse.

Man merkt halt, dass der Robert den Blog zum großen Teil aus "Spass an der Freude" betrieben hat, und einfach sehr viel seiner Persönlichkeit mit reingesteckt hat, die dem Blog jetzt natürlich fehlt. Es liegt an den neuen Schreibern, den Blog wieder lebendig zu machen und einen eigenen Stil zu entwickeln. Letztendlich ist es jetzt halt doch ein Firmenblog, die Blogger verfassen die Beiträge als Teil Ihrer Angestellten-Tätigkeit und das kann meines Erachtens nie die Personality eines (halb-)privaten Blogs erreichen.

Vielleicht noch ein paar Gedanken zur Statistik. So hat zum Beispiel Torsten eine Grafik mit den Kommentarzahlen der Artikel seit der Übernahme des Blogs erstellt, und die sinkende Zahl mit dem sinkenden Interesse am Blog gleichgesetzt. Mal abgesehen davon, dass die Kommentarzahl von mehreren Hundert bei den ersten im Medienhype entstandenen Artikeln nicht representativ sein kann, so hatte auch Robert in normalen Zeiten ähnliche Kommentarzahlen wie die aktuellen Artikel auf Basic Thinking.

Ich werde für meinen Teil den Feed noch einige Zeit mitlesen, allein um zu sehen, wie sich Basic Thinking weiterentwickelt. Währenddessen kann ich Robert ja hier weiter lesen.


Unter der Hand zum neuen Job

Heute ist das private Projekt SysAdmin-Jobs.de gestartet. Oftmals ist es für Sysadmins schwierig, den richtigen Job am richtigen Ort zu finden. So erging es auch dem Gründer des Projekts.

Auf SysAdmin-Jobs.de können Administratoren, die wissen, dass sie ihren Job wechseln wollen, diesen schonmal auf der Plattform anbieten, bevor er offiziel ausgeschrieben wird. Vielleicht weiss man auch über Bekannte oder Kollegen von freien Stellen, die man dann auf der Projektseite veröffentlichen kann.

Das ganze ist privat und kostenlos und lebt natürlich vom Mitmachen vieler und davon, dass es bekannt gemacht wird. Dann kann es eine interessante Plattform mit hohem Nutzen für jobsuchende Admins werden.

via: Aptgetupdate

Sqworl - Links gruppieren

Wie oft kommt es vor, dass man mehrere URLs zu einem Thema an jemanden weitergeben oder vielleicht auch über Twitter kommunizieren möchte. Hier kommt der neue Dienst sqworl in Spiel.

Der Webdienst ermöglicht es, einfach und zunächst auch ohne Anmeldung, eine Gruppe zu erstellen. Nachdem man der Gruppe einen Namen und optional eine Beschreibung verpasst hat, kann man beliebige URLs bzw. Links hinzufügen. Der Dienst erstellt ein Vorschaubild und legt die URL in der Gruppe ab. Die Gruppe ist dann über einen Kurzlink in der Form von http://sqworl.com/?i=0f6ed7 erreichbar.

Wenn man sich bei dem Dienst registriert, kann man erstellte Gruppen auch "managen". Man kann dann eigene und anonym erstellte Gruppen bearbeiten und auch Leserechte vergeben. Sqworl ist ein schlankes und einfaches Tool, mal sehen wie es sich weiter entwickelt.

Überwachung

Alle Bekannten von der "Ich-hab-nix-zu-verbergen"-Fraktion sollte man mal durch dieses Flash klicken lassen:

http://www.spiegel.de/flash/0,5532,15385,00.html

via: Vibora

Ich bin spät dran

Ich gebe es ja zu, ich bin dieses Jahr spät dran, alle anderen haben schon ihre Weihnachtsgrüße geblogt. Aber jetzt zu vorgerückter Weihnachtszeit kommt es trotzdem noch:

Allen Lesern wünsche ich noch ein frohes, ruhiges und gesundes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wireless LAN

Heute morgen ruft mich ein User an, weil er sich am PC nicht anmelden kann. Die Fehlermeldung, dass die Domäne nicht zur Verfügung steht, deutet auf ein Netzwerkproblem hin.

Da wir vor zwei Tagen einen Netzwerkswitch getauscht hatten, fragte ich erstmal, ob der Rechner gestern noch funktioniert hat, um einen Verkabelungsfehler auszuschließen. Da der User mir glaubhaft versicherte, dass er gestern an dem Rechner gearbeitet hat, machte sich mein Kollege auf Fehlersuche.

Als diese kein Ergebnis brachte, haben wir dann doch mal am Netzverteilerschrank nachgeschaut und ein nur an einer Seite eingestöpseltes Patchkabel legte den Verdacht nahe, das der User gestern wohl tatsäschlich kabellos gearbeitet hat, und das ganz ohne Funknetz ;-).

Ich bin ein Ecki-Fan

Manchmal ist man im Internet bei der Geburtsstunde eines neuen Kult(ur)-Sterns am IP-Himmel dabei. Das konnte ich natürlich nicht ahnen, als ich vor ein paar Wochen bei Blogoscoop auf den Blog von "Ecki" stieß.

"Der Ecki", wie der Blog genau heißt, behandelt Themen und Ereignisse aus und um das Leben von Betreiber Danny Eckhardt. Kurz nachdem ich seinen Feed aboniert hatte, begann er eine Video-Cast mit dem Namen "Blogschau". In jeder Folge berichtet Ecki schwerpunktmäßig über einen, manchmal auch mehrere Blogs und schneidet dabei auch aktuelle Themen aus der Blogosphäre an.

Die erste Folge hat mich noch nicht vom Sockel gehauen, Ecki sitzt vor einer geschmackvollen (?) Tapete und erzählt, ohne Screenshots oder anderen Schnickschack zu zeigen, über ein Blog. Aber von Folge zu Folge fesselt Ecki die Zuschauer mit neuen kuriosen, lustigen und einmaligen Einfällen, so dass ich inzwischen jeder neuen Folge entgegen fiebere.

Ob er nun als Tod verkleidet und geschminkt über das jährlich wieder aufkommende Thema Blogsterben berichtet, in einer als Dauerwerbesendung aufgemachten Folge über Werbung auf Blogs berichtet und nebenbei noch einen Bauhelm verkauft, oder ob er in seiner neuesten Folge in einem spontanen Telefoninterview den Käufer von blogschrott.net ein Angebot zum Kauf desselbigen zum Preis von zusammengekratzten 51,51 Euro macht und dabei einen "Job" als Gastautor bekommt. Die witzigen und überraschenden Ideen begeistern mich immer mehr.

Und so sage ich hier nochmal: Ich bin ein Ecki-Fan! Ich hoffe, Ecki bleibt uns noch lange mit neuen Ideen erhalten.

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