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Kubuntu 17.04 Beta 1 für Tester freigegeben

Kubuntu Logo

Schon wieder Neuigkeiten von den Machern des KDE-Ablegers von Ubuntu. Das Team gab jetzt bekannt, das die erste Beta der neuen Version 17.04 zum Testen heruntergeladen werden kann. Die Version enthält die KDE Applications in der Version 16.12.1 sowie Plasma 5.9.0.

Wie das bei Beta Versionen ist, ihr solltet sie nicht installieren, wenn ihr ein stabiles System benötigt und nicht damit leben könnt, dass eventuell das ein oder andere mal ein paar Tage nicht richtig funktioniert.

Man kann natürlich das ganze auch in einer virtuellen Maschine, zum Beispiel mit Virtualbox gefahrlos ausprobieren. Ich werde das  in den nächsten Tagen auch mal tun und dann hier nochmal berichten.

 

Links:

 

Kubuntu 16.04.02 LTS erschienen

KDE-Logo

Für die KDE-Variante von Ubuntu ist jetzt ebenfalls das zweite Point-Release für die LTS-Version 16.04 erhältlich. Die Version erhält alle Bugfixes und Updates, die seit dem Erscheinen im April 2016 veröffentlicht wurden. Benutzer der 16.04 erhalten diese Updates wie immer kontinuierlich über die normale Update-Version. Wer Kubuntu neu installiert, spart es sich mit dieser Version, alle Updates nachträglich zu installieren.

Zwei zusätzliche Hinweis enthält der Blogpost des Kubuntu-Teams:

Zum einen wird vorgeschlagen, das Backport-PPA für die Plasma-Version 5.8.5 zusätzlich einzubinden, da diese Version viele Bugfixes enthält.

Zum anderen wird ausdrücklich gewarnt, dass ein Update der alten LTS-Version 14.04 auf die neue 16.04 problematisch ist und nicht empfohlen wird. Man solle stattdessen eine Neuinstallation machen und die Daten der alten Installation zurückspielen. Viele Nutzer machen das ohnehin so, bei mir hatte das Update von 14.04 damals noch funktioniert. Da habe ich wahrscheinlich Glück gehabt. :-)

Link: Downloadseite Kubuntu 16.04.02

Desktop und Android Smartphone verbinden mit KDE Connect

KDE Connect Logo

Ihr wisst ja sicher, dass ich ein BlackBerry-Fan und -Nutzer bin. Nun ist ja das alte OS10 der Kanadier auf dem absteigenden Ast und es gibt jetzt auch Android Smartphones mit dem Beerenlogo. Und seid geraumer Zeit verrichtet auch bei mir ein BlackBerry Priv seinen Dienst und so langsam werden ich und Android auch warm miteinander. :-)

Eine Sache, die mir an OS10 immer gefallen hat, war die im Betriebssystem vorhandene Möglichkeit, den Speicher des Smartphones über WLAN als Netwerklaufwerk freizugeben. So konnte ich einfach vom Desktop auf die Dateien des mobilen Geräts zugreifen, ohne es erst über USB zu verbinden und mit irgendeiner Software zu synchronisieren. Wie das unter BlackBerry 10 funktioniert, hatte ich auch hier mal beschrieben. Um so etwas bei Android zu realisieren, braucht man auf jeden Fall zusätzliche Apps.

Da ich auf dem Desktop Linux mit KDE nutze, lag es nahe, mal KDE Connect zu testen. Bei dem von mir genutzten Kubuntu 16.04 ist KDE Connect standardmäßig installiert. Also habe ich flux auf dem BlackBerry Priv die KDE Connect App installiert und gestartet, während ich im heimischen WLAN war. Und siehe da, mein Linux Desktop wurde sofort gefunden und angezeigt. Auf dem Desktop konnte ich das Priv auswählen und das Pairing durchführen. Button am Desktop gedrückt und am Smartphone die Anfrage bestätigt, schon sind die beiden Geräte verbunden und finden sich von nun an, sobald sie im selben Netzwerk eingeloggt sind.

Über das KDE Connect Symbol in der Systemleiste kann ich jetzt ähnlich wie früher auf die Dateien des Priv zugreifen. Ein Klick auf das Dateiordnersymbol öffnet den Dateimanager Dolphin und zeigt die Ordner des Handys an.

Dateimanager Screenshot

Außerdem werden Benachrichtigungen des Priv nun auch am Desktop über das Tray-Icon angezeigt. Eine weitere Möglichkeit, für die ich noch keine praktische Verwendung gefunden habe, ist die Möglichkeit, das Smartphone als Fernsteuerung für den Desktop zu verwenden. Auch ein auf dem Desktop laufender Mediaplayer kann so am Mobilgerät fernbedient werden. Desweiteren kann man auch den Akkuladestand des Smartphones am Desktop ablesen.

KDE Connect Benachrichtigungen

Bislang gefällt mir das Setting so sehr gut und alle Funktionen die ich benötige, werden unterstützt. Ich werde das jetzt erstmal so nutzen und schauen, ob es stabil läuft und - was ja heutzutage auch immer wichtig ist - was KDE Connect mit dem Akku des Priv so anstellt. Ich werde dann hier im Blog berichten, wie der Test weiter verlaufen ist.

Sicherheitshinweis: Nutzer von KDE Neon sollten ihre Installation aktualisieren oder neu aufsetzen

Neon-Logo

KDE Neon ist eine Distribution, die es sich zum Ziel setzt, immer die aktuellste Version und Features der Desktopumgebung KDE auszuliefern. Als Basis wird jeweils das aktuelle Ubuntu LTS verwendet.

In einem Security Advisory wird jetzt darauf hingewiesen, dass das Paketarchiv der Distribution falsch konfiguriert war und deshalb jeder beliebig Pakete in das Archiv hochladen konnte. Daraufhin wurde das Archiv komplett gelöscht und neu aufgesetzt. Nutzer, die KDE-Neon vor dem 10.11.2016 16:00 UTC installiert haben, sollten zumindest ein Upgrade ihrer Installation durchführen, alle Pakete haben höhere Versionsnummern bekommen. Am sichersten dürfte jedoch eine Neuinstallation sein, da man nicht weiß, ob eventuell Schadsoftware oder anders manipulierte Pakete in das alte Archiv eingespielt wurden.

(Quelle: Softpedia)

Kubuntu 16.10 erschienen

Kubuntu Yakkety Yak LogoZusammen mit der "Mutterdistribution" ist auch die KDE-Variante von Ubuntu auf die neue Version 16.10 "Yakkety Yak" aktualisiert worden.

Aufregende Neuigkeiten gibt es nicht. KDE Plasma wurde auf die Version 5.7.5 aktualisiert, die Applications auf die Version 16.04.3. Optisch und von der Bedienung ändert sich für Nutzer, die bereits auf KDE5 arbeiten also nicht besonders viel. Hier dürften eher kleine kosmetische Verbesserungen und Fehlerkorrekturen erfolgt sein. Der aktuelle Firefox 49 ist ebenso enthalten wie LibreOffice in der Version 5.2. Mehr Details gibt es in den offiziellen Release-Notes.

Kubuntu 16.10 Screenshot

Kubuntu 16.10 kann auf der Projektseite heruntergeladen werden, bestehende Installationen können über den integrierten Updatemechanismus aktualisiert werden. Hierbei ist zu beachten, dass Versionsupdates über mehrere Versionen nicht unterstützt werden und eventuell nicht korrekt funktionieren. Hier ist also eine Sicherung der Daten und eine Neuinstallation die bessere Variante.

Ich selbst werde auf meinem Produktivsystem auf der LTS-Version 16.04 bleiben. Wie ist das bei euch, wenn ihr ein Ubuntu-Derivat nutzt: Nehmt ihr immer die aktuelle Version oder setzt ihr auf die LTS-Variante?

Kubuntu Upgrade von 14.04 auf 16.04

Auf meinem privaten Rechner verrichtet ja bekanntlich Kubuntu seinen Dienst, also die Ubuntu-Variante mit KDE als Desktopsystem. Bislang in der LTS-Version 14.04. Diese Version ist ja mittlerweile auch schon über zwei Jahre alt, hätte aber theoretisch noch weitere drei Jahre regulären Support. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, nach erscheinen des nächsten LTS Release mein System darauf zu aktualisieren.

Die Upgrade-Strategie von Ubuntu/Kubuntu sieht vor, dass Nutzer der LTS-Versionen ein Upgrade auf das nächste LTS nicht sofort angeboten bekommen. Nach Erscheinen der 16.04 im April diesen Jahres durfte die Version noch ein paar Monate reifen und die gröbsten Fehler dürften inzwischen behoben sein. Vor knapp zwei Wochen erschien dann die erste aktualisierte Version 16.04.1, die nun auch für ein Upgrade von 14.04 angeboten wird.

Nun ist dass immer so eine Sache, ein zwei Jahre lang gewachsenes System über ein Upgrade zu aktualisieren. Das kann klappen, muss es aber nicht. ;-) Im Zweifel ist es also sicherer, seine Daten zu sichern, eine Neuinstallation durchzuführen, die benötigten Programme zu installieren und die Daten zurück zu sichern. Ich bin aber zu faul, die ganze Software neu zu installieren und generell wollte ich einfach mal sehen, wie zuverlässig so ein Upgrade läuft. Im Notfall wäre immer noch die Option der zuerst genannten Variante gewesen.

Also startete ich das Upgrade über die Kommandozeile mit dem Befehl:

sudo do-release-upgrade

Beim Upgrade sollte man von Zeit zu Zeit mal auf das Terminal schauen, da es sein kann, dass Eingaben erforderlich sind. So wurden bei mir einige geänderte Konfigurationsdateien angezeigt, bei denen ich wählen konnte, ob ich meine Version behalten möchten oder die Version des Paketmanagers nutzen will. Ohne eine Eingabe hängt der Upgradeprozess an diesen Stellen und geht nicht weiter. Ist der Prozess (hoffentlich) problemlos durchgelaufen, ist auf jeden Fall ein Neustart des Systems notwendig.

Nach dem Neustart erwartet einen dann die offensichtlichste und größte Änderung beim Sprung von 14.04 auf 16.04. Die KDE-Umgebung ist von KDE4 auf KDE5 aktualisiert und das ist, wenn man jahrelang mit KDE4 gearbeitet hat, schon allein eine riesige optische Änderung. Die neue Flat-Optik - die ja momentan überall Einzug hält - ist natürlich nicht jedermanns Geschmack und wird seit dem Erscheinen von KDE5 ja schon rege diskutiert. Ich hatte KDE5 schon seit einiger Zeit in einer virtuellen Maschine getestet und war daher nicht mehr so "geschockt", als wenn ich das nach dem Upgrade zum ersten mal gesehen hätte. :-)

Kubuntu 16.04 Screenshot

Nach dem Neustart sorgt noch ein

sudo apt-get autoremove

auf der Befehlszeile dafür, dass nicht mehr benötigte Pakete vom Rechner entfernt werden. Zu beachten ist noch, dass fremde Paketquellen beim Upgrade deaktiviert werden. Das sind bei mir zum Beispiel Quellen für Google Chrome, Spotify Client und das Devolo DLan-Tool. Diese muss man also nach dem Upgrade wieder aktivieren, damit man weiterhin Updates für diese Programme erhält.

Alles in allem hat das Upgrade bei mir gut funktioniert, es gab nur ein paar kleinere Probleme.

Probleme nach dem Upgrade

Neuindizierung

Kurz nach ersten Reboot stellt ich fest, dass das System extrem langsam wurde und teilweise keine Eingaben oder Klicks mit der Maus mehr möglich waren. Außerdem zeigte die Festplatte "Dauerfeuer". Ein wenig Suche im System zeigte, dass nach dem Upgrade eine Neuindizierung der Dateien für die Desktopsuche angestossen wurde, die das System ziemlich lahmlegte. Das ganze legte sich tatsächlich erst so nach 6 Stunden, hier ist also etwas Geduld gefragt.

Virtualbox

Ich nutze zur Virtualisierung das Tool Virtualbox. Dieses wurde mit dem Upgrade auf die neue Majorversion 5 aktualisiert. Das Upgrade scheiterte allerdings an fehlerhaften Abhängigkeiten bei der Konfiguration der Pakete. Hier half letztendlich nur, Virtualbox einmal zu deinstallieren und neu zu installieren. Hierbei ist es wichtig, alle Pakete die unter

dpkg -l virtualbox*

angezeigt werden, mit

apt-get purge [paketname]

zu löschen. Nach der Neuinstallation kann man dann seine bestehenden virtuellen Maschinen wieder hinzufügen.

Drucker

Ich nutze einen relativ alten HP-Laserdrucker, der über den proprietären GDI-Treiber von HP angesprochen werden muss. Dieser Drucker weigerte sich nach Upgrade, irgendetwas zu drucken. Hier musste ich den Treiber über den Befehl

sudo hp-setup

nochmal neu downloaden und installieren. Danach druckte es auch wieder. :-)

Fazit: Positiver Eindruck

Nachdem ich jetzt ein paar Tage mit Kubuntu 16.04 gearbeitet habe, gefällt mir das System mittlerweile sehr gut. An die neue Optik habe ich mich inzwischen auch gewöhnt. Das Upgrade lief erfreulich problemlos und die aufgetretenen Fehler liessen sich schnell beheben. Wenn man sein Kubuntu 14.04 also nicht zu sehr "zerkonfiguriert" hat, kann man also über die Upgrade-Funktion relativ bequem auf die neue LTS aktualisieren. Natürlich ist ein vorheriges Backup der persönlichen Daten Pflicht.

Kubuntu 15.04 erschienen

kubuntu-logo

Quasi zeitgleich zur "Mutter"-Distribution ist heute auch die KDE-Variante von Ubuntu in der neuen Version 15.04 erschienen. Die auffälligste Änderung dürfte der Wechsel zur Plasma 5 Plattform sein, die ein komplett überarbeitetes Design bietet und ein "flüssigeres" Arbeiten ermöglichen soll.

Den ein oder anderen mag das geänderte Design an das neue Windows 10 erinnern. Die Icons sind jetzt auch im allseits zu sehenden Flat-Design und nicht mehr so bunt wie in früheren Versionen von KDE.

Eine Zusammenfassung der Neuerungen erhält man auf kubuntu.org.

Im folgenden Video gibt es einen ersten Eindruck über die neue Oberfläche, die sicher Geschmacksache ist und die Geister wieder scheiden wird.

Ich weiss noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Da ich momentan die LTS-Version 14.04 nutze, werde ich meinen Hauptrechner erstmal nicht updaten. Ich werde die 15.04 aber mal intensiv in einer virtuellen Maschine testen. Wie gefällt euch das neue Aussehen des KDE-Desktops unter Plasma 5?

EEE-PC 1002HA mit Debian und KDE

Diesen Beitrag schreibe ich gerade auf meinem alten Asus EEE-PC 1002HA unter Debian Linux und KDE. Angeregt durch den Podcast von Dirk und Roman habe ich mal den  alten Rechner aus dem Regal geholt und neu installiert. Ich erzähle mal, was ich gemacht habe und wie ich bis jetzt zufrieden bin.

Technische Daten

Der 1002HA hat einen Intel Atom 270 Prozessor, 1GB Hauptspeicher und eine 160GB Festplatte. Der Prozessor ist mit 1,6GHz getaktet. Alles in allem nicht viel Leistung für KDE, das nicht für seine Ressourcenfreundlichkeit bekannt ist.

Grundinstallation

Ich habe also ein Debian Stable (Squeeze) installiert. Bei der Installation habe ich nur die Grundinstallation und die Basissystemwerkzeuge ausgewählt, um danach eine schlanke KDE-Installation durchzuführen.

Nach der Grundinstallation habe ich die /etc/apt/sources.list angepasst, um auf die Backports von Testing zurückgreifen zu können. Folgende Zeilen sind in der Datei dazugekommen:

# backports
deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib nonfree
# iceweasel
deb http://mozilla.debian.net/ squeeze-backports iceweasel-release

Danach habe ich eine Datei /etc/apt/preferences mit folgendem Inhalt angelegt:

Package: *
Pin: release a=squeeze-backports
Pin-Priority: 200

Danach erfolgt die Installation des Xorg-Servers:

aptitude install xserver-xorg-video-all

und danach die KDE-Minimalinstallation

aptitude install kdebase-workspace kde-plasma-workspace kde-l10n-de

Nach einem Neustart des Systems startet nun bereits KDE mit einer minimalen Sofwareauswahl und ohne 3D-Effekt-Schnick-Schnack. So weit, so gut.

Jetzt kommt als Grundausstattung noch ein Browser (Firefox aka Iceweasel), der Networkmanager und ein Mixer für den guten Ton drauf:

aptitude install kmix iceweasel iceweasel-l10n-de network-manager-kde

Kosmetik

KDE ist mit der Version 4.4.5 nicht das frischste und der Aero-Stil kam mit der Grafikkarte  noch nicht so klar, es sah teilweise hässlich aus. Also habe ich noch den Stil "Oxywin" heruntergeladen und als Icon Set "KFaenza", damiit sieht der Desktop schon ganz ordentlich aus und  läuft auch recht flott. Soweit bin ich erstmal zufrieden, die Bootzeit liegt bei 1 Minute und 20 Sekunden inklusive Anmeldung und Start von KDE. Ich werde  jetzt mal weiter damit arbeiten und noch weitere Software installieren und hier darüber berichten.

Ach ja, hier sind noch ein paar Screenshots des Desktops (anklicken für die große Ansicht):





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