Befreit

Ich fand das ja gestern einen Mörder-Gag. Der Kollege war glaub ich anderer Meinung. ;-)

Chat-Bild

Updates für den Twitter Client Oysttyer

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Kurzer Hinweis zum textbasierten Twitter-Client Oysttyer. Er wurden einige Updates bereit gestellt, die allerding hauptsächlich Fehlerbehebungen und kleinere Verbesserungen enthalten. Hier die Liste aus dem Changelog:

Changes in Version 2.6.4:

  • Add --http1.1 flag to curl to suit versions after 7.47.0. Earliest supported curl is now 7.33.0

Changes in version 2.6.3:

  • Nothing over 2.6.2. I just can't tag things properly

Changes in version 2.6.2:

  • Correct year on startup screen
  • Adds very rudimentary CI syntax checks
  • Expand long DMs suring start-up
  • Nicely truncate long DMs when using /dump
  • Revert shebang to original
  • Fix a bug where whoami comparison was not lowercased for sent dms
  • Update userstream endpoint

Nichts aufregendes also, aber es ist schön zu sehen, dass das Skript weiter gepflegt und verbessert wird. Das Update erfolgt wie gewohnt einfach durch den Austausch der einzelnen Skriptdatei, aus der der Client besteht.

Telegram: Der VillageGameBot will nur spielen

Der Messenger Telegram unterstützt seit einiger Zeit auch Bots. Diese kleinen Helfer können über die Telegram-API für allerlei nützliche Dinge programmiert werden. So gibt es zum Beispiel Bots, die einem in Chat mal schnell ein passendes GIF zu einem Stichwort anbieten und dieses posten. Aber auch die Begrüßung eines neuen Mitglieds in einer Gruppe kann so ein Bot erledigen.

Nun gibt es mit "Village Game" einen Bot, der tatsächlich so wie ein Strategie-Spiel funktioniert. Indem man mit ihm chattet, kann man das Spiel steuern. Der Entwickler nutzt auch die neueste Funktion von Telegram aus, mit der Bots auch eigene Buttons und Steuerelemente in Chats installieren können.

Wie bei Telegram-Bots üblich, beginnt man einfach einen Chat mit @VillageGameBot und sendet ein "/start". Man kann verschiedene Sprachen auswählen, die deutsche Übersetzung ist aber noch sehr schlecht, weshalb ich die englische Variante ausgewählt habe.

Das Spiel teilt einem nun mit, dass man ein neues Dorf gegründet hat und man auch gleich zwei Arbeiter bekommt, die Getreide für Brot anbauen. Mit dem Verkauf dieser Ernte erhält man Geldsäcke, die Währung des Spiels. Wenn man nicht aktiv ist, produzieren die Arbeiter fleissig weiter. Wenn die Speicher voll sind, sendet der Bot eine entsprechende Chatnachricht, dass man mal wieder etwas verkaufen sollte.

VillageGameBot Screen1

Weiter kann man sich die Zeit mit sogenannten Quests vertreiben. Hierbei kann man Wölfe verjagen, eine Karawane beschützen oder das Dorf gegen Räberbanden verteitigen, was aber je nach Laune des VillageGameBots ziemlich ins Geld gehen kann.

VillageGameBot Raeuber

Nicht zuletzt kann man gegen zufällig ausgewählte Spieler Kämpfen und ihnen Geldsäcke abjagen und Medallien sammeln. Auch hier darf man mit Geldsäcken nicht knauserig sein.

VillageGameBot Schlacht

Das ganze ist noch relativ einfach gestrickt, zeigt aber sehr gut, was man mit Bots alles so anstellen kann. Es gibt Chatgruppen in verschiedenen sprachen, in denen man sich mit anderen Spielern austauschen kann. Auch ein Telegram-Kanal mit News und FAQs steht zur Verfügung. Alles ist über den Hilfe-Button im Botchat erreichbar.

Neue Arbeiter bekommt man übrigens, wenn man neue Spieler über einen speziellen Link einlädt. Wer sich das Spiel mal in Telegram ansehen mag und mir ein paar Arbeiter zukommen lassen will ;-) kann das über diesen Link tun: https://telegram.me/VillageGameBot?start=d1de42ac46

Viel Spass beim ausprobieren (und Zeit verschwenden). :-)

Camping

And now for something completely different.

Letzte Woche war ich campen. Eine befreundete Familie hat sich einen Opus Campinganhänger zugelegt und wir hatten uns verabredet, das gute Stück mal ein paar Tage mit insgesamt sieben Personen zu testen.

Opus Camper

Nun sind wir nicht so die Proficamper, also war die Packerei etwas umständlich und sicher haben wir auch das ein oder andere Teil zu viel oder zu wenig eingepackt.

Wir sind in der glücklichen Lage, das wir etwa dreißig Autominuten entfernt ein beliebtes Feriengebiet und Ausflugsziel  zu haben, die Edertalsperre mit dem Edersee. So waren wir am Mittwoch schnell am ausgewählten Campingplatz angekommen.

Da wir erst am späteren Abend aufbrechen konnten, dauerte der Aufbau des Campers für uns ungeübte doch etwas länger, und so war es schon dunkel, als wir die Kinder in den Schlafsäcken und eine Flasche Rotwein vor uns auf dem Tisch stehen hatten.

Der Ausblick auf den Edersee von unserem Stellplatz aus entschädigte uns am Morgen für die Mühen am Vortag. Bei etwas frischen Temperaturen gab es Frühstück vorm Camper und wir konnten uns langsam ans Camper-Leben gewöhnen.

Blick auf  den Edersee

Auf dem Campingplatz ist man Selbstversorger, man kann also nicht den ganzen Tag faulenzen und sich an einen gedeckten Tisch setzen. Wenn man nicht zu jeder Mahlzeit irgendwo einkehren möchte, heißt es also, selbst kochen, abwaschen, Geschirr ein- und ausräumen und so weiter. Also sicher nichts für denjenigen, der es etwas luxuriöser mag.

Die Nutzung von Gemeinschaftstoiletten und Duschen dürfte auch nicht jedermans Sache sein. Und der Weg, wenn man Nachts mal "muss", kann lang und kalt sein. :-)

Alles in allem wog aber die Ruhe, die Natur und Ausflugsziele in der näheren Umgebung die Unbequemlichkeiten auf. Ein Highlight war sicher die abends farbig beleuchtete Sperrmauer, deren Lichterspiel wir am letzten Abend unseres Aufenthalts erleben konnten.

Beleuchtete Ederseesperrmauer

Nach ein paar Tagen entwickelt man auch Routine in den täglichen "Camperaufgaben". So waren wir alles in allem gut erholt, als wir am Sonntag die Heimreise antraten.

Ob so ein Urlaub auch für mehr als ein verlängertes Wochenende etwas für mich ist, weiß ich noch nicht. Da muss ich erstmal ein paar Nächte im eigenen Bett drüber schlafen. ;-)

Zehn Jahre on the Blogs

Ja, jetzt ist es soweit. Auch beim Hommel-Net hat das Blog-Zeitalter Einzug gehalten.

Mit diesen beiden Sätzen begann der erste Blogpost, den ich auf diesem Blog geschrieben haben. Und das war - ich kann es kaum fassen - genau vor zehn Jahren am 29. April 2006. Ein Jubiläum, das mir Gelegenheit gibt, mal auf die letzten zehn Jahre hier zurück zu blicken.

Der Anfang

Angefangen hat alles mit einem Kapitel im Buch "Webseiten programmieren und gestalten" von Mark Lubkowitz, das ich mir damals gekauft hatte und in dem ein Projekt zum Aufsetzen eines Blogs mithilfe der Blogsoftware Serendipity vorgeschlagen wurde. Und so wurde blog.hommel-net.de gebohren, mein kleines zu Hause im großen Internet, dem ich bis heute treu geblieben bin. Auch Serendipity bin ich bis heute treu geblieben, einer kleinen, komfortablen Blogengine, die alles bietet, was man (ich) zum Bloggen benötigt. Die kleine, aber sehr aktive und sympatische Community steht immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es ein Problem zu lösen gilt oder man einfach nur mal eine Idee umsetzen möchte.

Tatsächlich basiert dieses Blog immer noch auf der ursprünglichen Installation von 2006, natürlich mit regelmäßigen Updates. Lediglich die Datenbank wurde einmal beim Umstieg von MySQL4 auf MySQL5 mittels SQL-Dump auf eine andere übertragen. Auch daran sieht man, wie stabil und solide diese Software aufgebaut ist.

Aber zurück zum Bloggen. Dieses Blog ist ein reines Hobby-Projekt von mir. Ich veröffentliche unregelmäßig Artikel, habe mir keine feste Regel auferlegt, wie zum Beispiel "mindestens ein Post pro Woche". Bei anderen Verpflichtungen, die man als Familienvater so hat, steht das Blog auch mal hintenan und wenn ich mal keine Lust oder auch keine Inspiration zum Schreiben habe, liegt es auch mal ein paar Wochen brach.

Letzendlich kehre ich aber immer wieder hierher zurück um ein paar Gedanken festzuhalten, etwas lustiges aus meinem Arbeitsalltag als Administrator einer kleinen Genossenschaftsbank, ein Musikvideo, ein Fundstück aus den Weiten des Netzes. Ab und an gibt es auch mal einen technischen Artikel zu meinem Lieblingsbetriebssystem Linux sowie Anleitungen und Tipps zu diversen Computerthemen. Auch hier habe ich mich nie auf einen Schwerpunkt für das Blog festlegen können (oder wollen). Das, gepaart mit dem unregelmäßigen Erscheinen von Artikeln und der nicht vorhandenen SEO sorgt wohl dafür, dass es hier nicht gerade von Besuchern und Lesern so wimmelt. Die Besucherzahlen dümpeln in sehr überschaubarer Höhe (bzw. Tiefe) vor sich hin.

Trotzdem oder gerade deswegen freue ich mich über jeden Leser, der sich hierher verirrt und ich freue mich immer noch wie Bolle über jedes Feedback, das über die Kommentare oder andere Kanäle reinkommt. DANKE!

In 2013 lernte ich die Jungs von der BlackBerry-User-Group Kassel kennen und als die Idee aufkam, ein Blog für die Gruppe zu betreiben, war ich sofort Feuer und Flamme und habe mich für Installation und technische Betreuung der Seite bereit erklärt. Und so ging im Mai 2014 dann bbugks.de online. Die Seite läuft selbstverständlich auch mit Serendipity. ;-)

Seitdem schreibe ich nun für zwei Blogs Artikel, was der Veröffentlichungsfrequenz hier natürlich auch nicht immer förderlich ist, aber ich gebe mir weiterhin Mühe, auch mein Baby hier nicht zu sehr zu vernachlässigen.

Die Zeit mit dem Blog möchte ich nicht missen. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Auch habe ich viel gelernt und lerne noch. Ich finde es großartig, dass durch Blogs heutzutage jeder in der Lage ist, einfach Texte oder anderen Content im Internet zu veröffentlichen und somit einer riesigen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Menschen konnten und können dadurch weltweit enger zusammenrücken und das lange bevor es die großen sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Konsorten gab. Ich finde übrigens Twitter großartig und treibe mich dort auch gern herum. Ich glaube aber trotz aller Unkenrufe, dass ein eigenes Blog auf dem nur ich Herr meines Contents bin, durch kein soziales Netzwerk ersetzt werden kann.

Ich werde also weiter bloggen und zwar hier in meinem kleinen Reich. Auch wenn das bedeutet, dass weniger Menschen meine Texte lesen, das ist es mir wert. Allerdings wird das hier auch immer ein Hobby-Projekt bleiben, das bei Bedarf auch mal vernachlässigt werden kann. Das ist zumindest der Plan, aber man kann ja nie wissen.

In diesem Sinne sage ich nochmals herzlich Danke an alle Leser, die mich die letzten Jahre begleitet haben und hoffentlich auch in Zukunft dabei bleiben. Ich freue mich auf die kommenden Jahre hier auf dem Hommel-Net Weblog (und frage mich gerade, ob ich mir damals nicht einen etwas eingängigeren Namen hätte aussuchen können, Past-Me).

To infinity and beyond.

Mario

S9YCamp 2016

Nachdem mir das Treffen von Serendipityentwicklern und -nutzern im letzten Jahr total viel Spaß gemacht hatte, war ich auch in diesem Jahr froh, dass ich wieder zum S9YCamp fahren konnte. Also machte ich mich am 22. April auf den Weg nach Essen ins Linuxhotel.

Linuxhotel

Nachdem ich mich durch den Freitagabendverkehr im Ruhrgebiet gekämpft hatte, kam ich zusammen mit Matthias im Hotel an. Und wenig später kamen dann mit Dirk, Malte, Garvin und Bernd auch die restlichen Teilnehmer unseres kleinen Treffens an.

Bis auf Bernd - den wir aber aus dem S9Y-Forum und diversen sozialen Medien auch schon kannten -  waren alle schon im letzten Jahr dabei. Das Linuxhotel war mit seinem tollen Angebot für Opensource-Projekte wieder eine hervorragende Location.

Tux im Park

Den ersten Abend nutzten wir dann ausgiebig zum Klönen und Pläne für das Wochenende schmieden. Es gab wieder die (fast schon) traditionelle Pizza und auch Bier und Rotwein. :-) Außerdem stellten wir fest, dass FreeBSD lauter als Serendipity ist. Nach einer entsprechend kurzen Nacht, bewacht von unserem Zimmer-Tux, ging es dann ans Arbeiten.

Zimmer-Tux

Am Samstag hatten wir uns dann ein stattliches Arbeitsprogramm vorgenommen, dass nur von diversen Nahrungsaufnahmen unterbrochen wurde. So konnten wir weiter an der neuen Projekthomepage inklusive Dokumentation arbeiten, die nun hoffentlich auch zeitnah verlöffentlicht werden kann.

Wie die meisten anderen Opensource Projekte konnten wir auch einen "Code of Conduct" verabschieden, der in Zukunft dem Umgang und das Miteinander im Projekt regeln soll.

Die offenen Issues des anstehenden 2.1er Releases wurden gesichtet, bewertet und zum Teil auch behoben.

Am Abend ging es dann nochmal, wie sollte es anders sein, auf einen schnellen Snack zum Dönertempel.

Musik-Klingel

Der Sonntag war dann nochmal gemütlich, je nachdem wann die Rückreise geplant war, verliessen die Teilnehmer nach und nach die Runde, natürlich nicht ohne ein leckeres Frühstück und eine letzte Arbeitsbesprechung in unserem Seminarraum.

Als wir dann nicht mehr vollständig waren, bemerkten wir: Wir hatten das Gruppenfoto vergessen! /o\ Das wird dann im nächsten Jahr nachgereicht.

Gegen Mittag machte ich mich dann auch auf die Heimreise. Es war wieder ein sehr schönes Wochenende. Es ist toll, wenn man sich mal mit ein paar Leuten unserer kleinen Community "in echt" treffen und miteinander quatschen, arbeiten und einfach eine gute Zeit verbringen kann. Was mich betrifft, ich komme nächstes Jahr gern wieder.

Über das S9YCamp schrieben auch:

(to be continued)

Einbahnfrei

Endlich mal wieder ein lustiges Support-Ticket. :-)

Support-Ticket

BBUGKS-Live #8

BBUGKS-Live Logo

 

Oliver und ich haben mal wieder eine Folge unseres BlackBerry-Podcasts aufgenommen. Diesmal sind es über eineinhalb Stunden geworden. Wir hatten viele Themen zu besprechen, wie das Ende von Facebook und WhatsApp auf den OS10-Geräten oder die Quartalszahlen, die am 1. April bekannt gegeben wurden. Außerdem hatten wir ein paar Fragen unserer Hörer, auf die wir eingehen könnten.

Den Podcast könnt ihr wie immer auf dem Blog der BlackBerry-User-Group Kassel anhören und natürlich dort auch abonnieren.

RPi-Projekt Twitternde Webcam Teil 4: Aufbau und fertig

Nachdem ich jetzt alle Einzelkomponenten zusammen habe, wird die Webcam jetzt am vorgesehenen Ort positioniert und in Betrieb genommen.

Artikelübersicht

Teil 4: Aufbau und fertig.

Zunächst habe ich in einem Python-Skript den Part für die Wetterabfrage und das Absetzen des Tweets zusammengeführt:

#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf8 -*-

# This script gets the current temperature from worldweatheronline.com
# and send it to twitter with an aktual Webcam Picture.
# written by Mario Hommel
# Last Update: 31.03.2016

# imports
import urllib
import json
import serial
from time import sleep
import sys
from twython import Twython

# First we get the current temperature in Bad Zwesten
# using the worldweatheronline.com api
url = "http://api.worldweatheronline.com/premium/v1/weather.ashx?key=[DeinenKeyEinfuegen]&q=Zwesten, Germany&format=json&num_of_days=1"

try:
    response = urllib.urlopen(url)
except:
    print ("Error getting foreign weather")

object = json.load(response)

# putting temperature in cTemp
cTemp = int(object["data"]["current_condition"][0]["temp_C"])
hTemp = int(object["data"]["weather"][0]["maxtempC"])

# now we get the complete text for the tweet
ttext = "Täglicher Blick über Bad Zwesten bei " + str(cTemp) + " Grad. Die erwartete Höchsttemperatur beträgt heute " +str(hTemp) + " Grad. #fb"

# lets start with twitter
# first we define the api
CONSUMER_KEY = '[Deine Daten]'
CONSUMER_SECRET = '[Deine Daten]'
ACCESS_KEY = '[Deine Daten]'
ACCESS_SECRET = '[Deine Daten]'

api = Twython(CONSUMER_KEY,CONSUMER_SECRET,ACCESS_KEY,ACCESS_SECRET)

# upload the last photo taken by fswebcam
photo = open('/home/pi/raspitweet/image.jpg', 'rb')
response = api.upload_media(media=photo)

# finally we send the tweet
api.update_status(status=ttext, media_ids=[response['media_id']])

Wie man sieht, habe ich die Wetterdaten noch um die vorhergesagte Höchsttemperatur des aktuellen Tages erweitert. Das Skript ist weiterhin darauf ausgelegt, dass vor seinem Ablauf ein aktuelles Bild mit dem Namen "image.jpg" von der Webcam gespeichert wird. Man könnte das auch in diesem Python-Skript mit abhandeln, aber ich hatte mich ja für die Nutzung von fswebcam entschieden.

Als nächstes schreibe ich ein kleines Bash-Skript "webcam-tweet.sh", dass das Foto macht und das Python-Skript aufruft.

#!/bin/bash

fswebcam -r "800x600" /home/pi/raspitweet/image.jpg

python /home/pi/raspitweet/rpit-bild.py

Das Skript wird natürlich mit

chmod a+x webcam-tweet.sh

ausführbar gemacht. Danach gilt es noch, den richtigen Platz für die Webcam zu finden. Der Raspi hat im "Echtbetrieb" außer der Stromquelle nur noch die Webcam angeschlossen. Die weitere Steuerung erfolgt komplett über ssh. Als Standort habe ich mir ein Fenster ausgesucht, von dem ein recht netter Blick über meinen Wohnort möglich ist und die Webcam dort "montiert" (man beachte die professionelle Ausführung der Montage :-) ).

Webcam-Montage

Und ja, das Fenster muss dringend mal wieder gestrichen werden.

Zum Schluss muss ich nur noch dafür sorgen, das mein Skript automatisch - sagen wir einmal am Tag - ausgeführt wird. Das erledigt der Cron-Dämon für mich. Mit

crontab -e

wird die Cron-Tabelle des aktuellen Users (pi) aufgerufen und kann bearbeitet werden.

# m h  dom mon dow   command
15 13   *     /home/pi/raspitweet/webcam-tweet.sh

Nach dem Speichern ist es dann soweit. Zur eingestellten Uhrzeit (in diesem Fall jeden Tag um 13.15 Uhr) macht die Webcam ein Bild und der Raspi twittert es artig mit den dazugehörigen Wetterdaten.

Mario Hommel on Twitter

Das lasse ich jetzt mal ein paar Tage so laufen und schaue, ob es zuverlässig funktioniert. Ich würde mich freuen, in den Kommentaren Feedback zu bekommen und vielleicht auch den ein oder anderen Link auf eure eigenen Raspi-Projekte.

RPi-Projekt Twitternde Webcam Teil 3: Wie ist das Wetter

Nachdem das mit dem Twittern des Webcambilds funktioniert, hatte ich noch die Idee, nicht immer nur einen statischen Text dazu zu twittern, sondern noch etwas individuelles wie zum Beispiel die aktuelle Temperatur hinzuzufügen. In diesem Teil des Artikels schreibe ich, wie ich das gemacht habe.

Artikelübersicht

Teil 3: Wie ist das Wetter?

Ok, wo bekomme ich die aktuelle Temperatur her? Die eine Möglichkeit wäre, einen Temperaturfühler an den Raspi anzuschliessen. Oder ich könnte die Temperatur von einem Wetterdienst im Internet beziehen. Ich habe mich zunächst für die zweite Variante entschieden (aber was nicht ist, kann ja noch werden).

Ich möchte die API von worldweatheronline.com nutzen. Sie bietet viele Wetterdaten und es gibt eine kostenlose Version. Nach der Anmeldung bei dem Dienst erhalte ich zunächst eine Trial-Version der Premium-API, die ich erstmal zwei Monate lang nutzen kann. Danach werde ich auf die freie Version umsteigen, die für meine Zwecke völlig ausreichend ist.

Mit der Anmeldung erhält man einen API-Key, den man dann für Abfragen im XML- oder JSON-Format nutzen kann. Ich nutze das JSON-Format und frage das ganze über die entsprechenden Bibliotheken in Python ab. Das Skript dazu sieht folgerndermaßen aus:

#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf8 -*-

# imports
import urllib
import json
import serial

# let's start by getting the current temperature in Bad Zwesten
# using the worldweatheronline.com api
url = "http://api.worldweatheronline.com/premium/v1/weather.ashx?key=[DeinenKeyEinfuegen]&q=Zwesten, Germany&format=json&num_of_days=1"

try:
    response = urllib.urlopen(url)
except:
    print ("Error getting weather info.")

object = json.load(response)

cTemp = int(object["data"]["current_condition"][0]["temp_C"])

ttext = "Täglicher Blick über Bad Zwesten, heute bei " + str(cTemp) + " Grad."

print ttext

Ich frage erstmal aus dem ganzen JSON-Objekt nur den Wert der momentanen Temperatur in Celsius ab. Die Ausgabe des Skripts sieht so aus:

Täglicher Blick über Bad Zwesten, heute bei 6 Grad.

Gern könnt ihr auch mal einen Blick in das komplette JSON-Objekt werfen, hier seht ihr alle Werte, die man über die API erhält.

Ich denke, jetzt habe ich alles zusammen, was ich für den Aufbau des Projekts brauche und im vorerst letzten Teil dieser Artikelserie werde ich dann beschreiben, wie ich alles zusammenfüge und fertigstelle.

tweetbackcheck