Gesehen: Gravity

"Leben ist im Weltraum nicht möglich."

Mit diesen eingeblendeten Worten werde ich als Zuschauer ohne Umwege in das Geschehen bei der Außenreparatur des Hubble-Teleskops in die Erdumlaufbahn geworfen. Keine Einführung der Charaktere, keine großen Erklärungen wer hier was macht und wie er hier hin gekommen ist.

Ein Funkspruch aus Housten informiert, dass es eine Unfall mit einer Rakete und einem Satelliten gegeben hat, der dabei zerstört wurde. Dann ein Notruf, dass die Trümmerteile des Satelliten eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst haben und fast alle Kommunikationssatelliten zerstört wurden und die Trümmer auf das Spaceshuttle und die Astronauten zurasen.

Der Funkkontakt reist ab, dann ist der Trümmer-Sturm da. Das Spaceshuttle wird zerstört, alle Astronauten bis auf zwei werden getötet. Ab jetzt beginnt der Überlebenskampf der Astronauten in einer Umgebung, die nicht für Leben gemacht ist. Ziel ist es, die Rettungskapsel der nahen internationalen Raumstation zu erreichen und so wieder auf die Erde zurückzukommen. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn nicht nur der Sauerstoff ist knapp, auch das Trümmerfeld bedroht die Astronauten nach der Erdumrundung erneut. Ich sitze atemlos im Kinosessel und habe das Gefühl, dabei zu sein. Die Stille ist erdrückent. Die Perspektive der Kamera ist nichts für Menschen mit Gleichgewichtsproblemen oder einem Hang zur Seekrankheit ;-) .

Gravity ist ein Kammerspiel im Weltraum, ohne Schnörkel inszeniert und bis zur letzten Minute spannend. Die Kameraführung ist genial und ich war wirklich froh, beim Verlassen des Kinos wieder festen Boden und die Erdanziehungskraft zu spüren. Ein Film, den man absolut empfehlen kann, allerdings nur für Leute mit robustem Magen.

Blaq 1.2 für Blackberry 10

Blaq ist ein mächtiger Twitter-Client, der mich schon auf dem Blackberry Playbook begeistert hat. Kurz nach Erscheinen des Z10 ist auch eine erste Version von Blaq für Blackberry 10 erschienen. Vor ein paar Tagen gab es ein größeres Update, dass viele neue Features und Funktionen enthält. Grund genug, die Anwendung einmal näher anzuschauen und euch kurz vorzustellen.

Als ich Blaq auf dem Z10 das erste Mal geöffnet habe, hat mich die Darstellung schon etwas irritiert. Die Darstellung der Profilbilder ist in einem länglichen Format.

Nach einiger Zeit der Gewöhnung erkennt man den Vorteil dieser Darstellung, die einfach mehr Platz für den Content bietet. Medien von verschiedenen Portalen werden als Vorschau direkt in der Timeline dargestellt. Ein Tippen auf die Profilbilder stellt diese übrigens auch vergrößert dar.

Ein Killerfeature für mich ist, dass Blaq sich die Position in der Timeline merkt, an der ich aufgehört habe, zu lesen. Auch wenn die Anwendung geschlossen wird, steht man nach dem Öffnen wieder an der Position um die Timeline weiter zu verfolgen. Der grüne Balken oben zeigt die Position im Zeitkontext an. Tippt man auf die grüne Leiste, befördert Blaq einen zum neuesten Tweet an die Spitze der Timeline.

Die eigentliche Stärke spielt Blaq bei der Benutzung der Wischgesten aus, mit denen die Anwendung das Potential der Cascades-Oberfläche von Blackberry 10 konsequent umsetzt. Wischt man in der Timeline nach rechts, erhält man ein Menü mit allen wichtigen Funktionen:

Die ersten 3 Ikons stehen für Mute-Einstellungen (wenn man mal ein Hashtag in der Timeline nicht mehr haben will :-) ), Suche und Aufruf des eigenen Twitter-Profils. Die folgenden Symbole stehen für die verschiedenen Timelines:

  • eigene Favoriten
  • Listen
  • eigene Tweets, die retweetet wurden
  • Direktnachrichten
  • Erwähnungen
  • Timeline
  • Tweet erstellen

Man kommt also einfach in alle wichtigen Ansichten und Timelines.

Wischt man auf einem Tweet nach links, erhält man schnellen Zugriff auf die wichtigsten Tweet-Funktionen.

Hier kann ich einen Tweet einfach und schnell beantworten, retweeten, favorisieren oder - auf dem Zahnradikon - mit anderen Anwendungen teilen oder übersetzen. Beim Retweeten werden in der Standardeinstellung sogar noch verschiedene Retweet-Arten angeboten.

In den Einstellungen kann man Blaq aber auch die Lieblings-Retweet-Art (was ein Wort) vorgeben und der wird dann ohne Rückfrage ausgeführt.

Ein Tippen auf den jeweiligen Tweet bringt mich in die Detailansicht. Hier werden natürlich auch Unterhaltungen entsprechend dargestellt.

Im der Detaildarstellung kann ich ausserdem sehen, wer meinen Tweet retweetet hat.

Aus der Detaildarstellung können auch alle Tweetfunktionen ausgeführt werden, die beim Wischen nach links zur Verfügung stehen. Über das Ikon unter dem Twitter-Namen des Authors komme ich in dessen Profil und kann dort alle Informationen abrufen.

Blaq kann mehrere Twitter-Accounts verwalten. Über einen Wisch von oben in das Display komme ich zur Verwaltung der Accounts und dann dort auch zwischen ihnen umschalten. Wenn ich nur einen Tweet für einen anderen Account absetzen möchte, brauche ich nicht vorher auf diesen Umschalten. Beim Erstellen eines Tweets kann ich auf den Accountnamen tippen.

Daraufhin kann ich einen oder sogar mehrere Accounts auswählen, für den/die der Tweet erstellt werden soll.

Blaq ist so also auch ideal für Twitter-Nutzer, die viele verschiedene Accounts verwalten und bedienen müssen.

Blaq zeigt für mich das volle Potential des neuen Betriebssystems von Blackberry. Ich wünsche mir mehr solche native Anwendungen und möchte Blaq während der täglichen Z10-Nutzung nicht mehr missen.

Blackberry 10 Nutzer können Blaq hier in der Appworld erwerben.

Get Lucky auf der Ukulele

Aloha,

Zeit für etwas gepflegte Ukulelen-Musik. Diesmal "Get lucky" von Daft Punkt, interpretiert von meinem Lieblings-Ukulelenvirtuosen Jake Shimabukuro.

Mein eigenes Twitter Archiv

Schon vor einiger Zeit habe ich das Opensource-Tool Tweetnest entdeckt, mit dem man einfach ein eigenes Archiv seiner Tweets anlegen und auf dem eigenen Server abspeichern kann.

Der Vorteil eines solchen Archivs ist, dass man die Tweets unbegrenzt zurück in die Vergangenheit speichern kann, auch wenn Sie auf der Twitter-Plattform schon nicht mehr angezeigt werden. Das Archiv ist bequem durchsuchbar und es gibt ein wenig Statistik her. Und letztendlich hat man ein Backup, falls die Plattform mal beschliesst, den Service einzustellen (was ja vorkommen soll ;-) ).

Dieses Wochenende habe ich mal die Zeit gefunden, es auf meinem Webspace zu installieren und das Ergebnis kann man hier sehen oder über den Menüeintrag in der Leiste oben. Schon witzig, wenn man so schaut, was man so vor 5 Jahre getwittert hat.

Eventuell bastel ich noch ein wenig an der Gestaltung, um es optisch ein wenig an das Design hier im Blog anzupassen.

Kommt Blackberry nochmal auf die Beine?

Vor ein paar Tagen schrieb Jan bei BB-10.de einen Artikel mit dem Titel "Warum kommt Blackberry nicht voran?". Er bringt einige Argumente, warum der Smartphone-Hersteller derzeit nur negative Presse bekommt und warum der Marktanteil ständig sinkt. Ich möchte hier noch einige Dinge hinzufügen, die mir beim Lesen des Artikels noch so durch den Kopf gegangen sind.

Wer diesen Blog regelmäßig liest weiss, dass ich ein Blackberry-Fan bin. Ich bin begeistert vom Konzept und der Bedienung der Geräte (sowohl die alte Architektur als auch die neuen BB10-Geräte). Ich finde, die Geräte ermöglichen mir ein sehr effizientes Arbeiten und helfen mir, die verschiedenen Informationskanäle im Blick zu behalten und nicht die Übersicht zu verlieren. Das Konzept des HUB in BB10 finde ich genial. Wenn man sich so lange mit einem System beschäftigt, wird man natürlich auch voreingenommen. Das sei dem Folgenden nur vorangestellt.

Die Marktmacht von iOS und Android

Gefühlt jeder Smartphone-Nutzer in meiner Umgebung (bis auf die, die ich bereits missioniert habe :-) ) hat ein iPhone oder Android-Gerät. Das ist nun mal so. Wenn sich jemand ein neues Smartphone zulegt, orientiert und informiert er sich bei Bekannten und über Werbung, vielleicht sogar über die Fachpresse. Ein Blackberry wird er dort meist nicht vorfinden. Ich denke, dass viele "Otto-Normal-Verbraucher" die Marke gar nicht kennen. Also wäre die Maßnahme von Blackberry hier Werbung, Werbung und nochmals Werbung. Ich meine, hey, Apple mach Werbung damit, dass das iPhone Fotos machen kann! Und diese Werbung hört sich gut an, sieht gut aus und fühlt sich auch gut an. Warum kriegt es Blackberry nicht hin, in der Werbung präsenter zu werden und zu zeigen, was die Geräte alles können.

Die alten Stärken sind kein Alleinstellungsmerkmal mehr

Woher kam der frühere hohe Marktanteil? Blackberrys waren die ersten Geräte, die E-Mail, Kalender und Kontakte direkt auf das Smartphone brachten, in Echtzeit, ohne dass man ständig die Inbox checken muss oder das Gerät per Kabel mit dem Computer synchronisieren musste. Blackberrys wurden das Statussymbol für Manager, die damit überall und ständig in Kontakt mit der Firma sein konnten. Die Nutzung weitete sich aus, denn aufgrund der sicheren Infrastruktur und der Kontrollmöglichkeit, die der Blackberry Enterprise Server bot, konnte man die mobile Nutzung auch auf andere Bereiche ausdehnen.

In manchen wirtschaftsschwachen Regionen und Ländern war der Blackberry ein relativ günstiges Gerät, mit dem man per Blackberry Messenger in Kontakt bleiben konnte, ohne das SMS Budget zu belasten.

Überhaupt war der Blackberry Messenger ein Killerfeature, in Echtzeit chatten, Bilder und Dateien tauschen, Gruppen bilden mit gemeinsamen Kalendern, Aufgabenlisten usw.

Wie sieht es heute aus. Push und OTA-Synchronisation können alle. Es gibt viele Dienste, die ein ähnliches Devicemanagement bieten wie der Blackberry Enterprise Server. Und der BBM, ich sag nur WhatsApp.

Blackberry hat nur die Chance, all diese Dinge wieder besser zu machen als die anderen. Nur das gleiche wie alle anderen zu können und anzubieten wird nicht ausreichen, um den Marktanteil wieder zu erhöhen. Und dann sind wir wieder bei dem Punkt, diesen Mehrnutzen auch an die Konsumenten weiter zu geben.

Anstatt wie früher von der IT-Abteilung einen Blackberry aufgedrückt zu bekommen, muss es nun in Zeiten von "Bring your own device" das Ziel sein, dass Mitarbeiter mit ihrem privaten Blackberry 10 Gerät zum Arbeitgeber kommen und die Integration ins Firmensystem fordern.

Das leidige APP-Thema

Es gibt zu wenig Apps für Blackberry. Stimmt das? Ich glaube nicht, dass man 3 Millionen Apps benötigt. Aber man braucht die richtigen. Wenn sich Smartphone Nutzer über ihre Geräte unterhalten, empfehlen sich sich Apps und Spiele. Es ist immer doof, wenn der Blackberry Nutzer dann daneben steht und feststellen muss, dass es diese App für sein Gerät nicht gibt.

Die meistgenutzten Apps müssen zur Verfügung stehen, sonst lehnen neue Benutzer das Sytem ab. Das wichtige Anwendungen wie eben WhatsApp und Skype erst lange nach dem Start des Z10 und Anwendungen wie Instagram bis heute noch nicht zur Verfügung stehen, ist ein Grund für viele Kunden, kein Blackberry zu kaufen.

Essentielle Apps wie z.B. Facebook müssen einen guten Funktionsumfang haben. Warum eine so wichtige Funktion wie das Teilen auch nach fast einem Jahr noch nicht in der BB10-App zu finden ist, ist mir ein Rätsel. Leute, lest doch die Benutzerwünsche in den Rezensionen der Apps und gebt ein bisschen mehr Power in die Entwicklung. Das es anders geht, zeigen so hochwertige Apps wie die Twitter-App Blaq. Das ist gut für das "haben will"-Gefühl der Kunden.

Und es muss Anreize für Firmen und Entwickler geben, ihre Apps auch für die BB10-Plattform zur Verfügung zu stellen. Leider weiss ich bei jeder Werbung (auch von regionalen Unternehmen), in der von "nutzen sie unsere App" die Rede ist, dass ich diese für mein Smartphone nicht bekommen werde. Genau das bestärkt die "es gibt zu wenig/keine Apps für Blackberry"-Meinungen. Andererseits, warum sollte eine Firma eine kostenlose App für eine Plattform entwickeln, über die sie nur sehr wenig Benutzer erreicht. Ein Teufelskreis.

Gibt es eine Zukunft für Blackberry?

Ich weiß es nicht. Nach all meinem Gemecker da oben will ich trotzdem sagen, dass ich mein Z10 sehr gern benutze und es momentan auch nicht gegen ein iOS, Android oder Windows Phone tauschen würde. Ich möchte die Bedienung und das "Feeling" des Geräts nicht missen.

Es ist an Blackberry, das System über Werbung bekannter zu machen, Anreize für App-Entwicklung zu schaffen und auf die (noch) treue Nutzerschaft zu hören und diese nicht zu enttäuschen. Dann wird es vielleicht auch in ein paar Jahren noch Blackberrys geben. :-)

Bald ist Weihnachtszeit

Es ist August und immer noch schön warm (vor allem bei mir im Büro), da trifft doch heute diese E-Mail ein:

Ich sollte also bald daran denken, die Weihnachtsgeschenke einzukaufen. :-)

Preisfindung

Luca (6) hat so seine eigenen Vorstellungen, wie die Wirtschaft funktioniert, wenn er voller Überzeugung zu mir sagt:

"Papa, ich weiß, warum manche Sachen so teuer sind. Die Geschäfte wollen die selbst behalten!"

Tagebuchblog 05-07-2013

@Work

Heute habe ich den letzten Arbeitstag geschafft - vor dem Urlaub. Der Betrieb muss jetzt mal 3 Wochen ohne mich auskommen. Wie es sich gehört, habe ich versucht, heute möglichst nichts mehr kaputt zu machen ;-) , ich habe also möglichst die Hände von allen administrativen Sachen gelassen. Leider ist wieder viel liegengeblieben, was nun bis nach dem Urlaub warten muss.

Im Netz

Die Erkenntnis traf mich heute hart:

Ach ja, und Amerika feiert heute den 2013. Geburtstag.

Michael Mittwich on Twitter

Wetter

Obwohl es heute über den Tag ziemlich bewölkt war, war es angenehm warm und ab und zu kam die Sonne durch bei 18-24 Grad.

Nachtgedacht (10)

Don't pay the ferryman
Don't even fix a price
Don't pay the ferryman
Until he gets you to the other side

And then the ferryman said, there is trouble ahead. So you must pay me now.

Google Reader Abschaltung: Endspurt für den Umstieg

Die meisten Nutzer, die sich ihre tägliche News-Ration im Internet per RSS-Feeds abholen, nutzen hierzu Googles Dienst Reader. Umso unverständlicher ist es, das der Suchmaschinenriese den Dienst zum 1.7.2013 ersatzlos einstellt. Es bleibt also nur noch wenig Zeit, sich eine Alternative zu suchen.

Ich bin ja schon seit einiger Zeit mit Selfoss auf eine selbstgehostete Alternative umgestiegen.

Viele Nutzer haben auf den alternativen Dienst feedly.com gewechselt, der in dieser Woche auf ein eigenes Backend umstellt. Feedly bietet auch eine API für Anbieter von externen Anwendungen an.

Für uns Blackberry10-Nutzer steht seit gestern auch eine APP zur Verfügung, um auf feedly.com zuzugreifen. Die App "gNewsReader for Blackberry 10", die bisher auf den Google Reader zugreift, kann seit dem Update gestern auch den feedly-Stream anzeigen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, euren Instapaper-, Pocket- oder Readability-Account einzubinden.

gNewsReader gibt es für 0,89 Euro in der BlackberryWorld.

Wie werdet ihr in Zukunft eure RSS-News lesen?

 

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